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Das Streben nach Glück

Eine, etwas hart klingende Überschrift zu diesem Film, aber es war genau der Eindruck, der mich dabei bewegte.
Derzeit, also seit 2007, schießen Filme der Marke "Based on a True Story" ja wie Raubkopierer mit der Kamera ins Kino. Also Filme, die nach einem realen Hintergrund gedreht wurden. Ein, meiner Meinung nach, recht übles Werk dieser Sorte Film ist das (Mach) werk „Das Streben nach Glück“ mit dem eigentlich recht begabten Will Smith in der Hauptrolle.
Er stellt den Vertreter für sehe sperrige und sehr unnötige Knochendichtemessmaschinen Chris Gardner dar, der in den achtziger Jahren des Ronald Reagan auf eine sehr kriechende Art Karriere gemacht haben soll. Will Smith, der ja schon in der Schmonzette *Hitch der Date Doktor* nicht sonderlich geglänzt hat, ist mit der Darstellung des Chris Gardner nicht sehr gut beraten gewesen, denn es mag ja sein, das Smith seine Palette dessen, was er darstellen kann, mal so zeigen wollte, aber für cineastisch simple Leute wie mich ist das auf Dauer einfach nur langweilig.
Wenn es unter Reagan noch geklappt haben mag, durch unterwürfiges Schleimen und Kriechen einen gut bezahlten Job zu bekommen, so ist das im Amerika des George Bush, denn noch regiert der ja, schlichte Fantasy. Würde heute ein Farbiger sich der Limousine eines Millionärs so nähern würde, wie Chris Gardner zu seiner Zeit, würde er von den Leibwächtern erstmal über den Haufen geschossen werden, bevor er den Millionär mit Fragen zu dessen persönlicher Laufbahn belästigen kann.
Nur im Film klappt das noch und Will Smith als Chris Gardner schleimt nicht nur nach Kräften recht widerlich, sondern verlässt sogar seine Frau, wird obdachlos und schleppt seinen Sohn Christopher, im Film von Smiths realem Sohn Jaden Smith dargestellt nicht nur zum Übernachten auf die Straße, auf Bahnhöfe und sogar in zweifelhafte Hotels für Obdachlose, während er selbst ein unbezahltes (!) Praktikum macht und nebenbei zur Schule geht.
Das Ende ist absehbar und historisch belegt, denn Chris Gardner bekommt natürlich den begehrten Job als Investmentbanker. Ich habe dieses Werk nur auf Premiere gesehen, war sauer über die vergeudete Zeit und auf Will Smith, der mich mit seinen Schmonzetten langsam etwas nervt.
Der Film kommt bei mir nur auf magere 4/10 und die 4 gibt es bei mir auch nur für Jaden Smith, der seinen berühmten Vater durch seine Natürlichkeit auch schon mal an die Wand spielt. Der devote Familienvater Will Smith geht mir einfach auf den Kranz, ich hätte gerne den Actionhelden Will Smith zurück, der sich bei Bedarf auch mit Aliens prügeln kann und diese Lobhudelei auf den American Way of Life geht mir ganz besonders vorbei, schon weil ihr jeder aktuelle Bezug fehlt.
Menschen, die ihre Ziele im Leben nur im devoten Kriechgang erreichen, widerstreben völlig meiner Natur. Auch als Film. Will Smith, den kriechenden Softie will ich für meinen Teil nicht sehen, ich mochte den unterhaltsamen Will Smith.
Dem Thema Arbeitslosigkeit ist auch im Film nicht mit devoter Unterwürfigkeit nicht zu begegnen. Softe Frauenversteher im beruflichen Kriechgang, kein Wunder, dass Männer und Frauen heute das Internet und Speed Datings brauchen, um zueinander zu finden. Dem Thema Arbeitslosigkeit ist auch im Film nicht mit devoter Unterwürfigkeit nicht zu begegnen, zumal ja heute die Arbeit der Globalisierung zum Opfer fällt, die es so 1980 noch gar nicht gab.



Das es mit „Based On A True Story“ auch ganz anders geht, beweist Hilary Swank 2007 in einem ganz anders gearteten Film, der auch realen Hintergrund hat.


Freedom Writers

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Da spielt sie die engagierte Lehrerin Erin Gruwell, die ausgerechnet nach den Rassenunruhen 1992 ganz neue Lehrmethoden in einer Klasse mit Latinos, Asiaten und Schwarzen ausprobieren wollte. Wo Chris Gardner aus reinem Eigennutz agierte, wollte Gruwell für andere, völlig Fremde etwas besser machen und arbeitet mit Themen aus dem Alltag der Schüler, wie Schießereien und Bandenkriege. Sie bekam die sich sträubenden Schüler ganz einfach mit Fragen über deren Musik. Ein Mittel, was wohl zu jeder Zeit wirkt.
„Ich will nur 18 werden“ ist eine der beklemmenden Aussagen dieser Schüler. Gruwell geht über deren Musik auf die Schüler ein und findet so einen Weg, überhaupt Gehör zu finden, erklärt ihnen die Nazis auch als militante und mörderische Gang, den Holocaust und bringt ihnen tatsächlich etwas bei.
Hilary Swank spielt ihre Rolle ziemlich echt, authentisch und mit viel Gefühl. Manchmal ist dass auch genau das Manko des Films, denn er drückt zeitweise recht heftig auf die Emotion, aber nach dem Grundkurs für Schleimer mit Will Smith, der eigentlich nur anödet, fällt das eher positiv auf. Miss G, wie Gruwell bald respektvoll von ihren Schülern genannt wird, bringt denen nicht nur Schreiben und Lesen bei, sondern macht sie auch mit Holocaust und dem Schicksal der Anne Frank vertraut, in der die Schüler ihre eigene rassistische Unterdrückung wieder erkennen. Aber nicht nur mit den Schülern hat sie zu kämpfen, sondern auch mit Lehrerkollegen. „Integration ist eine Lüge“, ein Satz, wie er aus dem Mund des Liebreizes kommen könnte, der derzeit die deutschen Kanzlerin darstellt, ist da die gängige Meinung der Kollegen von Gruwell.
Miss G ist sehr eifrig bei der Sache, um nicht zu sagen, übereifrig, denn sie rührt Dinge ein, die so nur in Amerika möglich sind. Da die Schüler sich mit der verfolgten Jüdin Anne Frank identifizieren, aber sonst nicht viel über den Holocaust und die Verfolgung der Juden im dritten Reich wissen, geht sie mit ihnen in das Simon Wiesenthal Center und lädt auch noch die Holländerin Miep Gies ein, die damals Anne Frank versteckt hatte ein, damit ihre Schüler sie befragen können. Im Angesicht der Geschichte von Anne Frank bekommen die Schüler ein neues Verhältnis zu ihrem Erlebten im Ghetto und so beschließen sie, darüber zu schreiben, das ist dann auch das Ende des Films und es gibt dieses Buch „Freedom Writers: Wie eine junge Lehrerin und 150 gefährdete Jugendliche sich und ihre Umwelt durch Schreiben verändert haben.“ tatsächlich. Ich werde es nicht lesen, denn ich weiß aus dem Film genug. Der bekommt von mir 7/10, denn manchmal ersäuft er in Idealismus und man muss sich schon auf Gefühle einlassen, wenn man ihn sieht. Dafür spielt Hilary Swank fast so überzeugend, wie ihre namenlosen jungen Schüler.




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