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Al Parco

Bineschubi
Das ist nicht etwa der Name eines italienischen Fußballspielers, auf den die deutsche Mannschaft am bei ihrem Spiel gegen Italien besonders achten sollte, sondern das ist einer der vielen Namen der Pizzeria, über der ich nun schon seit acht Jahren wohne und trotzdem sehr gerne gesehen bin, obwohl ich eher nicht zu den leisen Mietern des Hauses gehöre.
Da meine Freundin Bine für gewöhnlich mit Asthma und diversen Allergien zu kämpfen hatte, was meine Haustiere, die Katzen, angeht und für mich schwer erreichbar, im fünften Stock wohnt, schien mir der Ort also für ein, quasi neutrales Treffen, geeignet, zumal meine Anreise durch den Fahrstuhl erfolgte und damit gesichert war. Sie sagte begeistert zu, obwohl sie sich in einer ziemlich irren Aktion bei der Renovierung eines Zimmers den kleinen Zeh gebrochen hatte.
Da wir beide einander aber irgendwie brauchen, sagte sie begeistert zu, als ich ihr ein Essen in dieser Pizzeria vorschlug. Via Handy von ihr geordert, ging ich pünktlich zum Fahrstuhl, um den günstigen 20:30 Uhr Fahrstuhl aus dem 400. Stock zu bekommen, der mich pünktlich genug im Erdgeschoß absetzte. So war ich wirklich früh genug vor ihr im Restaurant und konnte schon die Getränke ordern. Als sie dann, immer noch leichtfüßig und im Gegensatz zu mir, grazil angehumpelt kam, war die Freude entsprechend groß und wir lagen uns in den Armen, denn wir haben einander wirklich gefehlt. Da wir den Gastraum einer Pizzeria für etwas öffentlicher hielten, als eine Schwimmhalle verzichteten wir auf Sex zur Begrüßung und beließen es bei etwas wilder Fummelei. Bei und nach dem Essen unterhielten wir uns über Tochter und Schwiegersohn und wie gut die Beiden zusammenpassen würden und, mit Bine kann man das machen, auch über die WM und somit über Fußball. Sie wusste noch nichts von der abenteuerlichen Entscheidung der FIFA, was die Sperrung des deutschen Fußballers Torsten Frings nach dem Spiel gegen Argentinien und so konnte ich mit meinem Wissen prahlen. Bei dem folgenden, ziemlich üppigen Essen verfielen wir in Erinnerungen an dem vergangenen Urlaub in Ägypten und den kommenden auf dem Mittelmeer.
Was dann kam, war für Bine eine völlige Premiere, denn sie ließ ihre Leiden für eine halbe Stunde vor der Tür und kam hoch und ging mit mir unter die Dusche, ganz wie in Ägypten, aber unter gesundheitlich erschwerten Bedingungen für sie. Jede Bewegung und jeder Handgriff für sie eigentlich eine Zumutung, aber für mich hat sie sich überwunden. Alles Zeichen einer selbstlosen Zuneigung, wie sie nur die Alten, oder besser nur wir beide sie kennen, denn sehr viele Leute im gleichen Alter entwickeln eher ihre Meisterschaft darin, sich gegenseitig anzukotzen. Das allerdings überlassen wir lieber den ewig unzufriedenen Deutschen, die es erstaunlicherweise selbst im deutschen Paradies der Frau Merkel noch gibt. Man erkennt sie daran, dass sie zwischen 20 und 30 sind und ihre Unzufriedenheit gerne ins Internet kotzen. Dagegen hilft nur echte Zuneigung und ein Besuch im Al Parco.

Wer dazu eine Meinung hat und die unbedingt auch loswerden will, der klickt bitte Hier!