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Bildung gegen Bares

„Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen!“ Das war wohl das Dümmste aller Mottos, die so auf den normalen DDR Bürger über die Jahre eingeprasselt ist. Es sollte nichts weiter bedeuten, als das, was der „große Bruder“, die Sowjetunion so anstellt sei selbstredend auch gut und nützlich für uns Deutsche in der DDR. Wie die Geschichte bewies, war das ja nicht nur blanker Blödsinn, sondern auch so etwas von falsch, weil genau diese Haltung den ganzen Ostblock, die Sowjetunion inklusive, in den Untergang getrieben hat.
Der „große Bruder“ des neuen Deutschland sind nun die USA und die werden auch ohne Motto und Parolen ganz gerne Mal kopiert, ob es nun Sinn macht oder auch nicht.
So konnten sich die Unionsgeführten Bundesländer sich doch tatsächlich für die amerikanische Unsitte begeistern, bei der die Studenten ihr Studium doch gefälligst selbst zu finanzieren haben und bemühten die Gerichte, weil der Kanzler dagegen sein Veto eingelegt hatte.
Da nun laut Grundgesetz die Bildung tatsächlich nur Ländersache ist, entschieden die Richter entsprechend und stimmte diesen Ländern zu.
Im Grundgesetz steht zwar: „Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates“, aber ein Recht auf Bildung gibt es wohl sicherheitshalber nicht. Schon gar nicht auf gleiche Bildung zu gleichen Chancen.
Da die Unionsvorsitzende Merkel sich nicht peinlich genug gebärden konnte und doch tatsächlich in die USA flog und dort noch George W Bush einen blutigen Feldzug wünschen musste, sah sie, die ihr Studium nicht nur kostenlos, sondern auch ziemlich umsonst bekommen hat, das ein Studium in den USA den Studenten und/oder dessen Eltern eine beachtliche Stange Geld kosten kann.
Das wusste sie zwar auch schon vorher in Deutschland, aber die überall für ihr Studium jobbenden männlichen Studenten hatten ihr es angetan und sie wünschte diesen Segen für sich auch in Deutschland und damit war die Marschrichtung der Union klar.
Studieren müsse wieder Geld kosten, aber dieses Mal das der Studenten.
Die Landesfürsten der CDU zeigten sich entsprechend begeistert, denn Bildung schien ihnen ja schon immer ein unangemessen hoher Posten in ihren Landeshaushalten und die Möglichkeit an diesem durch die anfallenden Studiengebühren etwas sparen zu können, erfüllte sie mit Freude, Gier und Glück.
Aber auch das Rot/Rote geführte Berlin sah nur Deckungsmöglichkeiten für seinen maroden Haushalt und wurde kreativ, was die Höhe der Studiengebühr angeht. Wenn es ums Geld geht verhökern eben auch die letzten Kommunisten bei der PDS ihre heren Ideale von einst und Karl Marx fliegt in hohem Bogen in die Ecke.
Auch ein anderer, für die Union besonders günstiger Nebeneffekt tat sich auf, denn Studenten, die ihr Studium nun selbst bezahlen müssen, kommen sicher nicht auf die Idee und „streiken“, selbst wenn in Zukunft die Union, wenn sie erst an der Macht ist, einen Arztbesuch mit 200 Euro berechnen wird.
Es machten auch schon Zahlen die Runde und man spricht von 500 Euro pro Semester so, als wäre das ein Taschengeld. Daran lässt sich eigentlich nur erkennen, wie weltfremd und überbezahlt die deutschen Politiker doch sind, wenn sie 500 Euro, immerhin 1000 DM tatsächlich für erschwinglich halten!
Auch das kraftvolle Veto des amtierenden Kanzlers machte recht wenig Sinn, da die Länder sofort ein Gericht einschalteten, das befand, Bildung sei nach dem Grundgesetz Ländersache und gehe den Kanzler des Bundes somit absolut nichts an.
Somit hat dann auch Deutschland wieder das Mittelalter und die USA erreicht, wo allein die Finanzen über Grad und Qualität der Bildung entscheiden.
Dieser Unfug der Studiengebühren ist das völlig falsche Signal für eine vernünftige Bildungspolitik in Deutschland.
Finnland z.B. hat die Studiengebühren vor 30 Jahren abgeschafft und belegte bei der PISA-Studie aber vordere Plätze. Es machte auch schon die Höhe einer solchen Gebühr die Runde und unsere überbezahlten Politiker halten 500 Euro, also 1000 DM pro Semester für bezahlbar.
Man kann daran ermessen, wie entfernt von jeder Realität diese Staatsbeamten leben. Würden deutsche Studenten, wie die Politiker, auch selbst die Höhe ihres Einkommens bestimmen dürfen, wäre eine Studiengebühr sicher kein Thema.
Nur das wäre ja dann auch Kommunismus in Reinkultur, aber der ist in Deutschland ja eher unbeliebt.
Eine Alternative hätte ich noch, bei der die Politiker ihre horrenden Diäten einfach auch Mal mit Taxifahren oder Babysitten verdienen. Vielleicht bekommen sie dann ja wieder ein Verhältnis zum Geld und dessen Beschaffung.