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Angriff der Spießer

Im Jahr 1988 meinte die ARD, das man den Privaten doch endlich was entgegensetzen müsste, was auch ein Publikum ohne großen Anspruch vor dem Fernseher und auch beim Programm halten würde. Man stieg in den Keller des öffentlich/rechtlichen Stumpfsinns und der Berg kreißte und gebar die Maus „Lindenstraße“.
In einer fiktiven Münchner Strasse lebte fortan jeden Sonntag das, was die Macher der ARD unter ganz normalen Deutsche verstanden. Die Rechnung ging auf und seit dem gibt es Millionen Deutsche, die man Sonntags zwischen 18:40 Uhr und 1905 Uhr nicht mehr anrufen darf. Meine Mutter gehört bedauerlicherweise dazu. Erdebeben, Vulkanausbrüche und Weltkriege sind ihr absolut gleichgültig, sollten sie in dieser Zeit passieren. In diese Serie wurde alles hineingestopft, was es an menschlicher Unzulänglichkeit gibt.
Es gibt Ehebrecher, Homosexuelle und, die ARD ist ja tapfer, Es gibt sogar Nazis in jeder Form. Richtig echte und alte und natürlich auch die neue, zeitgemäße Form der Neonazis. Es wird geliebt, gelebt und gestorben und gelegentlich verschwindet auch schon mal ein Kind. Eigentlich ist jede Zutat bei, aber was beim Zusammenrühren dann rauskommt, ist in etwa so unterhaltsam, wie der Gruppenbesuchs eines Dixieklos auf der A9. das zumindest ist immer mein Eindruck, wenn ich da versehentlich reinzappe.
Es werden da arbeitsame Ausländer genauso verheizt, wie auch schon wir "Ossis". In Zeiten großer Ereignisse, wie Bundestags und anderen Wahlen, wird mal flink am Drehbuch gewerkelt und dann fließt das mit ein. Kaum zu glauben, aber diese Anhäufung von oberflächlichen Unwichtigkeiten hat ihre Fans und sogar Nachahmer.
Die Privaten senden Ähnliches sogar täglich und die Fans sind militant. Meine Mutter würde mit Mordgedanken schwanger gehen, wenn sie das hier liest. Sie zerpflückt mein Programmheft, nur um nachzulesen, das auch nächsten Sonntag in ihrer Lindenstraße wieder nichts passiert. Nur will ich der alten Frau ihren Mist ja nicht völlig madig machen, denn ich werde bei den Stones ja auch leicht zickig und sie bohrt da nicht weiter.
Trotzdem wurde mit der Lindenstraße 1988 etwas Künstliches kultiviert, was 2003 mit Deutschland sucht den Superstar und „Starsearch“ seine bisher traurigsten Höhepunkte fand!