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8 Mile

Seit es den Tonfilm gibt, gibt es auch Musikfilme. In jeder Zeit und in jedem Land. Angefangen hat es mit den Filmen über klassische Musik, wie den Kaiserwalzer im Deutschland von 1933, bis hin zu 8 Mile“ von 2000, dem sogar Oscarprämierten Werk des so genannten „Skandalrappers“ Eminem, der gerade auf Premiere anlief, welches ich mir in einem Anfall von Wahnsinn 1999 zugelegt hatte. Aber darüber später mal mehr. Das einzig skandalöse, was ich an Eminem und seiner, für meine Ohren sehr zweifelhaften Art Musik, erkennen kann, ist das Gewese, welches darum gemacht wird. Es ist ja auch die Musik der Jugend von heute und die muss ich genauso wenig verstehen, wie meine Eltern meine Musik verstanden haben. Zumal es dort um Rap geht und den begreife ich sowieso nicht. Im Film „About a Boy“ mit Hugh Grant von 2002 gibt es eine politisch sehr unkorrekte, aber ziemlich treffende Definition darüber, was Rap eigentlich ist. Da sagt ein 12jähriger (!) „…Rap ist meistens von Schwarzen und die sind meistens auf irgendwas wütend, aber manchmal wollen die einfach nur Sex haben…“. Ich empfinde das als eine sehr gelungene Definition von Rap. Nun hat Eminem in „8 Mile“ eher weniger Sex, ist aber recht wütend, wenn er auf der Bühne herumstakst und da seine farbige Konkurrenz mit Rotunterlaufenen Augen anbrüllt. Die brüllen dann zurück, das Publikum im Saal rastet dazu aus und das Ganze nennt man dann recht mutig auch noch Konzert. Wäre ich jetzt 20 oder 30 Jahre jünger, würde ich das sicher ähnlich empfinden, aber ich bin es nun mal nicht und habe sogar so etwas wie eine musikalische Laufbahn sehr weit hinter mir. Wütendes Geschrei auf der Bühne ist bei mir nichts anderes, als eben nur wütendes Geschrei. Instrumente spielen beim Rap eine eher untergeordnete Rolle und der musikalische Hintergrund des Geschreis wird durch das Zerkratzen von Venylplatten, was für mich und an sich schon ein Verbrechen ist. Die Handlung in 8 Mile ist eher simpel und dient eigentlich nur dazu, die Lücken zwischen den einzelnen Parts mit Geschrei zu überbrücken. Ein weißer Junge möchte sich in Sachen Rap mit den Schwarzen messen und ist am Ende und nach vielem Stress ganz selbstverständlich auch ein Meister des Rap. Ganz wie bei Elvis Presley, der ja Anfang der Sechziger auch haufenweise inhaltlich sehr dürre Filme um seine Songs gedreht hatte, aber damit hauptsächlich nur seine weiblichen Fans begeistern konnte. Richtig gute Filme mit einer Handlung, die diesen Namen auch verdiente, machten erst die Beatles mit Richard Lester. Sie machten solche Dauerbrenner, wie „A Hard Days Night“, „Help“ und „Yellow Submarine“. Sicher nichts für den Oscar, aber dafür zeitlos und unterhaltend. Eminem sollte es beim Singen belassen. Für Filme gibt es Schauspieler, die das meistens sogar können.