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Comeback

So bezeichnet man für gewöhnlich den Zeitpunkt, wo ein alter, fast vergessener, aber dennoch bekannter Künstler die Welt durch einen neuen Superhit überrascht, der dann genauso in den Ohren und Hirnen hängen bleibt, wie seine alten Hits es blieben. Pro7 sah doch darin tatsächlich eine neue Sendeform und zerrte nun unsägliche und daher auch mit Recht vergessene ehemalige Stars, wie Coolio, Markus, Lionel Richie, Limhal und CC Catch auf eine Bühne, um deren Körper und deren Stimmen in der Öffentlichkeit des Privatfernsehens zu exhumieren oder reanimieren, je nachdem, wie das Publikum eben reagiert. So etwas geht vielleicht bei großen und guten Schauspielern, die nach einer längeren Schaffenspause eine neue Rolle auf den Leib geschrieben bekommen, aber bei einem ehemaligen Star der NDW, wie Markus geht es ganz einfach schon deshalb nicht, weil die ganze NDW einfach schon 20 Jahre vorbei ist.
Auch Chris Norman hätte bei Smokie bleiben sollen und mit „Alice“ im Programm in Ruhe alt werden sollen. Gleiches gilt für Limhal und seine Truppe. Wenn er jetzt in seiner Verzweiflung Hits von Gloria Gaynor aus den Siebzigern nachplärrt, ist das nur ein Eingeständnis des eigenen Unvermögens, als ein Comeback. So richtig übel wird es dann, wenn die ehemaligen Rapper Haddaway und Coolio an ihre alten Erfolge mit Fremdgesungenem oder ganz einfach nur Schlechtem anknüpfen wollen. Das treibt mir keine Begeisterung in den Kopf, sondern maximal Brechreiz. Richtig Lächerlich wird es dann, wenn dieser Coolio sich als Gangstarapper versucht, aber in Ermangelung ernstzunehmender Gegner einfach auf die ihn kritisierende Jury von Pro7 losgeht. Es macht schon Sinn, dass als Rockopas nur Leute, wie Mick Jagger, David Bowie und Sting bezeichnet werden, denn sie sind seit Jahrzehnten im Geschäft und auf der Bühne und rocken da den meisten jungen Musikern ganz einfach den Arsch ab.
Im Rap hat sich bis jetzt nur Einer länger behauptet und das ist der ziemlich weiße Rapper Eminem, der es sogar bis zu einem Oscar gebracht hat. Für mich nicht ganz verständlich, aber meine Rolling Stones haben meine Eltern damals ja auch nicht verstanden. Nun, ich verstehe diese Comeback Sendung nun ganz und gar nicht, denn diese Stars hatten alle mal ihr Hoch und wenn sie nun ihre Kohle von damals verprasst haben, dann war es das eben. Aber nein, diese ganzen Untoten wollen ja wieder in die Medien und worden dort von der domestizierten Kreissäge Arabella, die so in ihre Stimme verliebt ist, das sie vor der Kamera auch das Wiener Telefonbuch vorkreischen würde, durch eine schauderhafte Sendung mehr oder weniger geschleust.
Bei Allen in dieser Sendung war die Welt eigentlich ganz froh darüber, dass sie vom Mantel des Vergessens bedeckt worden waren, denn wirklich gute Musiker brauchen keine extra Sendung für ihr Comeback. Sie haben es ganz einfach! Bei den Anderen sollte man verfahren wie bei richtigen Toten, Deckel zu und aus!