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„Hier spricht Edgar Wallace sein Nachbar“

Allein dieser Satz am Anfang sagt schon, worum es geht. Der Kinofilm „der Wixxer“ von und mit Oliver Kalkofe ist im Grunde nichts anderes, als eine gut gemachte Sammlung von Filmzitaten der letzten vier Jahrzehnte, aber diesmal nett von Kalkofe zusammengestellt, nur um zu zeigen, was für ein Mist da so im Kino lief.
Angefangen mit den deutschen „Klassikern“ von Edgar Wallace, bis hin zum „Schweigen der Lämmer“ wird im Film so ziemlich alles veralbert. Die Story selbst ist eigentlich zweitrangig und albern, denn der Film dient in erster Linie dazu, dass die beiden Comedians Bastian Pastewka als Inspektor Long und Oliver Kalkofe als Chefinspektor Even Longer(!) die politisch absolut unkorrekte Sau rauslassen dürfen. Sie tun all das, was sonst in Kino und Fernsehen des neuen Jahrtausends völlig undenkbar ist. Ein Verschnitt des Adolf Hitler als Kammerdiener ist in anderen Filmen genauso undenkbar, wie der Hinweis auf die Existenz einer Tamponfabrik. Es gab oder gibt zwar Beides, aber es wird verschämt verschwiegen. Touristen aus Ostdeutschland(!) bekommen genauso ihr Fett weg, wie, die Schwarzwaldklinik, Roland Koch, Dieter Bohlen und die Castings von Girlgroups, die ein schmieriger Earl of Cockwood (Thomas Fritsch) im Keller seines Schlosses macht, um diese Girlgroups dann, der Teufel weiß wohin, zu exportieren. Ob das nun wirklich „die beste deutsche Komödie seit Jahren“ ist, wie die Presse jubelt, vermag ich weder zu bestätigen, noch zu verneinen, da ich mir sowas generell nicht antue. Wer nun der Wixxer ist, der sämtliche Edgar Wallace Figuren dezimiert, ist eigentlich völlig egal und auch sehr durchschaubar, denn Pastewka, Kalkofe und anderer Prominenz bis hin zum Millionärmacher Günter Jauch zeigen ziemlich überzeugend, wie lustig es sein muss, einen verrückten Film zu drehen. Als Abwechslung nach diesen nervigen christlichen Doppelsonntagen, wo auch der Montag ein Feiertag mit allen Auswirkungen eines verrammelten Sonntags ist, kommt so ein Film schon ziemlich gelegen. Zumal, wenn ich ihn aus dem Internet und mir das Geld für einen Kinobesuch beim Weltzerstörer Emmerich aufgespart habe.