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Blutiges Reality-TV

Im Film „15 Minutes“ von John Herzfeld geht es um die fragwürdige Berichterstattung amerikanischer Medien bei Kriminalfällen. Der Film ist ziemlich hart, als FSK 18 eingestuft und von daher bei Amazon nicht zu haben.
Der Plot ist relativ schnell erzählt:
Eddie Fleming (Robert de Niro) ist ein prominenter Detective der Mordkommission in New York und geil auf die laufenden Kameras der Reality-TV Show „Topstory“, die als Vorlage für 15 Minutes gelten könnte.
Zwei gerade eingewanderte Osteuropäer, der Tscheche Emil und der Russe Oleg sehen dieses Reality-TV auch, hören, dass sich mit so etwas viel Geld machen lässt und beschließen sofort, für eigene, reale Nachrichten zu sorgen, legen sich eine Videokamera zu und hinterlassen fortan eine blutige Spur in New York.
Um der Realität noch ein wenig nachzuhelfen, entführen die Beiden Eddie Fleming und ermorden ihn vor laufender Kamera und sorgen damit für den bis dahin beiläufigsten Filmtod des Robert de Niro.
Um diesen Faden auch ja nicht abreißen zu lassen, legen sie noch Reihenweise Brandbomben, um Polizei und Feuerwehr zu beschäftigen und das Ganze filmen zu können.
Da es in den USA ja eine recht perverse Art der Pressefreiheit gibt, kauft der entsprechende Sender das tatsächlich ab und sendet es unter dem geheucheltem Motto: „Kaum zu glauben, bei uns zu sehen!“ und strahlt die Hinrichtung von Eddie Fleming genauso aus, wie die Häuser, die durch die Beiden abgefackelt werden.
Von dem Geld für diese Aufnahmen kann sich Emil einen teuren Anwalt leisten, alles auf seine schwere Kindheit und seinen russischen Kumpel Oleg schieben und er wird auch tatsächlich freigesprochen.
Entsprechungen in der amerikanischen Realität werden sich bestimmt reichlich finden lassen.
Dieser Film ist sicher kein großes Kino, eine gelungene Medienkritik bestimmt nicht und ein gutes Werk von Robert de Niro schon gar nicht, aber wer 120 Minuten Spannung haben und Action sehen will, für den ist er ziemlich gelungen. Ich wollte ja nicht mehr und da haben sich die 10 Euro Anschaffungspreis dann rentiert.
Für getragene, ergo langweilige Filme sitzen meine paar Euro nicht locker genug.
Für Kommentare wieder hier:
http://www.blog.de/main/index.php/filmtexte