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Bruno

braunbaer
Außer der allesfüllenden Werbe-WM mit Fußballeinlage gibt es noch andere Dinge die in Deutschland passieren und die nur die bayrischen Bauern unsympathisch finden, weil es ihnen bis jetzt ans Kleinvieh geht.
Die Rede ist von Bruno, dem ersten Braunbären seit 170 Jahren in Deutschland, dem ehemaligen, mit JJ1 etwas sperrigem Namen, dem es auf Wunsch der bayrischen Bauern, Kleintierhalter und deren Chef Darth Stoiber schon längst an den dichten Pelz gehen sollte. Außer der Klientel von Stoiber sieht das der Rest der Welt auch wesentlich entspannter mit dem streunenden Teddy. Da das Tier noch immer über kein eigenes Einkommen verfügt oder gar ein gedecktes Konto hat, weil es zu jung ist für Hartz IV und die Lehrstelle als Wildhüter auch noch nicht frei ist, lebt es so, wie Bären eben leben, folgt seinen Instinkten und sieht bäuerliche Ställe eben nur als Lagerplatz für einen Snack, vergisst zu Fragen und holt sich ganz einfach, was es braucht und wird so zum Bestandteil der Nachrichten, weil die betroffenen Bauern das Tier für eine göttliche Strafe oder eben für einen Problembären oder mindestens doch eine der Plagen Ägyptens halten halten, mit denen der Herrgott sie ganz persönlich für was auch immer straft. Man weiß ja auch dort, wie unerforschlich die Wege des „Herrn“ sind, dass er sie gerade mit so etwas Ausgefallenem wie einem wildem Tier bestraft, das früher einmal in diesen Wäldern gelebt hat.
Der gestrige Mittwoch, an dem die deutsche Mannschaft bei der WM ein mühseliges 1:0 in der 91. Minute gegen die absolute Fußballmacht Polen zurechtstolperte und das dann so in sämtlichen Medien gefeiert wurde, als ob Deutschland Brasilien und/oder Italien mit 17:0 vom Platz gefegt hätte, sollte für den Teddy Bruno dann auch wieder ein ganz persönliches Highlight werden.
Nachdem es nun einsichtigen und sehr rührigen Tierschützern endlich gelungen war, die bayrische Landesregierung von ihren Mordplänen für Bruno abbringen konnte und der Bär nun im Namen des WWF, dem „World Wide Fund For Nature“ doch nur eingefangen, betäubt und in ein entsprechendes Freigehege verbracht werden soll. Allerdings gibt sich Bruno auch jede Mühe, jedem Klischee über Asylbewerber in Deutschland gerecht zu werden und weigert sich hartnäckig die deutsche Sprache zu lernen. So weiß er also nicht, was die, mit sehr viel bürokratischem Aufwand extra aus Finnland importiertem Bärenjäger nun genau von ihm wollen, meidet tapfer die aufgestellte Bärenfalle, flüchtet erst einmal weiter und gönnt sich natürlich auch hin und wieder einen Snack, denn Laufen macht ja hungrig.
Der Geburt nach ist Bruno ja Italiener, aber auch das spielt in einem Europa ohne Grenzen dann auch keine große Rolle mehr. Wären seine Essgewohnheiten und Tischmanieren nicht durch Instinkte geleitet, von so zweifelhafter Natur, hätten sich auch die Bauern mit Bruno längst angefreundet.
Nun ist Bruno aber noch immer ein europäischer Braunbär und keine englische Gouvernante, die sich mit den Sitten beim Essen auskennt und solange sich daran nichts ändert, müssen sich eben Tierschützer und WWF um das leibliche Wohl von Bruno kümmern. Auf jeden Fall ist der putzige Bruno eine ganz witzige Ablenkung von der Dauerwerbesendung Fußball WM. Da konnte ja selbst die Handvoll Hooligans nicht beeindrucken, die in Minuten überwunden waren und mit samt der Kanzlerin in den Reichstag zum Ausnüchtern verbracht wurden.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!