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Aus einer anderen Welt

Die Gier und der Teufel hatten mich geritten, als ich bei Amazon mir die DVD „Synchronicity“, einem Konzert von The Police 1983 in Atlanta geholt habe, aber es wurde zu einer erfreulichen Reise in eine andere Zeit und eine ziemlich andere Welt. 1983 stand zwar die Mauer noch ziemlich stabil in der Gegend herum, der Sozialismus röchelte schon etwas, aber die Musik war damals einfach besser und geiler.
Ich selbst hatte wegen meiner Krankheit zwar schon 1981 einen Pass der mir die weite Reise nach Westberlin erlaubte, aber The Police kamen nicht nach Westberlin und zogen es 1986 sogar vor, wie die Hühner auseinander zulaufen und übrig blieb eigentlich nur Sting, der dann aber eine beachtliche musikalische Laufbahn hinlegte und von dem ich bis jetzt insgesamt drei erstklassige Konzerte in der Waldbühne besuchen konnte.
Aber das Album „Synchronicity“ war schon 1982 in den Ostberliner Jugendclubs der Renner und die zuständige Ostberliner Jugend, darunter tatsächlich auch ich, ließen dazu recht heftig das ein oder andere Tanzbein schwingen.
Bei „Every breath you take“ sogar mit einer, meist recht weiblichen Partnerin, erst einmal nur zum Tanzen im Arm. Was sich dann meist noch so entwickelte, darüber liegt jetzt der Schleier der Geschichte, aber es war ganz sicher nicht unangenehm.
Aber ob man mir nun glaubt oder nicht, zuerst war damals die Musik wichtig und damals machte The Police gerade die Beste. Das diese Art Musik auch heute noch ihre Fans hat, die nicht unbedingt so steinalt wie ich sein müssen, beweist mir die Reaktion meiner jungen Freunde von 15 bis 22, die nur ausgesprochen positiv reagieren, wenn man The Police oder auch nur Sting erwähnt. Eine Musik, die deutlich vor ihrer Zeit entstanden ist. So ist es nicht nur Glück, dass heute noch ein Sting mit Konzerten unterwegs ist, sondern auch, dass es Bild und Tonträger gibt, die solchen unbestrittenen Höhepunkte der Musikkultur an eine Generation weiterreichen, die ansonsten nur mit gecastetem Mist und billig hingeschluderter Plastikmusik gequält und aufwachsen würden.
Überhaupt haben meine jungen Freude und Bekannte gerade trotz des qualitativ ziemlich jämmerlichen Musikangebots von Heute einen ziemlich ausgesuchten und erlesenen Geschmack.
Dire Straits, Queen, Ben Folds, R.E.M. und eben Sting oder The Police. Also eben jede Musik, die im Fernsehen bei den deutschsprachigen Musiksendern nun gerade nicht als Klingelton feilgeboten werden. Musik, die da kaum noch gespielt wird, bei all dem Plastikpop, der ja allein schon den Begriff Musiksender ad absurdum führt, sei es nun VIVA oder das deutsche MTV. Mir persönlich geht das Herz auf, wenn ich höre, dass junge Freunde von mir ihr Taschen- oder Lehrgeld für DVDs mit guter Musik aus einer anderen Welt und anderen Zeit ausgeben und von dieser Musik schwärmen. All denen kann ich die „Synchronicity“ von The Police nur ans Herz legen, denn es ist eine ausgezeichnete Konzert DVD, die von mir glatte 10/10 bekommt. Mit 24,99 Euro ist sie zwar nicht unbedingt billig, aber sie ist jeden Cent davon wert.

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