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Atomausstieg

Nachdem ein Supergau im Kernkraftwerk im ukrainischen Tschernobyl im April 1986 sogar deutsches Obst und Gemüse so verstrahlt hatte, dass sogar die sonst eher träge die Regierung Kohl in nackte Panik verfiel und der Umweltminister Walter Wallmann sogar davor warnte, im Wald auch nur einen Pilz zu pflücken und für den Verzehr mitzunehmen, beschloss zumindest die SPD im August 1986 den völligen Atomausstieg Im Jahr 2000 gab es eine entsprechende Vereinbarung von Rot/Grün:



Im Januar 2000 einigte sich die Regierungskoalition auf eine Gesamtlaufzeit der Reaktoren von 30 Kalenderjahren. Dieses Angebot wurde am 29.1. umgehend von dem Vorstandssprecher der Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW), Manfred Timm, abgelehnt. 35 Jahre müssten es schon sein. Dies sei bereits ein Zugeständnis. Ein Monat später fordern die Vertreter der Atomwirtschaft mindestens 35 Volllastjahre. Angeblich entspräche dies 42 Kalenderjahren Betriebszeit. Da die Gesamtarbeitsverfügbarkeit (s.o.) aller noch laufenden Kernkraftwerke seit Betriebsbeginn sowohl anlegen-gemittelt als auch strommengen-gemittelt 77,1% bzw. 77,3% beträgt, entsprächen 35 Volllastjahre jedoch 45 Kalenderjahren. Die Einrechnung des Ausfalls der Reaktoren in die Gesamtlaufzeit hätte außerdem zur Folge, daß die unsichersten Reaktoren mit den längsten und häufigsten Abschaltungen am längsten am Netz bleiben dürften!


Nun sind 20 Jahre vorbei, das Gedächtnis des Volkes kurz und eine Kanzlerin Merkel, die es als Physikerin eigentlich besser wissen müsste, bejubelt den Atomstrom genauso, wie er in der DDR noch bejubelt wurde. Nur damals kam das alles vom großen Bruder, der Sowjetunion und heute geht es um die, ohnehin schon fetten Gewinne der westdeutschen Stromlieferanten und nicht um große Waffenbrüder, die ihren Strom loswerden wollten. Man benötigt keinen Doktor in Physik, um sich über die Folgen dieses Jubels klar zu werden, denn jedes Kind, dass damals zu jung war oder in der informativ unterentwickelten DDR lebte, kann heute im Internet nachlesen, wie lange die Halbwertzeit von radioaktiven Müll so dauern kann und je nach Art der Strahlung, liegt es sehr im Bereich des Möglichen, dass es mit , bis zu 24.000.000 Jahre, dann doch einen Tick länger als die Amtszeit von Frau Merkel dauern könnte, bis die Strahlung sich gelegt hat. Der Bau eines AKW dauert bis zu 18 Jahren und danach ist dieses AKW eigentlich nur eine Lizenz zum Gelddrucken und so schlecht kann es der deutschen Energiewirtschaft dann ja doch nicht gehen, wenn sie sich tagelange Stromausfälle, wie im Münsterland leisten kann. Solange der vorhandene Strom noch nicht stabil und anständig geliefert werden kann, benötigt Deutschland einfach keine neuen AKWs. Denn der geplagte Verbraucher, der seinen Strom aus der eigenen Tasche zahlen muss, weiß auch um die Regeln der Marktwirtschaft und ihm ist völlig klar, dass mehr Atomstrom auf keinen Fall auch billigere Energie bedeutet. Eher im Gegenteil. Die Konzerne werden Gründe finden, um auch den billigsten Atomstrom so richtig teuer zu machen.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!