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ABM für deutsche Komödianten






Als Otto Waalkes 1985 seinen ersten Film mit dem verwirrenden Namen „Otto – der Film“ in die Kinos brachte, war das Thema als Film noch neu und das in dieser Hinsicht damals noch völlig unterversorgte Publikum entsprechend begeistert.
Auch wenn der Film eigentlich nur eine Ansammlung steinalter Gags von Otto war, so war diese Idee damals wenigstens neu. Der zweite Otto Film war dann schon etwas zäher und mit „Otto der Liebesfilm“ war eigentlich die Nummer verbraucht.
Es kam noch ein „Otto der Katastrofenfilm“ von 2000 wurde einem nur noch schmerzhaft bewusst gemacht, wie sehr die deutschen Politiker mit der deutschen Sprache schluderten, wo sie auch für den letzten Idioten das letzte gebräuchliche Fremdwort der deutschen Sprache möglichst griffig gestalten wollten, aber das nur am Rande.
2004 hielt es Otto für eine zündende Idee, wenn er die Märchen der Gebrüder Grimm mal mit deutschen Komödianten in den Hauptrollen verfilmt und da zuerst Schneewittchen und nannte den Film dann auch zum besseren Verständnis „7 Zwerge - Männer allein im Wald“.
An sich ja kein schlechter Gedanke, wenn man die Komödianten nur mal machen lassen würde und sie ihr eigenes Potential ausschöpfen könnten. Nun sind aber die komödiantischen Talente bei allen Beteiligten gleich gut ausgeprägt und so schrieb dann wieder Otto Text und Handlung.
Bei manchen Komödianten sogar das ein Gewinn, denn Martin Schneider z.B. walzte seinen breiten Dialekt bis hin zum vulgären Sprachfehler aus und das ist nach 10 Sätzen alles andere als lustig. Rüdiger Hoffmann wurde als Spiegel der bösen Schwiegermutter, eine Rolle, in der die Sängerin Nina Hagen auch gleich den letzten Rest des einstigen Ruhms entsorgen konnte, mit seinen markanten Begrüßungsworten „Hallo erstmal“ eingesetzt und das wars dann auch schon fast mit ihm.
Selbst eine an sich so lustige und schräge Type wie ein Mirco Nontschew kommt in diesem Film inhaltlich über den Wert eines Blah nicht hinaus. Die Einzige, die in diesem seltsamen Film wirklich gut kommt, ist Cosma Shiva Hagen, die Tochter von Nina Hagen, die als verfolgtes Schneewittchen fungiert, sich aber mit gerade diesem Film als Start ihrer Karriere sicherlich keinen großen Gefallen getan hat.
Für ihre Mutter, Nina Hagen, die ja bei einer Castingshow auf dem Privatsender Pro7 als Jurorin erfolgreich am Rest des Rufes als ernstzunehmende Sängerin sägt, ist dieser Film nur ein weiterer Schritt auf dem Weg in die völlige Bedeutungslosigkeit.
Aber die Frau ist ziemlich sichtbare 51 und sollte in der Lage sein, über sich selbst zu befinden. Der Film selbst ist auch durch einen recht gelungene auftritt von Helge Schneider als Waldschrat nicht zu retten. Es soll ein „Filmspass für die ganze Familie“ sein, aber ich wäre jede Familie recht unspaßig los gewesen, hätte ich sie dafür ins Kino gezerrt. Nachdem das deutsche Kino mit „Der Untergang“ gezeigt hat, zu welchen Höhen es fähig ist, war nun mit „7 Zwerge - Männer allein im Wald“ der letzte Beweis für einen Tiefpunkt erbracht.
Es ist eben nicht witzig, wenn sich die Handlung dann nur noch auf erigierte Zipfelmützen und erwachsene Männer beschränkt, die mit Holzbrettern aufeinander eindreschen. Ich habe zum Glück kein extra Geld dafür ausgeben müssen, denn dieser Mist lief auf Premiere und hat sich satte 2/10 auf meiner persönlichen Wertung verdient und die auch nur wegen einiger lichten Momente mit Helge Schneider und Hans Werner Olm. Ansonsten ist der Film nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für untergebuchte Komödianten, den man sich gerne schenken kann, aber von dem trotzdem schon eine Fortsetzung gedreht wurde, was ja für die Brüder Grimm auch eher unüblich ist.



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