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Adrians Rede zur Antikriegsdemo 2003

Adrian ist einer meiner Freunde aus dem Internet, den ich dort als dfg2 kenne, der auch politisch nicht nur zuschaut. Mit dieser Rede feuerte er seine Mitstreiter gegen den Krieg im Irak an. Ich finde das mehr als nur Lobenswert.

"Der 20.03. - der Tag des Kriegsbeginns. Es war ein schwarzer Tag.
Das einzige was wirklichen Mut machte war zu sehen, dass hunderttausende auf die Straße gingen um zu zeigen, dass wir diesen Krieg nicht wollen.

Auch hier in Heidelberg versammelten sich rund 5 000 Demonstranten und als die Demo zu Ende war, blieben sie. Tag und Nacht.

Ich spreche gerade für die Dauermahnwache, hier vor dem Haupttor des Hauptquartiers, wo wir 24 Stunden am Tag seit Kriegsbeginn an die schrecken des Krieges erinnern wollen.

Die Bedingungen hier sind denkbar schlecht - Regen und Frost zählen zu unseren größten Feinden.

Aber auch hier haben wir Lichtblicke. Die Solidarität mit uns ist größer als wir es uns je hätten träumen lassen. Wir werden hier unterstützt mit klaffe, Kuchen, Tee, Wasser und auch mit warmen Mahlzeiten, ohne die es uns unmöglich wäre die Mahnwache am leben zu erhalten.

Und hier möchte ich auch danken, all den Menschen, die uns helfen.
Und ein ganz besonderer dank geht an die Menschen vom Markushaus, die uns wirklich unterstützen, wo immer sie können.

Leider ist das aber wieder nur die gute seilte gewesen. Wir haben auch andere Erfahrungen sammeln müssen.
es gab Amerikaner, die mit uns geredet haben, die sich dazu gesetzt haben, die das recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen wollten.
Das Ergebnis: Zivilmitarbeiter wurden aus ihren Jobs geworfen und dann wurde ihnen angedroht, sie samt Familie in die USA zurückzuschicken.

Soldaten wurden von der Militärpolizei in Gewahrsam genommen, nur weil sie mehr als 3 Worte mit uns gewechselt haben. Und angedroht wird ihnen die ganze Strafenpalette zwischen Degradierung und Militärgefängnis.

In den 397 Stunden hier hat sich auch einiges entwickelt.
Nachdem wir uns anfänglich uns noch vom Ordnungsamt unterdrückt fühlten, werden auch hier Kompromisse gefunden und wir sind froh über die Kooperationsbereitschaft, die sich nach starken Anlaufschwierigkeiten entwickelt hat.

Ich möchte schließen mit einem kleinen Aufruf:

es sind hier inzwischen viele Menschen vorbeigekommen um sich dazu zu setzen.
Wir werden aber weniger. Kommt her, wann immer ihr gerade zeit hat, unterstützt und die Mahnwache aufrecht zu erhalten, bis der Krieg vorbei ist.

Wir brauchen euch, der Frieden braucht euch!"

Anmerkung Ronald Schubert: (Eine solche engagierte Jugend braucht Deutschland!)