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Das ist sie also, meine Homepage (englisch für private Seite im Internet), also kurz, meine HP. Meine Links auf dieser Startseite sind, anders als in den Texten, grundsätzlich kursiv.
Über mich gibt es eigentlich nicht viel Erzählenswertes, denn ich bin ein digitaler Emigrant,weil es mich einfach schon lange vor dem Internet gab.
So bin ich 1960 in der DDR geboren, sehe mittlerweile aus und fühle mich, durch diverse Krankheiten gezeichnet wie 87, werde überall für den älteren Lebensgefährten meiner 76 Jahre alten Mutter gehalten, also eigentlich für tot und bin nun mit mittlerweile tatsächlichen 54 Jahren praktisch ein Kadaver und mittlerweile sogar ein Fossil und wäre so normalerweise in der Paläontologie und in den Händen von Anthropologen besser aufgehoben als im noch recht jungen Internet, da zu meiner Geburt vor gefühlten 65 Millionen Jahren als ein Erdentag noch 22 Stunden hatte. Allerdings sieht der Kerl auf meinen neuen Passfotos deutlich besser aus als der alte Sack, der mich aus meinen Spiegeln anstiert.
Ab einem gewissen Alter sollte man also Spiegeln nicht mehr trauen, denn in denen leben nur steinalte Leute....
Ich habe in meiner Jugend noch im Jura Mastodonten und Mammuts gejagt, das Mittelalter überlebt und habe auch 10 Jahre auf der alten Oberschule, die heute Nikola Tesla Schule heißt, in der DDR recht gut hinter mich gebracht, bei der Post drei Jahre den Beruf des Nachrichtentechnikers gelernt, wo man mich drei Jahre lang mit den Grundlagen und Untiefen der damaligen Elektronik und Elektrotechnik vertraut machte.
Nach Erfindung der Mikroelektronik war das aber ein recht wertloses Wissen und ich musste mich nach Jahrzehnten, mit über 30 bei meinem ersten Computer, der mit dieser Mikroelektronik funktionierte, auch völlig neu orientieren.
Dann war ich im Alter von 17 bis 22 ein paar Jahre mit einer Band namens Rockhaus unterwegs, denn damals kam man noch ohne ein Casting auf eine Bühne.
Es reichte die Freude an der Musik, aber die Band hat aber das Ende der DDR nicht lange überstanden und ich hab sie erst 2009, lange nach der deutschen Einheit als die wohl beste deutschen Liveband wiedervereint auf der Bühne gesehen..
Logischerweise ohne mich Krüppel, denn ich kann Instrumente jetzt mit einer Hand nicht mal mehr richtig halten, geschweige denn, darauf spielen oder sonstwas Kreatives zur Band beisteuern. Mein Lebensweg war dann ohnehin ein anderer und vom Theater geprägt.
Ich hatte meinen größten Auftritt mit der Band Ende der Siebziger, als ich vor 600 Leuten in einem Jugendklub in Leipzig zusammen mit der Band mit der Blues Harp den Blues gegeben habe und die restlichen Musiker auf meinen Blues einstiegen.
Da musste sogar ich Autogramme schreiben und bekam von wildfremden Menschen die Wohnungsschlüssel, weil wir nächsten Tag einen Auftritt in Frankfurt/Oder hatten und ich ja wo schlafen musste. Das sind Erinnerungen für ein ganzes Leben.
Andere Menschen in meinem Alter und in meinem gesundheitlichen Zustand haben sowas nicht erlebt.
Außerdem hat sich die Band seit 1982 sehr verändert und ich kenne da ohnehin nur noch den Gründer und Gitarristen.
Die Zeiten sind einfach vorbei, auch wenn ich es zutiefst bedauere. Aber so ist das Leben und ich hatte ja meine schöne Zeit.
Das ist mehr als viele andere Menschen von sich sagen können.
Ich habe danach zwei Jahre einen sehr alten, völlig heruntergekommenen, aber sehr gut besuchten, sozialistisch falsch geschriebenen "Jugendklub" und dessen Ordnungsgruppe geleitet, der nach der Einheit natürlich abgerissen wurde. Im neuen Deutschland hat die Jugend ja auf der Straße Platz genug. Alternativ kann man die Jugend heute auch den Clubs der NPD überlassen, die als einzige Partei richtig viel Geld für die Jugendarbeit ausgeben und so ihre künftigen Wähler zu züchten.
Jedenfalls habe ich in meinem Jugendclub im Jahr 1984 meinen ersten zivilen Ungehorsam aus Freundschaft erlebt, als 15 Freunde von der Ordnungsgruppe dort nur wegen mir aus Protest ihren Job hinwarfen, weil ich wegen "Feind", also Westkontakt, den ich als Frührentner mit Reisepass nun mal hatte, von Stasi auf Weisung der SED gefeuert wurde. Nur leider habe ich über die Jahrzehnte mit meiner permanenten Spätschicht im Theater zu vielen den Kontakt verloren.
Alle Rentner der DDR durften in den Westen, weil man hoffte, sie würden dort bleiben und der DDR so meine Rente und andere Kosten ersparen.
Auch mich hoffte man, so loszuwerden. Nur hatte ich meinen Job im Theater, meinen Freunde und meine Familie in Ostberlin und am Westen interessierten mich hauptsächlich die guten Konzerte bekannter Bands.
So war ich im Juni 1982 auch bei der Wiedereröffnung der Berliner Waldbühne durch die Rolling Stones, nachdem diese 1965 durch die Fans dieser Band zerlegt und geschlossen werden musste. (Das Video ist aus London 1982, weil es von der Berliner Waldbühne aus dieser Zeit kein brauchbares gibt).
Danach war ich fast 20 Jahre beim Orchester in Europas größtem Revuetheater, dem Friedrichstadtpalast und war die letzten Jahre sogar Orchestermanager, der für Anwesenheit und Bezahlung der Musiker sorgte, allerdings seit April 2000 ziemlich final krank, da mich ein Schlaganfall, ausgelöst durch Stress mit rechten Idioten im Internet, die ich etwas zu ernst nahm, weil sie sich als Admis und Forenbetreuer aufgewertet glaubten und dazu durch eine ererbte Krankheit, ins Koma schickte, linksseitig spastisch und daher sehr schmerzhaft lähmte, mich dadurch recht arbeitsunfähig machte und ich meinen Job deswegen verlor, obwohl ich das Zusammenholen, die Anwesenheit und die Abrechnung der Musiker auch mit einer Hand hätte machen können.
Durch diese Krankheit bin ich erblich belastet und habe meines Wissens auch keine eigenen Kinder, obwohl es an den nötigen Aktionen dafür nicht fehlte, aber die hätten heute mit meinem Krankheitsbild in dieser Welt keine Chance mehr.
So bin ich seit 2001 zwangsweise im Vorruhestand und hab Zeit für meine Hobbys, Musik, Filme, meine Freundin und das Internet.
Mit dem guten Job davor hatte ich mir nicht nur meine Träume umgesetzt, sondern auch meinen Traum als Musiker erfüllt und danach den Traum von einem Beruf in der Musik gelebt, mir viele weite Reisen gegönnt und das wirklich Beste aus meiner Art Leben gemacht.
Mich hat die Musik am Leben gelassen und sie hilft mir noch immer.
Ganz so glatt und sozialistisch wie bei der aktuellen Kanzlerdarstellerin von der FDJ war mein Leben dennoch nicht, denn ich hatte und habe offene Augen und neige daher zum Widerspruch und mein Wort ist etwas wert. Ich wurde schon vor 30 Jahren von Lehrern und anderen Vertretern des Staates dumm angemacht, weil ich Buttons trug, auf denen ich mich gegen die Atomkraft ausgesprochen habe.
Ich muss mich da nicht für Wahlen neu erfinden.
Seit dem 7. Oktober 1977, als ich eigentlich in der Lehre und gerade mal 17 war und eine solche Betätigung, wenn man eine Prügelei mit der Volkspolizei, aus der dann eine politische Demo wurde, so nennen kann, noch ein Risiko bedeutete, war ich auch schon politisch aktiv, was mir eine intensive Begegnung mit dem Gefängnis Rummelsburg bei Berlin und zwei anderen, ähnlich gemütlichen Kerkern der DDR einbrachte.
Ich habe trotzdem mit einem Freund und Klassenkameraden, der heute auch Jahrzehnte älter ist, 1989 die "SPD der DDR" in meinem Berliner Bezirk mitbegründet und das aber 1994 aufgegeben, weil mir die Richtung meiner Partei schon damals nicht gefiel. Damit bin ich mit aktiver Politik auch durch und da ich nach 2000 nach meinem gesundheitlichen GAU zum Glück wieder halbwegs passables Deutsch lernte, schreibe ich auf dieser HP nun gegen schlechte Politik an und meine Besucherzahlen geben mir auch Recht.
Mein Freund verließ die SPD im Jahr 2003 aus denselben Gründen.
Wir haben das Debakel von 2005,wohl schon geahnt, als die SPD zur CDU ins Bett stieg und allen Ernstes einer machtgeilen Agitatorin der FDJ gleich zur Kanzlerschaft(!) im neuen Deutschland und der Handvoll echter Christen in der Westdeutschen CDU zu politischer Schizophrenie verhalf.
2009, als die SPD dafür dann bestraft wurde, blieben wir weiter sehr politische Menschen und haben beide ein ausgefülltes Leben mit vielen guten Erinnerungen an bessere Zeiten, auch in und mit der SPD, die noch eine bessere war. Von meinen Reisefotos sind die Meisten natürlich noch aus meiner Zeit als vollständiger Mensch und das Verfasste, also die Texte vertreten nur meine Meinung und Erfahrungen, die ich in meinem ersten Leben und die ich im zweiten Leben mit einigen sehr seltsamen Gestalten im Internet gemacht habe und ist somit ein Ergebnis meiner vielen Zeit, denn ich habe bis Ende 39 ja ein komplettes Leben gelebt und Erfahrungen gesammelt, die andere mit 70 nicht haben.
Computer und Internet helfen bei dem Teil des Gedächtnis aus, den ich durch den Schlaganfall verloren habe und haben auch inzwischen einige soziale Kontakte beschert, die auch schon über 10 Jahre halten.
Meine Musiker, es sind inzwischen nur noch 14 von den über 60, die es 1984 gab, als ich da anfing, vermissen mich erstaunlicherweise genauso, wie ich sie und nach meinem Weggang wurde in letzter Konsequenz auch mein ganzes Büro geschlossen und es gibt keine festen Mitarbeiter mehr, die meine Arbeit machen.
Gut gespart, möchte man meinen, aber den Musikern fehlt so der ständige Ansprechpartner.
Das hat die Musiker nicht daran gehindert, selbst 10 Jahre nach meinem Ausscheiden eine stolze Summe zu meinem 50. Geburtstag für mich zu sammeln, obwohl sie selbst um ihre Jobs fürchten müssen und eigentlich nichts zu verschenken haben.
Kultur und Marktwirtschaft sind eben auf Dauer nicht kompatibel und es geht mit dem, einst glanzvollen Orchester weiter abwärts und so ist es schon wieder gut, den Niedergang nicht vor Ort erleben zu müssen. Inzwischen ist das einst so stolze Revuetheater auch zu einer besseren Stadthalle verkommen und ist jetzt ebenso konturlos wie eine beliebige Stadthalle. Nur mit größerer Technik, einem zu einer Band geschrumpften Orchester und noch mit einem großen Ballett.
Die einstige Kleine Revue ging ja schon an Pro7 und Thomas Hermans für seinen Quatsch Comedy Club.
Die Zeit vertreibe ich mir im Internet, da andere soziale Kontakte durch fast 20 Jahre Spätvorstellung schlicht verkümmert sind. Immer, wenn ich zu arbeiten begonnen habe, kamen meine Schulfreunde nach Hause. Im Internet hab ich, neben einer ganzen Masse bösartiger Versager, die gerne als Thema meiner Texte enden, aber auch eine Menge netter Leute getroffen, darunter auch den jungen Programmierer und jetzigen Doktoranden Felix, der mir altem Mann, für Internetmaßstäbe gehöre ich schon zu den Toten, diese Homepage hier gebastelt hat.
Ich hab das auch mal selbst versucht und es war eine völlig unansehnlichen Unfall von einer HP. Nun also bin ich dank Felix seit 2002 Besitzer einer echt gelungenen Seite.
Noch einmal ausdrücklichen Dank an ihn.
Der aktuelle Webmaster dieser HP ist seit 2004 Freddy, ein anderer junger Freund, weil es mir selbst einfach an jeder Kenntnis in Sachen PHP fehlt und er diese aus dem Ärmel schüttelt.
Richtig gezählt werden die Zugriffe auf meine Texte auch erst seit Oktober 2004 und da kann sich jeder selbst ausrechnen, wie viele das inzwischen gewesen sind, die auch tatsächlich dem Lesen dienten.
Mehr als meine selbst verbrochenen Texte, die nur meine Meinung und meine Sicht der Dinge wiederspiegeln, gibt es auf dieser, bewusst schlicht gehaltenen Homepage ja ohnehin nicht zu holen, keine Musik, keine Treiber und keine Spiele.
Aber offenbar scheint das zu reichen, denn die Welt liest und schreibt wieder.
Unter anderem auch auf dieser kleinen HP und seit Anfang Oktober 2004, wo die tatsächlichen Zugriffe der verschiedenen Leute auf meine Texte gezählt wurden, so tat man das auf dieser eher unscheinbaren privaten HP allein von Anfang Oktober 2004 bis Anfang Januar 2010, je nach Inhalt und Thema meiner Texte verschieden oft, über 86 000 Mal, was für eine private HP ohne besondere Angebote schon ziemlich beachtlich ist.
Das war nun doch eine ganze Menge Leben und alles auf einer Seite, aber wer lesen kann und lesen möchte, den wird es nicht stören.


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Ronald Schubert
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