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Das Alptraumschiff

Es war soweit und ich habe aus lauter Langeweile meinen sadomasochistischen Zwängen nachgegeben und mir das neuste Werk des Fernsehkomikers Bully Herbig, das Traumschiff Surprise mal in voller Länge angetan. Sonst habe ich diese Datei aus dem Internet schon nach 30 Minuten wieder angeödet geschlossen.
Wenn schwule Zeitgenossen karikiert werden sollen, ist das vielleicht ein lauer Grinser, einmal in 45 Minuten. Nur einen ganzen Film so zu gestalten, hat schon etwas Perverses. Ich habe ja nun 15 Jahre am Theater gearbeitet und da gibt es genügend Kollegen, die Männer lieben. Wie eine Transe bei der Kastration geredet hat davon allerdings keiner. In diesem Machwerk allerdings ausschließlich.
Der Film selbst bedient sich überall, von Mel Brooks bis hin zu StarTrek und StarWars. Eigentlich kein Verbrechen, denn andere Regisseure, wie die Gebrüder Zucker machen das mit anderen Filmen ja dauernd. Allerdings kommt da auch Besseres bei raus. Die Handlung, sofern sie erkennbar ist, stolpert in die Zukunft, ins Mittelalter und dann auch schon mal in den wilden Westen.
Die Grundlage des ganzen Treibens ist die alte und kultige Serie StarTrek von Gene Roddenberry aus den Sechziger Jahren, die ich damals ganz gerne gesehen hatte. Auch wenn Kapitän Kirk rückblickend und Wiederholungen sehend nicht ganz so überzeugend kam, wie sein Nachfolger Picard, so hat doch William Shatner lieber sämtliche Folgen tapfer seinen Bauch weggedrückt, als sich um sein Gewicht zu streiten. In der Komik geht sowas natürlich, aber dazu sollte es auch bitte komisch sein. Nun orientiert sich das, was ich komisch finde aber nun mal an den Gebrüdern Zucker, Mel Brooks, Eddie Murphy und in Deutschland an Schmidt und Mittermeier.
Das, was Bully Herbig komisch findet und anbietet, rangiert bei mir da her auf den hinteren Plätzen. Wenn das dann noch zu einem Kinofilm ausgewalzt wird, fällt bei mir das Visier. Dass man sich in anderen Filmen munter bedient haben und die Filme trotzdem lustig und unterhaltsam sein können, haben die Gebrüder Zucker und gerade Mel Brooks ja recht eindrucksvoll bewiesen. Auch Monty Pyton, eine begnadete britische Komikertruppe bediente sich der bekanntesten Vorlage der Welt, der Bibel und machte daraus einen intelligenten Kultfilm der auch dreißig Jahre später nichts von seinem Witz verloren hat.
Nun mag es ja sein, das Bully sich zu Ähnlichem berufen fühlt mit seiner Truppe, aber bis dahin ist es für ihn noch ein sehr weiter Weg, denn ganz im Gegensatz zu seinen Filmen kann ich über die von Monty Pyton noch immer herzlich lachen!