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25 Jahre AIDS

aids

Eigentlich überhaupt kein Termin zum feiern, aber dennoch einer zum Nachdenken. AIDS gibt es in Afrika und sicher auch in Asien sehr viel länger, aber es war 1981, als AIDS das erste Mal das erreichte, was man unter der modernen Zivilisation versteht. Auf ZDF.de erfuhr er eine makabere Würdigung:



Am 5. Juni 1981 verfasste der US-Wissenschaftler Michael Gottlieb von der Universität von Kalifornien den ersten Artikel über das HIV-Virus im "Morbidity and Mortality Report". Somit ist der gefährliche AIDS-Erreger 25 Jahre alt geworden.


Es war Ende 1981, glaube ich, als in der Tagesschau die Nachricht kam, dass es in den USA einen neue Geschlechtskrankheit geben würde, die aber hauptsächlich homosexuelle Männer befallen würde und ziemlich tödlich sei. Konservative Medien gaben sich auch die größte Mühe, diese Krankheit als „Schwulenseuche“ einzugrenzen und zu verharmlosen. Man sprach damals von amerikanischen GIs, die sich diese Krankheit in Asien und Afrika geholt und nach Amerika eingeschleppt haben sollen. Die erste Blutprobe, die nachgewiesenermaßen HIV enthält, wurde 1959 im Kongo genommen.
Weitere Proben stammen von einem US-Amerikaner (1969) und einem norwegischem Matrosen (1976). So gesehen, ist AIDS sogar noch älter, aber so richtig gefährlich wurde es erst Anfang der Achtziger. 1981 wurde erstmals eine Häufung seltener und oft tödlich verlaufender Infektionen bei zuvor gesunden homosexuellen Männern in den USA beschrieben und 1983 der erste Fall eines HIV-Toten gab es in der damaligen BRD, also in Westdeutschland.
HIV nannte man den Virus, mit dem die tödliche Krankheit beim Austausch von Körperflüssigkeiten bei den Menschen übertragen wurde und so wurde ab 1985, als der prominente Schauspieler Rock Hudson in Amerika an den Folgen von AIDS starb und es immer mehr Tote gab, zumindest in der BRD, der Gummi, also das Kondom zu einer mehr oder weniger lästigen Pflicht. Im Osten allerdings wurde nur der HWG etwas eingeschränkt, wie Medizin und Polizei den häufigen Wechsel der Geschlechtspartner ziemlich unromantisch abkürzten.
Man war ja mit Anfang, Mitte 20 noch jung und das Leben nach eigenem Ermessen kurz, da war man es sich selbst verpflichtet, alles nur Greifbare noch mitzunehmen. Anfang der Achtziger war ich mit einer Band unterwegs und hatte sogar so etwas, wie eigene Groupies. Danach, als Chef eines Jugendclubs und auch später im Theater hatte ich so feste Freundinnen, dass ich zumindest wusste, sie schlafen mit keinem anderen und ich keine Gummis brauchte. Außerdem hoffte man damals noch auf ein schnelles Medikament aus der medizinischen Forschung.
Gegen jede andere Geschlechtskrankheit hatte man ja auch etwas gefunden. Nur das HIV war gegen alles resistent. Wir im Osten waren naiv genug, die Bedrohung durch AIDS nicht ernst zu nehmen und machten weiter wie zuvor. Die Einzelheiten spare ich mir besser. AIDS gab es ja nur im Westen und der war ja hinter einer Mauer, einer undurchdringlichen Grenze, zu hemmungslos dämlich waren wir. Außerdem trat es ja nur bei Homosexuellen auf, so unser Irrglaube.
Es starben ja auch immer nur Homosexuelle, wie Rock Hudson 1985 oder Freddy Mercury 1991. Aber nicht nur wir im Osten waren unvorsichtig.
So lernte ich 1990 in Westberlin eine junge und hübsche Akademikerin kennen, mit der ich nach einer angemessenen Wartezeit 1995 das Bett teilte, denn eilig hatte ich es noch nie gehabt und die wollte doch tatsächlich nicht, das ich ein Kondom benutze.
Sie war eine gebildete Frau und musste es ja wissen und so war ihr Wunsch mir ein Befehl.
Das der HIV Virus, der Auslöser für AIDS über diverse Transfusionen auch schon den Weg zu den Heterosexuellen gefunden hat, war uns im Eifer des Gefechts dann auch völlig egal. Wir bauten ja auch seit 1981 auf die Wissenschaft und das diese ein Mittel zur Heilung und zur Vorbeuge finden würde. Nur hat sich diese Wissenschaft recht heftig verzettelt, Marsroboter erfunden, Mikrowellen mit Internetanschluss und glänzte erst vor kurzem damit, dass sie harmlose Kometen im Weltraum zerschießen durften, wie ein Kind in einem Videospiel, aber beim Thema AIDS treten die Wissenschaftler auf der Stelle und das ist der Stand von 1995 und das bedeutete nur, das man den Ausbruch der Krankheit und Aidstod hinauszögern konnte, die Qual verlängern, aber nichts verhindern. Nachdem nun AIDS mittlerweile dabei ist, ganze Völker auf den Kontinenten Asien und Afrika auszurotten, sollte die Forschung für ein Gegenmittel dann auch Priorität haben!
Als vollwertiger und voll funktionierender Mann in dieser Hinsicht bin ich ja schon über fünf Jahre aus dem Rennen, weil keine Frau einen Krüppel wie mich im Bett haben will und da und ich bin froh, die Zeit vor AIDS erlebt und voll ausgekostet zu haben, denn wenn es mit der Forschung weiter so lahmt, werde ich die Zeit nach AIDS, oder zumindest die Zeit mit einem Heilmittel ohnehin nicht mehr erleben.

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