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Botox, Demonstranten und Staus

Heute war nun der große Tag, an dem mir mein neuer Arzt, Dr. Kabus meinen linken Arm dahingehend mit Botulinumtoxin, also Botox vergiften wollte, dass sich dort die interessanten, aber durchaus schmerzenden und damit ziemlich nervigen Krämpfe nach nunmehr fünf Jahren lösen.
Bewegen werde ich Arm und Hand sowieso nie wieder können und da kann ich auf schmerzhafte Krämpfe dann auch großzügig verzichten und die Sache einfach an mir baumeln lassen. Würden die neun Kilo dieses Arms nicht noch für mein wackliges Gleichgewicht benötigt, hätte ich das Ding schon vor Jahren amputieren lassen.
Aber so ging es ja auch. Soweit zumindest die Theorie, denn Dr. Kabus hatte seine Praxis in einem Villenviertel am Rand von Charlottenburg und selbst wenn Berlin nur eine Stadt ist, so ist das von mir aus selbst mit dem Auto die gefühlte Entfernung wie nach Wladiwostok oder auch wie zum Jupitermond Ganymed, denn Berlin ist riesig und es wird gebaut. So gebaut, als stünde da noch kein Stein auf dem anderen und die Folgen eines Weltkriegs nochmal behoben werden müssten.
Also früh raus, quer durch Berlin und dann so etwas von pünktlich beim Arzt, dass es nur so seine Art hatte. Nur das letzte Mal, das es Spaß machte, so durch Westberlin zu fahren, war am 9.11.1989, in der Nacht, als die Mauer fiel. Jetzt ist es nur noch öde.
Der rückte mir dann auch auf den Pelz und untersuchte mich, als würde er einen Rohdiamanten auf seine Reinheit prüfen und keinen ollen Mann auf seine Zipperlein. Aber dann war Schluss mit lustig und er rückte mir mit seinem sauteurem Botox auf den Pelz. Der Doc hatte soviel Botox für meinen Arm geordert, dass er damit die Aktentasche, die Inge Meysel ihr Gesicht nannte, ohne Probleme in das Antlitz der Heidi Klum hätte zurechtspritzen können.
Aber es war meins, alles meins! Für meinen Arm, aber dann kam auch schon der Dämpfer, denn Botox als Gift, so wie ich es brauche, wirkt frühestens nach einer Woche und ich war leicht entsetzt, denn hätte Alexander Borgia um 1500 ein solch langsam wirkendes Gift benutzt, hätte er wahrscheinlich nie als Papst Alexander VI Karriere machen, herumhuren und Söhne zeugen können. Aber ich für meinen Teil habe Frauen einfach zu gerne, als das ich sie für einen solch dubiosen Job aufgeben würde und im Übrigen ist auch dieser Posten ja gerade auf Lebenszeit an einen Ratzinger vergeben.
Das können nur zwei Jahre sein, oder wie ich befürchte, auch 20 und sich in Sachen Religion mit einem Bayern anlegen, hat ja ohnehin keinen Wert. Außerdem hab ich es ja sowieso nicht unbedingt mit Religion und Kirche. Das überlasse ich denen, die einen solchen Mumpitz zum Leben brauchen. Ich brauche ihn nicht. Aber zurück zur giftigen Gegenwart bei meinem Doc. Nachdem das mit dem Botox Fürst Erste erledigt war, ging es an die Droge, die meine Laune und mein befinden bessern sollte und auch da gab es für den Anfang gleich einen Rückschlag, denn aller gerade auf dem Markt befindlichen Drogen dieser Art, hatten für mich ziemlich fiese Nebenwirkungen. Nicht etwa, dass mir Flügel oder eine, gerade äußerst nützliche dritte Hand wachsen würde, sondern eher in der Art, dass mich ein zweiter Schlaganfall erwischt, aber darauf hatte erstaunlicherweise weder ich, noch mein behandelnder Arzt so richtig Lust. So ordnete er weitere 13 000 Untersuchungen an und will sich danach erst auf meine persönliche Droge festlegen. Dann war es Zeit für den Heimweg, wo allerdings der Wunsch Vater des Gedankens war, denn seitdem die Regierung von Bonn nach Berlin umgezogen ist, hat sich in Bonn die Kriminalitätsrate schlagartig halbiert und in Berlin dafür genauso schlagartig verdoppelt und auch die Demonstrationen gegen alles und jedes und speziell gegen die kuriosen Pläne der diversen Regierungen seitdem der Kanzler und seine Regierung in Berlin ihr Biwak haben, wird da demonstriert, was die Beine hergeben und auch die Demonstrationen gegen alles und jedes und speziell gegen die kuriosen Pläne der diversen Regierungen seitdem der Kanzler und seine Regierung in Berlin ihr Biwak haben, wird da demonstriert, was die Beine hergeben. In dem Moment, in dem wir, die beste Mutter von allen, die mich ja kutschieren musste und ich, nach Hause wollten, waren nicht weniger als drei Demos im Gange und wir hatten einen Hauch von Paris. So standen wir in diversen Staus bei böser Kälte und zuckelten dann durch langweilige, aber leere Nebenstraßen zurück in unseren Stadtbezirk in der Gewissheit, nächste Woche, die gleichen Kapriolen schlagen zu dürfen. Irgendwie komme ich ziemlich herum, seid ich krank bin und entdecke mein Berlin mal wieder aufs Neue. Mit etwas Glück habe ich dann nächste Woche meine Droge, die mich wieder Happy macht. Denn wenn ich etwas in Massen und zur Genüge habe, dann ist es ja Zeit. Krankheiten laufen recht selten weg und man muss nur das Beste daraus machen. Bine sei Dank für diese simple Erkenntnis!

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