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D-Day

Es war wieder der Tag, an dem die Regierungschefs der Alliierten USA, Großbritannien und Frankreich jedes Jahr die Landung der amerikanischen und britischen Truppen am 6. Juni 1944 in der Normandie und deren Opfer gedachten.
Diesmal war auch der deutsche Kanzler geladen und das war ein Novum. Denn seit Kanzler Kohl 1985 den damaligen und inzwischen verstorbenen Präsidenten der USA, Ronald Reagan, auf einen Friedhof der Waffen-SS in Bitburg geschleppt hatte, um da mit ihm grinsend und leicht debil Händchen zu halten, waren deutsche Kanzler in der Welt wieder gefürchtet.
Für Kanzler Schröder, der bis jetzt einen recht festen Schritt auf diplomatischem Parkett bewiesen hat, eher eine leichtere Übung.
Einige Regierungschefs hatten auch allen Grund, von zuhause wegzukommen. Präsident Bush und Premierminister Blair hatten die Berichte über ihre randalierenden und folternden Soldaten im Irak pappesatt und auf Schröder lauerten daheim im Deutschland ganz andere Alliierte, die den Wahlkampf zur Europawahl mal eben in einen Bundestagswahlkampf umfunktionierten und den staunenden Bürgern weismachen wollten, das in Deutschland alles besser und schöner werden würde, wenn man sie nur in das Europaparlament nach Brüssel wählen würde. Nur der Oberbefehlshaber dieses Angriffs ist kein Dwight D. Eisenhower, sonder er heißt Guido Westerwelle, der auch keinen blutrünstigen Diktator stürzen will, sondern einen demokratisch gewählten Kanzler, der einfach nur Schröder heißt und dessen Vorhandensein ihm nicht behagt. Westerwelle hat sich in seiner politischen Laufbahn für die FDP entschieden, weil diese das Kunststück fertig brachte, von 1969 bis 1998 in wechselnden Koalitionen fast 30 in Jahre mit an der Macht zu sein, ohne je ein Wahlversprechen halten zu müssen, denn dafür gab es ja immer den jeweils schuldigen Koalitionspartner, der bei Bedarf dann flink gewechselt werden konnte.
Nur 1998 wollte die grimmige Tante SPD auf einmal nicht mehr und versuchte es sehr zum Entsetzen der alten Parteien FDP und Union und ihrer Bedenkenträger mit den Küken von den Grünen. Nun war die SPD lange von der Macht entwöhnt und Schröder war auch das erste Mal ein Kanzler. Die Grünen kannten sie gar nicht und das war ein großes Feld für Fehler. Die neue Regierung ließ auch keinen davon aus und machte sich in Spitzenzeit beim Volke damit unbeliebt.
Die Opposition erkannte ihre Chancen und schickte vier Jahre später Darth Stoiber ins Rennen um die Kanzlerschaft. Nur stammelte der zu sehr, um Schröder überzeugend an die Wand zu argumentieren und Schröder wurde mit starker Unterstützung und den Stimmen des beliebten grünen Außenministers Fischer glatt noch einmal Kanzler.
Nur die Fehler blieben dieselben und wurden sogar noch übler. Politiker sind eben noch lernunfähiger als die, vielleicht zu unrecht verschrienen, deutschen Schüler beim Pisatest. Zumindest die Politiker haben eigentlich keinen Grund, darüber dann das Maul aufzureißen. Nun ist dieser Kanzler Schröder recht glücklos bald das achte Jahr im Amt und da versucht ein Guido Westerwelle ihm das tapfer streitig zu machen.
Er nutzt das einzige Mittel, das die Politiker kennen und er belügt das Volk, das ja irgendwann mal wählt. Würde man ihm und der schwarzen Streitmacht der zukünftigen Kanzlerin Merkel auch nur ein Wort glauben, dann würden nach der Machtübernahme von Union und FDP in diesem Land ja Milch und Honig fließen und Arbeitslosigkeit wäre ein Fremdwort für die Deutschen. Also auch wenn ein Guido Westerwelle beim Parteitag der FDP in Dresden den D-Day von Union und FDP in Richtung Berlin verkündet, so ist das Ganze eher mit Vorsicht zu genießen.