About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Besuch aus der Anstalt

Als ob ein Daniel Küblböck und ein singender schluck Wasser Namens Alex für die Welt nicht absolut ausreichend wäre, legt RTL von vorne los und ist felsenfest davon überzeugt, dass Deutschland unbedingt mal wieder einen Superstar benötigen würde, hat die geschlossenen Anstalten öffnen lassen und beglückt nun die Zuschauer mit einer neuen Ausgabe von „Deutschland sucht den Superstar“.
Offensichtlich hängt die Latte diesmal noch tiefer, Bohlen und der Rest der Jury beweisen, wie man nun auch den letzten Rest von Geschmack verloren hat und die ganze Sendung scheint gleich von Clerasil, Jade Hautklar und SlimFast gesponsert zu sein und da werden Leute zum krähen vor die Kamera gelassen, die kein Türsteher in seinen Puff lassen würde.
Als ob Deutschland ohne diesen Mist nicht schon genug Probleme hätte, stürmen da Hauptschulabbrecher, Studenten, die sich mit dem Studium übernommen haben, junge Erwachsene über 20, die bei fünf Millionen Arbeitslosen doch tatsächlich ihren Job für sehr zweifelhaften „Gesang“ hinwerfen wollen und andere gescheiterte Existenzen, die ernsthaft an eine musikalische Karriere ohne die Spur einer Ahnung zu haben glauben, die Bühne vor der Kamera und machen sich recht heftig zum Affen.
Richtig peinlich wird es aber immer dann, wenn einer der Probanden dann wider Erwarten doch von der Jury abgelehnt wird. es wird unwürdig gebettelt, auf die Knie gefallen und auch im Brustton ausschließlich eigener Überzeugung auf die eigenen gesanglichen Qualitäten verwiesen, die man eben beim Lied nur kurz vergessen hat. Dann ist schon die Streiterei um den Rauswurf lecker mit anzusehen und irgendwo dann doch wieder Unterhaltung. nur eben anders als geplant.
Ich hab mir „DSDS“ auch nur in einem Anfall von SM angesehen, aber der war sehr schnell vorbei, denn das Gewinsel war einfach zu schlimm und unerträglich.
Der Sender RTL ist mit diesem weiteren Angriff auf den guten Geschmack in etwa so kreativ, wie der Müllmann, der wiederkommt und voller Begeisterung den Müll von letzter Woche in den Vorgarten kippt, weil er die Optik verändern will.
Musikalisch ist „DSDS“ völlig wertlos und das einzig Unterhaltsame daran, ist eigentlich immer nur der Punkt, wo die rausgekanteten Möchtegernsänger tatsächlich versuchen, gegen die Jury zu rebellieren und versichern, wie gut sie doch bei Stimme sind. Ansonsten ist „Deutschland sucht den Superstar“ für das deutsche Fernsehen in etwa so bedeutsam, wie eine Modemesse der afghanischen Taliban.
Denn, egal, wie es RTL dreht oder wendet, Deutschland sucht ganz sicher nicht noch einen Möchtegernstar, der nicht einmal als besserer Kleiderständer taugt und nur Gurkenlaster von der Straße fegen will.
Genau genommen könnten auch so die Taliban mal bei RTL vorbeischauen, ganz ohne Modemesse, denn so wird zumindest der optische und akustische Müll getrennt und nicht noch einmal neu aufbereitet und angeboten. Bohlen kann dann wieder mit dem sabbern aufhören, wenn er schreiende Büstenhalter sieht und könnte ganz unbemerkt in seinen Sarg zurück und muss dann nur raus, wenn er wieder Durst hat.
Ich glaube selbst kaum, mich das schreiben zu sehen, aber gegen das Machwerk „DSDS“ sind die lustigen, Kids von „Tokio Hotel“, die durch Haargel zusammengehalten werden und die mehr oder weniger gekonnt sogar echte Instrumente beherrschen, tatsächlich so etwas wie ein Auch von Woodstock.
Ich bin dafür, die Leute einzufangen, die Anstalten wieder zu schließen und auch über den Gebrauch von Ketten nachzudenken, denn „DSDS“ ist einfach eine Zumutung. Auch der Ableger davon, Deutschland sucht den Superkanzler" ist ja in die Hose gegangen und endete mit einer Frau Merkel und einer recht unschönen großen Koalition. Das hat zwar mit „DSDS“ nicht unmittelbar zu tun, aber das System ist das Gleiche und man hat auch da öfter den Eindruck, es mit Besuch aus der Anstalt zu tun zu haben.

Für die übliche Wut und andere Ausbrüche, anonyme Beschimpfung durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!