About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Chatbekanntschaften

Wenn man jetzt, wie ich, über drei Jahre seines Lebens krankheitsbedingt in einem Internetchat verbringt, lernt man viele Menschen kennen. Viele gute Menschen, aber leider auch genug Schlechte. Fast wie im realen Leben. Nur gibt es im Internet ein Phänomen, mit der Zeit multiplizieren sich Sympathie genauso, wie Antipathie. Warum das so ist, weiß ich auch nicht. es ist einfach so. ein paar Beispiele für das Eine und dann für das Andere:
Ein junger Mann, der dauerhaft und gleichbleibend freundlich ist, obwohl ihm das Leben sehr übel mitgespielt hat und er es in den bisherigen 20 Jahren nur im Rollstuhl erfahren hat. nur vermisst er nichts, da er es anders gar nicht kennt. Klingt Zynisch, aber es ist so. Er hat sich arrangiert mit seinem Leben und macht grade den Führerschein. sein Rückgrat ist biologisch kaputt, aber ansonsten ist es eines der Stärksten, die mir in drei Jahren Chat begegnet sind. Ich habe allergrößten Respekt vor Felix und seinem fröhlichem und aufbauendem Charakter. Er ist außerdem noch sehr Hilfsbereit und sein gegebenes Wort ist Granit. Ihm verdanke ich auch meine HP. Er ändert sich auch nicht, wenn man ihm irgendwelche virtuellen „Titel“ überhilft, er bleibt immer er selbst! Dann gibt es da eine junge Frau Namens Sandy, nach einer Fliege benannt, die einfach zu leben versteht und ihren fröhlichen Optimismus sehr charmant und zu praktisch jeder Zeit versprüht. Es ist eine Freude, mit ihr zu reden. Auch sie lassen virtuelle „Titel“ absolut kalt und sie verändert sich nicht. es ist schön, sie kennen gelernt zu haben. Diese Bekanntschaft könnte ein Leben lang, meines zumindest, halten. Ihr männliches Pedant Patrick benennt sich nach einem finnischen Handyhersteller, ist genauso immun gegen virtuelle „Macht“ und einfach ein guter Kumpel trotz der Jahrzehnte, die uns trennen! In die gleiche Reihe gehören auch noch die jungen Leute Oliver, Stefan, Andreas, der den Phantasienamen Eminator benutzt und der für sein Alter ein sehr herzlicher, ehrlicher und gradeausdenkender junger Mann ist. Auch andere junge Leute, wie David und die kalte Erinnerung Mike und der junge Florian aka frommi bewiesen mir gegenüber, das ihr Rückgrat nicht von Haribo ist und sie sehr ehrliche und zuverlässige Vertreter ihrer Generation sind! Auch David hat sich mittlerweile einen freundlicheren Ort im Internet gesucht und auch gefunden. Genauso, wie Julian, der mit seinen Problemen auch schon mal bei mir altem Mann auch mal via Telefon um Rat nachsucht und Diesen auch bekommt. Das haben schon andere, Eisberge aus Bayern, gemacht, nur von denen bekam ich dann einen Tritt. Julian ist da erwiesenermaßen anders. Julian ist mit 15 eine Zierde seines Alters. Dann gibt es noch andere junge Leute, wie Burak (Cube) und Janus (Apfelkuchen), die sich von irgendwelchen Pisa Studien nicht irre machen lassen und Erstklassige Kolumnen aus dem Ärmel schütteln. Sven Schrottt und Robin Netdad ermöglichten mir sogar bei mir vor Ort den Umgang mit der widerspenstigen Microsofttechnik. Ein extra Lob an sie. Da gibt es aber noch mehr. Mark, als Altruist und Leander als Xpert aka Handtuch, die eine eigene kleine Comm, ein so genanntes Internetboard haben, auf dem ich mich austoben kann. fehlen darf auch nicht Florian, der irgendwo an der schweizer Grenze wohnt, ein fröhliches und zuverlässiges Wesen, ein guter Freund, der es, genau wie Felix fertig bringt, mit meinen sämtlichen und zahlreichen Macken zu leben, denn leicht zu verdauen bin ich wahrhaftig nicht. die schweizer Grenze ist das Stichwort. Dort lebt doch ein junger Mann, Anfang 30, der sich seit fast 22 Jahren beruflich mit Computer und Internet beschäftigt und somit wäre Juri auch der ideale und dauerhafteste Ansprechpartner für Probleme, würden in ihm nicht die, vom Urmenschen gebliebenen Beschützerinstinkte und Männlichen Hormone regieren. Er ging sogar so weit, das ich bei ihm von einer Freunschafts auf eine Liste der Ignoranz rutschte, weil sein Testosteron das so wollte. Das geht mir insoweit gegen den Strich, weil er es völlig in Ordnung fand, das im Umkehrfall diese Frau mich sogar via Forum jagen durfte und er sie natürlich nicht zurückpfiff, oder ihr gar mit Folgen drohte, wenn sie mich nicht in Frieden lässt. Also zweierlei Maß bei der Freundschaft, so es den je eine war. Soviel zum Kommunikationsmedium Internet und dessen Grundverständnis. Felix hingegen hatte mich beim selben Thema nur mal heftig anschnauzen müssen und es war gegessen. Wieder war der junge Mann allen anderen, selbsternannten Internetgötter inbegriffen um Längen voraus. Wahrlich tapfer. Der Schweizer glaubt eine Frau beschützen zu müssen, die noch älter ist als ich, Kerngesund und auch nur auf der Suche nach Familienersatz und sozialen Kontakten, die Ihrige war vor ihr geflüchtet und dafür ist sie jetzt verlogener und mag es, wenn pubertäre Jünglinge sie anhimmeln, die ihre Söhne sein könnten. Diese Frau fand ich noch recht nett, als sie 1999 mein Internetleben betrat und irgendwann sogar bei mir Zuhause saß und sich von mir bedienen ließ. Sie teilte damals alle meine Ansichten und das, genauso, wie das laute Knurren meines Hundes, er möge in Frieden ruhen, hätte mich schon Hellhörig machen sollen. Sie verfluchte laut sämtlichen virtuellen „Titel“ und ich Trottel glaubte ihr das. . Später entwickelte diese, an sich mehr als erwachsene Frau eine Jagdleidenschaft, deren erklärtes Ziel meine Vertreibung wurde. Normal ist das also nicht. Nach dem dann der damals zuständige Commredchef Groucho, einer Karikatur von einem Menschen, es fertig brachte, mir auch einen solch virtuellen Dreck anzudrehen und ich ein Forum betreuen durfte, in der er mich dann mit einem Zweitnick fertigmachte und über meine Herkunft und Krankheit so grob lästerte, das er mir das Forum nach sagenhaften sechs Tagen mit viel Gewese wieder wegnahm. Nur ging die Hatz weiter. So weit, das mein Körper rebellierte, mich der Schlag recht derbe traf und ich acht Monate in der Klinik liegen durfte, kam ich wieder und sah die gleiche Nati nun plötzlich mit einem der noch in meiner Wohnung so verfluchten „Titel“ geschmückt und auch recht stolz darauf war. Diese „Titel“ sind auch ein Aufhänger für weitere Enttäuschungen mit Menschlichen Versagern. Im August 2001 gab es dann ein Treffen mit (noch) ganz normalen Chattern bei Düsseldorf. Dort feierte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten mit (noch) normalen Leuten, die ich jeden Tag im Chat sah und mit denen ich eigentlich keine Probleme hatte. Dort traf ich dann auch einen interessanten jungen Mann, Dille, der das gepflegte Deutsch in den Foren bewachte und sich damit einen Namen gemacht hat. wir schienen uns vom ersten Moment an sehr gut zu verstehen und er erklärte mich zu seinem Freund. Nur wenn ich bei Freunden etwas nicht ausstehen kann, so sind es gebrochene Wörter. Er hat bis jetzt noch keines seiner vollmundigen Versprechen eingelöst und daran wird er im Leben auch mal scheitern. Ich habe Dilles Botschaft aber verstanden. Er verbringt seine kostbare Zeit lieber mit geistigen Fußgängern in Münster, als mit Mir, der zugegebener maßen nicht gleich um die Ecke wohnt. Umso erstaunlicher sind Leute, wie Michi, die er gerne Großkotzig als Schwachköpfe bezeichnet. Michi tat keinen großen Spruch, wie die Henne beim Ei, oder besagter Dille. Michi kam einfach und besuchte mich mit der wahren Chatmutter Leo aka Nicole zu meinem Geburtstag. Auch Felix im Rollstuhl hatte Dille beschämt und mich ohne viel Aufhebens zu machen schon besucht ! Zurück zu den Leuten, die ich täglich gesehen, bzw. gelesen habe und mit denen ich im August feierte. PeKa und Hemdchen. Irgendwer Schlaues hatte die Hälfte meiner Wahlidee vom April und Juni 1999 abgeschrieben und als eigenständige Idee für die Bewältigung anstehender Probleme mit den Inhabern der virtuellen „Titel“ verkauft und die Beiden bekamen einen. Fast im selben Augenblick bekam ich das vor die Füße, was sie bis dahin „Freundschaft“ nannten. Dann wurde mir wegen relativ klar geäußerter Meinung mal eben für satte acht Monate der Chatnick gesperrt, weil eigene Meinung einfach nicht gefragt war. Ich brachte die Monate(!) der Sperrung hinter mich und bin jetzt nur noch ein seltener Gast in diesem Chat. Ich bin zum Internetboard vom Altruisten emigriert und fühle mich da auch wohler! Am Besten ist es aber, gar nicht erst krank zu werden, denn das Internet verzerrt und verschleiert meistens den wahren Charakter des Gegenüber, aber das liegt wohl in der Natur der Sache.