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Back to the Roots

Eigentlich seit Jahren wird der deutsche Fernsehzuschauer von miserablen Castingshows gequält und genervt. Sat1 hat das nach dem eigen Großangriff auf den guten Geschmack mit Starsearch erkannt und hat nun eine Show aus den Siebzigern reanimiert, die in Großbritannien ihren Ursprung hatte, das Feld wieder abgedeckt, welches bei Starsearch so jämmerlich vernachlässigt wurde. Das Feld der Unterhaltung. Sat1 holte die gute alte Gong-Show aus der Kiste. Auch dort dürfen Kamera und Bühnengeile hin, die zu vernünftigem Tun keine Lust haben. Nur gibt es kein nerviges Gezerre mit Publikum und überteuerten Telefonvotings über Wochen, sondern man hat maximal 90 Sekunden Zeit, um sich zu beweisen und wer vor der witzigen Jury, angeführt vom Fernsehcomedy Urgestein aus den Achtzigern, Hugo Egon Balder, keine Gnade findet, wird mittels Gong, daher der Name der Show, einfach wieder dahin geschickt, wo man herkam. In dieser Show ist es herzlich egal, wie man aussieht, wie alt man ist und welchen Background man hat. man bekommt 90 Sekunden und in denen muß man irgendetwas gut bis sehr gut können, denn ansonsten ist Schluss mit lustig und man darf gehen, ohne bleibende Spuren zu hinterlassen.
Der junge Moderator Marco Ströhlein führt so souverän durch die Show, als hätte er nie etwas anderes gemacht und redet die Moderatorazubis von RTLs Dauernerver „Deutschland sucht den Superstar“ locker an die Wand. Also auch da ein Rückfall in die Verbesserung genau wie der Gewinn von 5000 Euro. Plattenverträge bleiben glücklicherweise dem Zufall überlassen.
Aussehen und Alter spielen, auch im Gegensatz zu den Castingshows bei der Gong-Show keine Rolle, denn wichtig ist hier nur der Aspekt der Unterhaltung. Auch das ein erfreulicher Unterschied. Wären also Daniel K. und der trällernde Schluck Wasser von RTL, Alex ohne Nachnahmen nur bei der Gong-Show aufgetreten, wäre uns, den Deutschen Zuschauern ihr Gewimmer erspart geblieben. Die Gong-Show nimmt alles und mit Glück sogar für erfrischend kurze 90 Sekunden. Da hat die steppende Oma von 82, bei der Hugo Egon Balder erstmal demonstrativ sabberte, genauso ihre Chance, wie der grottenschlechte Helge Schneider Imitator, den nach 10 Sekunden logischerweise der Gong erwischte.
Um Talente oder eben auch Untalentiertes zu erkennen, ist das reichlich genug an Zeit. Hugo Egon Balder hat auch keine Sprüche unter der Gürtellinie nötig, wie ein gewisser Herr Bohlen. Denn Hugo ist auch so lustig und unterhaltsam. Nach „Genial daneben“ . der Multi-Kulti Comedy von Kaya Janar und Ähnlichem ein weiteres wöchentliches Highlight an Unterhaltung, welches mein Videorecorder zu bewältigen hat. dieses Konzept bei allen anderen Castingshows und Deutschland hätte weniger gelitten. Daumen hoch!