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Besorgnisse

So langsam bekomme ich das Gefühl, mich in diesem Staat schämen zu müssen. Schämen dafür, dass ich Krüppel heute, in den Zeiten von Massenarbeitslosigkeit, eine Arbeit habe, bzw. wieder eine in Aussicht habe. Ich, der sich sehr schlecht bewegen kann, bekomme Arbeit und habe Kollegen vom Feinsten und da gibt fast fünf Millionen gesunde Arbeitslose mit sehr viel weniger Chancen, die wirklich arbeiten wollen, aber keine Arbeit bekommen. Da diese Millionen nichts Greifbares sind, mache ich das an einem fest, an meinem jungen Freund Markus. Der wird bald 20, hat fleißig den Beruf eines Kfz-Mechanikers gelernt und bekommt ums Verrecken keinen Job in seinem Wohnort Leipzig. Eigentlich erstaunlich, sollte man meinen, im Angesicht der Blechlawinen auf den Deutschen Straßen. Ihm fällt, wie mir auch langsam die Decke auf den Kopf und er liegt nachts nichtnur wach wegen der Hitze. Er hat eine kleine Familie zu versorgen und das Licht am Ende seines Tunnels ist nur eine flackernde Kerze. Es grenzt schon an Hexerei, dass gerade in Leipzig die Autos nicht kaputtgehen, auf das er sie repariere. Nach den Ursachen gefragt, zeigt eine Mehrheit der Deutschen mittlerweile ziemlich unbeirrt auf den Kanzler. Der wiederum kommt bei jeder Gelegenheit mit seiner „Agenda 2010“. Nur das Einzige, was bei diesem Wortmonster wirklich rüberkommt, ist die Tatsache, das der Kanzler irgendwas für oder irgendwas bis zum Jahr 2010 plant. Nur dürfte sicher sein, dass wenn er weiter so werkelt, er dann kein Kanzler mehr ist. Markus ist bis dahin dann einer der Millionen Langzeitarbeitslosen, wenn für ihn und seinesgleichen nicht bald etwas geschieht. Den Deutschen ist auch klar, dass viele Arbeitslose noch ein Erbe der Regierung Kohl sind. Viele, aber eben nicht die Mehrheit. Die kam durch die Untätigkeit des Kanzlers zustande. Wenn man eine zu ruhige Hand hat, kann es passieren, das die beim regieren einschläft. Was aber macht der Kanzler nun tatsächlich? Er muss von unfähigen „Beratern“ umgeben sein, auf deren Rat er auch schon gleich mal die jetzige Internetgeneration, die 2006 Wähler sein werden mit abenteuerlichen Gesetzen zum Tausch von Musik und Filmen ziemlich nachhaltig vergrätzt. Die Quittung dafür bekommt er im Wahljahr 2006. seine „Agenda 2010“ hätte er auch genauso gut Agenda 2100 nennen können, denn da ist das Gemeinwesen Deutschland sowieso ruiniert und am Ende. Der Kanzler muss jetzt handeln, aber nicht bei seinen Cousinen, denn die interessieren die Deutschen mittlerweile so, wie des Altkanzlers letzter Stuhlgang, sondern bei Markus und seinen Leidensgefährten. Arbeitslosigkeit ist ein Leid ich hab sie lange genug erlebt und bin auch jetzt noch nicht ganz weg. Deutschland ist zwar keine Diktatur, aber ein wenig Druck auf die Industrie könnte meines Erachtens schon etwas helfen. Wie der Kanzler das anstellt, das ist dann sein Topf, denn dafür hat er sich ja mal wählen lassen. Mir persönlich graust es zwar vor einer schwarzgelben Regierung, aber genau die wird kommen, wenn Deutschland weiter so trudelt!