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Babys für den Fußball

Harald Schmidt hatte Anfang des Jahres 2005 etwas leichtsinnig deutsche Akademikerinnen dazu aufgerufen, schwanger zu werden und Babys auf die Welt zu bringen. Zur Belohnung sollte es WM-Tickets geben, die Schmidt dummerweise aber gar nicht kaufen konnte, da diese ja ausgelost wurden. An und für sich hatte Schmidt eigentlich nur einen guten Joke machen wollen, aber er hatte den Wahn der Deutschen völlig unterschätzt wenn es ihnen um den Fußball geht.
So kam es, dass 108 relativ erwachsene Akademikerinnen, alle weit jenseits des Pokemon-Alters ließen sich von ihren Männern flachlegen, um sich für 90 Minuten Fußball im Stadion, mit eventuell deutscher Beteiligung schwängern und ein Kind andrehen, für das sie mindestens 18 Jahre sorgen und zahlen müssen.
So sehr weit her kann es mit der Bildung dieser „Akademikerinnen“ dann aber auch nicht sein, wenn sie nicht die eigentliche Intention von Harald Schmidt, nicht durchschaut hatten, der ja an sich nur einen Witz machen wollte. Schmidt sah sich dann auch dann völlig überrumpelt, als er dann Monate später mit Briefen und Mails mit Fotos oder der Ankündigung einer vollzogenen oder werdenden Schwangerschaft und mit der, daraus resultierenden Forderung nach Karten für die WM eingedeckt wurde. Da hatte er plötzlich ein heftiges Problem, denn das Kontingent an Karten, das die ARD bei solchen Ereignissen im eigenen Land früher als öffentlich/rechtliches Fernsehen ganz selbstverständlich bekam, gab es einfach nicht, denn die Karten für die Fußball-WM in Deutschland gibt es in Deutschland selbst sinnigerweise nur über eine Art Lotterie. Die Art Familienplanung via Harald Schmidt Show ist zwar nicht unbedingt Sinn der Sache, aber es hat Harald Schmidt beschäftigt, der nun zusehen musste, woher er die Karten bekommt, um sein Versprechen zu erfüllen, es dient der Geburtenrate zumindest im Ansatz und dürfte damit auch die Kanzlerin glücklich machen. Nun hatten die Akademikerinnen Kinder oder zumindest dicke Bäuche, aber Harald Schmidt hatte noch lange keine Karten für die WM. So machte Harald Schmidt das, was er schon mal und mit sehr ungeplantem Erfolg gemacht hat. Er startete im Fernsehen einen Aufruf, nur diesmal in die Richtung der Industrie und suchte dort Sponsoren für die benötigten Karten.
Die Tatsache, dass er mit der Telekom dann auch tatsächlich einen Sponsor fand, der ihm mal eben 108 Karten für 108 Spiele überlassen konnte, beweist dann auch nur, dass es mit der Verlosung der WM-Karten nicht ganz mit rechten Dingen zugegangen sein muss, denn das Fernsehen in Gestalt der ARD hatte ja keine Karten bekommen. Nun war am Sonntag, den 29. April die große Sendung, in der Schmidt seine Beute an die schwanger gewesenen und noch schwangeren Mütter verteilen, wenn die ihm das Ergebnis des Beischlafs zeigen oder wenigstens mit leicht gequälter Mine in die Kameras hielten.
Eine, insgesamt langweilige und eher beklemmende Veranstaltung, die eigentlich nur bewies, wie wenig in Deutschland mit rechten Dingen zugeht.
In einem Deutschland, das mangels besserer Auswahl einen greisen Fußballspieler seinen Kaiser nennt, der jetzt hauptberuflich für jeden Dreck Werbung macht, wenn man ihn nur dafür bezahlt und in einem Deutschland, in einem Deutschland, in dem sich debile Hausfrauen, die Waschmaschine aus der Wohnung holen lassen, nur weil sie den falschen Kalkblocker benutzt haben, wo junge und doch schon recht volljährige Männer 2006 nur im Internet hocken und sich ziemlich ernsthaft als die neuen Ritter des Papstes wähnen und am liebsten ein paar kleine moslemische Länder überfallen würden, um sie dem christlichen Deutschland einzugliedern und schließlich in dem Deutschland, wo eine Late Night Show und der Fußball über die Geburt und das Leben von Kindern entscheiden kann.

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