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Anatomie eines Bankraubs

Inside Man

Nachdem wegen einer akuten Trockenheit des Wassers mein geplantes Schwimmtraining am Sonntag buchstäblich ins leere Becken fiel, wurde aus dem Trainings ein Kinotag und ich konnte mir mit Bine nun endlich „Inside Man“ mit Denzel Washington geben.
Der Film beginnt so spannend und rätselhaft, wie er auch bis zum Ende weitergeht. Erst sitzt Clive Owen als ein namenloser Gangster im Gefängnis in einem Raum von der komfortablen Größe einer Telefonzelle direkt vor der Kamera und erzählt dem Publikum in sehr knappen Worten, was er so vorhat, wenn er da rauskommt.
Einen Banküberfall.
Was dem Zuschauer dann aber geboten wird, ist nicht die übliche Ballerei im Schalterraum einer Bank, sondern ein Hightech-Überfall in einer Hightech-Bank, die gesichert ist, wie Fort Knox.
Bis dahin schon mal Kino vom Feinsten.
Regisseur Spike Lee hat sich hochkarätige Schauspieler für den Film zusammen geholt. Außer Clive Owen als charismatischem Gangster noch Denzel Washington als leicht überforderter Detective Frazier, Willem Dafoe als Chef einer Task Force, noch Jodie Foster, die als geheimnisvolle Frau als dubiose Vermittlerin fungiert und ganz nebenbei für den suspekten Bankchef Arthur Case (Christopher Plummer) seltsam anmutende und gut bezahlte Aufträge erledigen soll, die aber sehr viel später einen ziemlich einleuchtenden Sinn ergeben. So kommt Detective Frazier eher zufällig und widerwillig an diesen Fall, denn er hat eigene Probleme, die sogar seine Karriere als Polizist gefährden könnten.
In den Dialogen scheint nie etwas wirklich ernst gemeint, aber durch sie lebt die Spannung dieses Films. Vor allem das Kopfduell zwischen Clive Owen und Denzel Washington ist grandios und hält so bis zum Ende durch. Nach ca 15 Minuten erfährt der Film eine so inhaltliche Wende, dass sich die Spannung sogar noch steigert, denn nichts ist das, was es zu sein scheint.
Auch der Film ist mehr als nur ein besser gemachter Krimi, denn er berührt am Ende auch die Tiefen und die dunklen Geheimnisse der amerikanischen Geschäftswelt und dabei machen gerade Jodie Foster und Christopher Plummer eine ziemlich überzeugende Figur.
Ich war nur einmal kurz draußen bei diesem Film und damit beinahe auch aus der Handlung. So kann ich diesen Film nur jedem ans Herz legen, der sich knapp zwei Stunden mit gelungener Spannung unterhalten lassen will. Auch meine Freundin hat sich sehr gut unterhalten und damit wir beide die pleite mit Ice Age 2 auch schon wieder verdaut und wir haben für Mai auch schon neue Pläne, was das Kino angeht.

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