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Das Boot

Dieser Film ist doch tatsächlich mal so was, wie ein deutscher Klassiker des deutschen Nachkriegsfilms. Die Handlung beweist, das die Intention des Regisseurs Wolfgang Petersen einen Antikriegsfilm zu machen absolut gelungen und umgesetzt wurde und die Besetzungsliste liest sich, wie das Who is Who deutscher Topschauspieler, von denen etliche auch schon in Hollywood gedreht haben. Neben den Filmbösewicht Jürgen Prochnow, der Bondbösewicht Claude Oliver Rudolph, der unvermeintliche Martin Semmelrogge, Ralph Richter, Klaus Wennemann, Heinz Hönig, Uwe Ochsenknecht und zu guter letzt der heute noch nicht zu überhörende Barde Herbert Grönemeyer, der da als eine Art Laienschauspieler seine Rolle besser macht, als er Heute singt. Der Film ist immerhin über 20 Jahre alt, aber Thema und die Art der Darstellung vermögen Heute noch zu fesseln. Das natürlich nur, wenn der Film nicht von den Öffentlich Rechtlichen aus Kostengründen in 20 gut verdauliche Teile zerlegt wird, sondern wenn man ihn ganz sieht, wie ich z. B. auf DVD und den von deutschen Filmbeamten völlig unangetasteten „Directors Cut“. Auch dadurch wurde dieser Film zu einem Meilenstein der Nachkriegsfilmgeschichte. So ziemlich alle Schauspieler dort gingen ihren Cineastischen Weg, oder rufen Heute, wie Grönemeyer von diversen Bühnen herunter, oder direkt aus dem Radio. Es gibt kein vergleichbares Filmwerk, wo so viele deutsche Spitzenschauspieler auf einem Haufen versammelt sind. Vergleichbar ist das eigentlich nur einem Konzert, wo Die Beatles, Die Stones, Pink Floyd, Genesis, Queen, Black Sabbath, Led Zeppelin und Deep Purple auf einmal aufgetreten wären. Die Handlung des Films an sich ist recht schnell erzählt. Ein deutsches U Boot geht unter dem KaLeu Prochnow von einem französischen Hafen in den Atlantik auf Jagd, balgt sich aufs Übelste mit diversen Kreuzern der Alliierten und läuft dann siegreich in den Hafen wieder ein um dann dort von alliierten Bombern, sinnlos, wie dieser Krieg nun mal war Zusammengeschossen und Zusammengebombt zu werden. Der Alltag in der Enge des U Bootes trägt diesen Film. Unvergessen das Gespräch zweier gelangweilter Matrosen. „ Hast Du Haare in der Nase? Ich hab welche am Arsch und dann könnten wir nen Zopf daraus machen! Trotz solcher skurrilen Einlagen, bleibt es doch ein Film, der in seiner Gänze doch nachdenklich stimmt, zumal im Vorspann noch erwähnt wird, das von Vierzigtausend U Bootmatrosen im zweiten Weltkrieg nur Zehntausend wieder nach Hause kamen. Wer diesen Film noch nicht kennt, dem empfehle ich einen Gang zu seiner Videothek, denn dieser Film ist einfach schlicht einzigartig!