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Buster Keaton und Charlie Chaplin in einem

Den Eindruck bekommt man zumindest, wenn man Johnny Depp beim Schauspielern in der tragischen Romanze „Benny und Joon“ zusieht. Der Mann hat natürlichen Charme und soviel Talent, das er den beiden Klassikern des Stummfilms in Nichts nachsteht. Seine Oscarnominierung für „Fluch der Karibik“ war mehr als nur gerechtfertigt.
Sie war an der Zeit. "Benny und Joon" ist trotzdem keine Komödie, sondern eher ein Drama, denn Joon (Mary Stuart Masterson), die nervenkranke Schwester des Automechanikers Benny (Aidan Quinn) ist allein nicht lebensfähig.
Sie gewinnt beim Pokern mit Bennys Freunden den Tagedieb Sam (Johnny Depp), der ihr nun die witzigen Seiten des Lebens zeigt. Er macht unglaubliche Einlagen mit seinem Hut, läuft über Stühle und Bänke, wie Jesus auf seinem See und lässt zwei trockene Brötchen tanzen, wie einst Charlie Chaplin in „Goldrush“ und bringt nicht nur Joon damit zum Lachen. Aus dem coolen, jugendlichen Nachwuchsbullen aus der Fernsehserie „21Jump Street“ und dem mutiertem Freak aus „Edward mit den Scherenhänden“ ist nun seit einigen Filmen ein ernstzunehmender Schauspieler geworden, der der seinen Rollen auch immer eine komische Seite abgewinnen kann und der mit der Oscarnominierung von "Fluch der Karibik" nun auch in den verdienten Adelsrang gehoben wurde. Genau wie Robert de Niro verschmilzt Johnny Depp mit seinen Rollen und wird eins mit ihnen. Wenn er einen Drogendealer spielen soll, dann lebt Johnny Depp auch in dem Film einen Drogendealer. Soll er den völlig durchgeknallten Junkie geben, dann ist er in dem Film das auch. Er lebt seine Filmfiguren. Egal was für einen Verbrecher oder Charaktere er auch spielt, bei ihm ist der immer irgendwie komisch, charmant und vor allem hochsympathisch. Er hat keinerlei Scheu davor, sich mit den Größen des Filmgeschäfts einzulassen und sogar zu messen. Als Don Juan gibt er nicht nur sehr überzeugend den unwiderstehlichen Liebhaber, sondern spielt so ganz nebenbei auch noch einen Riesen des Films, Marlon Brando ganz locker an die Wand. Außenseiterrollen liegen ihm dabei ganz besonders. Wie eben der besagte „Edgar mit den Scherenhänden“, den Jäger von Jack the Ripper, Inspektor Abberline in „From Hell“, den modernen Inspektor Ichabod Craine, der in „Sleepy Hollow“ kopflose Reiter jagt, den Bücherjäger Dean Corso, der in „Die neun Pforten“ teuflische Rätsel löst, über den Anwalt und zugedröhnten Drogenjunkie Raoul Duke, der in „Fear and Loathing Las Vegas“ alle Arten von Drogen ausprobierte, als Schriftsteller Mort Rainey in Kings verfilmter Kurzgeschichte über „das geheime Fenster“ bis hin zu dem allen bekannten Piatenkapitän Jack Sparrow, der in "Fluch der Karibik" ist Johnny Deep ein begnadeter Schauspieler, der so ziemlich alle Rollen exzellent bedient und dabei dann noch so sämtliche Frauenherzen über 25 höherschlagen lässt. Sicher auch die Herzen gewisser Männer, aber das nervt Johnny Depp selbst sicher am meisten.
Dessen ungeachtet zieht er sein Ding als Schauspieler durch und begeistert sein Publikum immer wieder mit außergewöhnlichen Rollen. Würde es Johnny Depp nicht geben, müsste ein so großartiger Schauspieler und Komödiant einfach nochmal erfunden werden, denn sowohl Buster Keaton als auch Charlie Chaplin sind ja leider tot. Johnny Depp ist ein würdiger Erbe!