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Blutiger G8

34 oder noch mehr Tote und gleich mehrere 100 Verletzte in London, dass ist die wahrscheinlich blutigste Bilanz der britischen Außenpolitik im Irak. Nach den Bombenanschlägen vom März 2004 in Madrid hat wohl die El Kaiada die Selbstmordattentäter aus dem Irak zu einem blutigen Gegenbesuch nach London geladen.
Einen Tag nach dem Zuschlag für Olympia 2012 und nach dem Beginn des G8 in Schottland hielten die Terroristen den Zeitpunkt wohl für günstig. Sie hatten Recht und die Bomben trafen in das pulsierende Herz der britischen Welt.
Selbstverständlich sind solche Anschläge verbrecherisch, furchtbar, verurteilungswürdig, hinterhältig, menschenverachtend, heimtückisch, „unchristlich“ (O-Ton Ratzepaps) und feige. Nur das sind Terroranschläge doch eigentlich immer! Nur überraschend sind sie diesmal nicht, denn die Briten sind eine Spur zu willig mit den USA in den Irak eingefallen und wer die Islamisten auch nur aus der Ferne und dem Fernsehen kennt, der weiß, das ihre Racheschwüre ganz sicher alles, nur kein leeres Gerede sind.
Die El Kaiada sich ja auch schon in mehreren Schreiben zu ihrer Mitwirkung an diesem blutigen Treiben bekannt. Damit wäre auch bewiesen, dass Soldaten und Panzer ein absolut unwirksames Mittel gegen den Terror sind. Der Krieg im Irak hat vielleicht sogar moslemische Menschen zu solchen Anschlägen motiviert, die vorher nur friedliche Bauern waren. Nur haben selbst die nach amerikanischen und britischen Bomben und Soldaten einen Grund, diese Länder und deren Völker von ganzem Herzen zu hassen.
Nun hagelt es natürlich Beileidsbekundungen vor allem aus der Politik. Ziemlich zynisch kam dabei das Statement der Kanzlerkandidatin Angela Merkel an, denn wäre es nach ihr gegangen, würden auch einige Kompanien Deutscher Soldaten, Angela Merkel in teuren Prada-Schuhen vorneweg, in den Irak einmarschiert und hätten so auch die Aufmerksamkeit auch auf Deutschland gelenkt. Ein gefundenes Fressen für das Jahr der Fußball WM 2006.
Zum Glück hatte und hat Deutschland einen Kanzler, der an blutiger Außenpolitik kein Interesse zeigt und wenn es nach mir geht, wird es dabei auch bleiben, denn man muss weder studiert haben, noch Politiker sein, um einschätzen zu können, dass man Terroristen, die mit Teppichmessern Flugzeuge entführen und daraus dann Waffen machen, oder die sich mit Sprengstoff um den Bauch geschnallt, sich und ihre Opfer dann selbst als lebende Bomben in die Luft jagen, das man solche Leuten weder mit Soldaten, noch mit Panzern oder gar mit Jagdbombern aus der Luft beikommen und sie bekämpfen kann.
Die Attentäter hatten es in London auch besonders leicht, weil die meisten englischen Sicherheitskräfte damit beschäftigt waren, in Schottland die politischen Hooligans Blair und Bush vor normalen Demonstranten zu schützen, die mit deren Politik nichts anfangen können.
Ich bin, ehrlich gesagt ganz froh, einen weitblickenden Kanzler gewählt zu haben, der Deutschland aus dem Krieg mit den Moslems rausgehalten hat, denn andernfalls hätte es auch schon in Berlin, München oder Hamburg geknallt.
Die Deutschen können nur hoffen, dass die Islamisten den Einsatz der früheren Oppositionsführerin und baldigen Kanzlerin Merkel bei Bush vergessen haben, wenn 2006 die WM in Deutschland tobt. Denn wie wenig dem Terror mit den Mitteln des Militärs beizukommen ist, haben sie in London wieder eindrucksvoll bewiesen. Der G8 Gipfel, auf dem über Tod und Leben der Menschen in der dritten Welt und die weitere Vergiftung unserer Umwelt entschieden wird, geht ja, vom Terror wenig beeindruckt, genauso weiter, wie geplant.
Die Politiker der reichen Länder lassen sich durch ein paar Tote ja nicht aufhalten, dazu sind sie viel zu abgebrüht.
Abgesehen von allem anderen, ist es einfach gefährlich geworden, der Außenpolitik der USA zu nahe zu kommen.
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