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Beim Stachel

Sting mit LauteSting mit Laute2

Der Stachel, eher bekannt als Sting kündete letzten Oktober für Anfang März sein Kommen und seinen Auftritt in den ehrwürdigen Hallen der Berliner Philharmonie an und machte mich damit natürlich spitz wie Nachbars Lumpi auf eine Karte für dieses Event, dass mit einem Konzert von Ben Folds auch so ziemlich der einzige Höhepunkt für 2007 zu sein schien und setzte mit Blick auf Weihnachten alle Hebel in Bewegung, um entsprechende Karten zu bekommen und ich bekam sie natürlich auch. Nur war damals nur die Rede von einem Sting-Konzert und nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Als es nun Montag soweit war, hatte sich aber genau das geändert, denn es stand da, Sting würde die Musik eines John Dowland singen. Nun ist dieser John Dowland aber kein unterbezahlter, aber sehr guter Musiker, der an der Kasse von Aldi jobbt und dem Sting zu Bekanntheit und damit zu Geld verhelfen will, sondern Komponist und Sänger aus dem elisabethanischen Zeitalter und seit 1626 auch schon ziemlich tot. Erst einmal war das egal, denn es war ja Sting, der ihn singen wollte und nicht Dieter Bohlen, der die „Best Of…“ von Milli Vanilli von sich gibt. Da in der Philharmonie die Plätze für VIP und Behinderte identisch sind, was mehr über die deutschen VIP aussagt, als über die Behinderten, machten die beste Freundin von allen und ich wieder das Beste draus und schalteten auf Kultur.
Ein paar lose Worte noch zur Westberliner Philharmonie, die ein typisches Bauwerk der sechziger Jahre ist, also pseudomodern, bunt, potthässlich und als Veranstaltungsort seit 30 Jahren völlig überholt, weil die Technik im selben Alter wie der Bau ist und eine Akustik liefert, die von jedem meiner Handys übertroffen wird.
Innen ist die Philharmonie einem griechischen Theater nachempfunden, wo man von allen Seiten etwas sieht.
Der Platz für VIPs und andere Krüppel ist im dritten Stock, wo man auch auf die Bühne blickt, eine Menge sieht, aber ohne entsprechende Anlage kaum vernünftig hört.
Nur die Art von Musik, die Sting an diesem Abend bot, gab es nur gänzlich ohne jede elektrische Verstärkung, weil es zu den Zeiten von John Dowland eben noch ziemlich an Strom gemangelt hat und jeder Barde auf die Kraft der eigenen Stimme angewiesen war. Nun hatte Sting zum Glück ein recht ausgeprägtes Organ, das auch in unsrem dritten Stock recht gut zu hören war. Nun war die Musik aus dem englischen Mittelalter auch von der Art, wie ich sie gerne zwischendurch hören wurde, aber nicht ein ganzes Konzert über.
Das muss dann auch Sting wohl eingesehen haben und die letzte halbe Stunde brachte er dann die Musik, die man von ihm gewohnt war und hören wollte. Die alten Hits von ihm und von Police, deren Sänger und kreativer Kopf er ja mal war.
Diese Rockgruppe Police steht nach 25 Jahren Trennung wieder kurz vor einem Comeback und da war die letzte halbe Stunde ein Vorgeschmack darauf. Obwohl es ja immerhin Sting war, der einen mittelalterlichen Sänger intonierte und nicht Gotthilf Fischer, der die Werke von Heino, also blankes Erbrechen gab.
Die beste Freundin von allen fand den ganzen Abend Klasse und gelungen und durch die letzte halbe Stunde völlig versöhnt, sah ich das dann genauso, denn wer es je mit einer schönen Frau zu tun hatte, weiß, dass diese grundsätzlich Recht haben und insgeheim konnte ich mich ja auf ein Konzert der wiedervereinten Police freuen.



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