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Basils Turm

John Cleese ist wohl einer der rührigsten Schauspieler aus der britischen Komikertruppe Monty Pyton und so war es auch klar, dass ihm die BBC schon von 1975 bis 1979 eine eigene Fernsehserie, die „Fawlty Towers“ gab, in der John Cleese den vertrottelten britischen Hotelbesitzer Basil Fawlty spielte, der vom Hotelbetrieb absolut keine Ahnung hat, aber dennoch ein heruntergekommenes Landhotel, die Fawlty Towers, bewirtschaftet. Cleese, der in „Das Leben des Brian“ von Monty Pyton gleich in mehreren Rollen geglänzt hatte, deckte in der Serie „Fawlty Towers“ das ganze Spektrum des ewig schlechtgelaunten und konsequent unhöflichen britischen Spießbürgers in einer einzigen Rolle ab.
Ihm eigentlich zur Seite steht seine Frau Sibyl, laut Basil „Eine Frau, die mit einem Zungenschlag einen erwachsenen Mann niederstrecken kann“, der Spanier Manuel, der so schwer mit der Sprache kämpft, dass er eigentlich so gut wie gar nichts versteht, wenn Basil ihm das nicht vorführt, der schwule griechische Koch Kurt(!), der sich schwer in den armen Manuel verliebt hat und das Hausmädchen Polly.
Ihm als potentielle Feinde gegenüber stehen auch dieselben Menschen, plus ein paar unfähige Handwerker, so ziemlich jeder Hotelgast, ein Haufen unfähiger englischer Bürokraten und genau genommen, eigentlich der ganze Rest der Welt.
Während Terry Gilliam auf den Regiestuhl wechselte und andere Monty Pyton sich mehr oder weniger still vom Kino und vom Fernsehen zurückgezogen haben, ist John Cleese eine der wenigen Konstanten, die mit unverwüstlichem britischen Humor einfach weiter gemacht haben. Ob nun in „Ein Fisch Namens Wanda“ mit Jamie Lee Curtis, als kopfloser Hausgeist in den „Harry Potter“ Filmen oder als Nachfolger des legendären „Q“ in James Bond, John Cleese mischte immer irgendwie mit und bei Monty Pyton und in Fawlty Towers weiß man auch wieso.
Der Brite Cleese ist nicht nur ein begabter Mime, sondern auch ein begnadeter Komiker, der so gut wie alles zur Satire machen kann. In „Fawlty Towers“ kommt das besonders gut zur Geltung, als er plötzlich Gäste aus dem, eigentlich ehemaligen, Kriegsgegner Deutschland bewirten soll.
Da bricht der ganz schwarze, britische Humor aus John Cleese heraus und er kann sich vor Andeutungen kaum noch halten. Nach „AkteX“, “MASH“, den „Sopranos“ ist „Fawlty Towers“ nun die vierte Fernsehserie, die ich auf DVD habe und die ich wärmstens ans Herz legen kann. Ich hab sie 1979 im dritten Programm des SFB gesehen und in den Neunzigern noch einmal auf Sat1.
Nur ist das mit einer DVD, die ja mit relativ wenig Werbung auskommt, einfach nicht zu vergleichen. 9/10 für den britischen Humor und der eine Punkt Abzug dann doch für den recht alt klingenden Ton.
Für die echten Fans von Monty Phyton allerdings ein Muss!
http://www.blog.de/main/index.php/filmtexte