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Abgang eines Schnorrers

Wulfferine

Wie auch bei allen anderen politischen Angelegenheiten hat Merkel bei ihren Personalien kein allzu glückliches Händchen bewiesen.
Nachdem Mitte 2010 schon der von ihr ins Amt gedrückte Bundespräsident Horst Köhler entnervt sein Amt hingeworfen hatte, hatte Merkel gleich den ehemaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff als neuen Bundespräsidenten in einer unwürdigen Prozedur gegen den Bürgerrechtler Gauck durchgeprügelt. Keine zwei Jahre später musste nun Wulff zurücktreten, weil die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermitteln will und Aufhebung der Immunität verlangte. Grund dafür war sein ziemlich entspanntes Verhältnis zu Geld und Moral.
Begonnen hat die Affäre diese einzigartige und bisher so auch einmalige um einen amtierenden Bundespräsidenten damit, dass Wulff, der als Bundespräsident nicht unbedingt zu den Geringverdienern gehörte, sich viel Geld für ein potthässliches Haus, das bei mir nicht mal als Fahrradschuppen durchgehen würde, von einem befreundeten Unternehmer geliehen hat. Nun ist schlechter Geschmack nicht strafbar, aber ein dubioses Finanzgebaren als gut bezahlter Politiker, der auch noch Vorbild sein soll, schon. Ein paar erstaunlich interessierte Medien ließen nicht locker und so kam noch mehr zweifelhaftes Verhalten von Wulff ans Licht.
Wie eine römische Kurtisane hat er sein Privatleben praktisch vollständig von reichen Industriellen finanzieren lassen. Alles für sich nicht strafbar, aber Vorteilsannahme, Falschaussage sowie Behinderung der Pressefreiheit sind es schon. Damit festigt sich das Bild, das im Volk von dieser Regierung vorhält und immer wieder bestätigt wird. Es ist einfach nur eine vulgäre kriminelle Vereinigung. Nach Westerwelle, Guttenberg nun auch noch Wulff, sind Merkel nun lauter Helden der Arbeit moralisch abhanden gekommen.
Merkel selbst lässt das eher kalt, denn so, wie die Sterne der anderen sinken, ist ihr Stern am steigen. Machtgier und schlechte Politik allein sind in diesem Land ja nicht strafbar und so ist ihre Weste immer weiß. Merkel hat sich demonstrativ immer hinter Wulff gestellt, aber eben nie vor ihn. Inzwischen hat der Name Wulff von Kabarettisten auch eine neue Bedeutung erfahren und wird nun mit „Weltweit umsonst logieren für Freunde“ übersetzt. Je mehr Verfehlungen von den Medien ans Licht geholt wurde, umso hartnäckiger wurden sie bestritten. Es soll Grabschänder geben, die integerer und glaubwürdiger sind als dieser, nun ehemalige Bundespräsident, der sich mit weinerlicher Stimme quasi als Opfer von seinem Amt trennte.
Bei Licht betrachtet gibt es nun eigentlich nur einen Schnorrer weniger in der Politik und anders als Merkel sehe ich da keinen Grund für verstärktes Bedauern. Bevor sich die Parteien ins Blaue und Braune spekulieren, sollte man dieses nutzlose Amt einfach abschaffen!




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