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Das Ende der Argumente

Als in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit Hans Meiser auf RTL die erste Daily Talkshow in die deutschen Haushalte schwappte, war ein Damm gebrochen, der nicht zu reparieren oder auch nur zu kanalisieren war. Nach dem Vorbild der USA, wo es Daily Talk schon seit 1950 gab, versuchten die Privatsender das tägliche Geschwätz nun auch in Deutschland zu etablieren. Was dabei herauskam, ist ja hinlänglich bekannt. Über Jahre strömten die Gestörten dieses Landes vor die Kameras und belästigten die Welt mit ihren Problemchen und kotzten sich meist gegenseitig an. Das dieses Konzept der Unterhaltung keine Zukunft hatte, dass konnte man mit einem Blick über den großen Teich ziemlich leicht feststellen, denn dort wurde das reine Gespräch, also der Talk schon länger durch eine reine Monstrositätenshow ersetzt worden, bei der Gebrechen aller Art den Vordergrund bilden. In der Jerry Springer Show geht zum Beispiel nichts mehr ohne Bodyguards auf der Bühne, die dann schon mal massiv eingreifen müssen, wenn sich zwei Zweizentnerfrauen bei einem Streit um einen Mann gegenseitig an die Kehle wollen. Argumentiert wird also nur noch mit blanker Gewalt und das Prinzip der Diskussion, Rede und Gegenrede geht dabei völlig den Bach runter. Leute mit weniger Mut und noch weniger Leben nutzen das weitestgehend anonyme Internet und erbrechen sich dort über andere Leute, indem sie diese nach allen Regeln der Kunst anflamen, das heißt, dass Thema und Inhalt absolut egal ist, solange sie ihrem Gegenüber dessen Schreibweise vorhalten können. Besonders ein Board im Internet ist dafür berüchtigt, dass dessen Mitglieder, die zwar Abitur und fünf Semester koitales Erbrechen hinter sich, aber sonst keine Ahnung von echtem Leben haben. Einer muss ein besonders armes Leben haben, denn er läuft noch immer nach Marathon, obwohl die entsprechende Schlacht nun bald 2500 Jahre vorbei ist und ein anderer lebt körperlich gesund und freiwillig im Internet und ernährt sich dort von fremden Rechtschreibfehlern, die ihm völlig fremden Menschen so passieren. Jede Verbindung, auch eine sehr niedere geistige ist bei ihm eine homosexuelle Beziehung und er ist so dumm, im Jahr 2005 „schwul“ für ein Schimpfwort zu halten. Diese beiden Prachtexemplare von gestörten Menschen leben auf Nensch, einem Board, das sich eigentlich den Schreibern aus Passion gewidmet haben will, aber eigentlich nur vergiftet ist, weil Argumentation durch solche Nenschisten absolut unmöglich gemacht wird. denn wie in der Jerry Springer Show sind sie bereit, jeden Moment über andere herzufallen, nur um ihr Besserwissen noch untermauert zu sehen. Eigentlich kein Wunder, wenn die kreativsten Schreiber dort schon lange ihr Heil in der Flucht gesucht haben und dieses Nensch nur noch langweilig ist. Dabei erhebt gerade dieses Bord den Anspruch eines für Erwachsene zu sein und über nichts weniger, als „die neue Ehrlichkeit“ zu verfügen. Nun, erwachsen mögen diese Leute ja schon irgendwie sein, aber ihre „neue Ehrlichkeit“ erschöpft sich darin, wie 13jährige Schüler anderen Leuten ihre Rechtschreibfehler um die Ohren zu hauen. Wer also wirklich schreiben und dabei auch noch argumentieren will, dem sei von diesem Nensch, auf dem die Gestörten das Sagen haben, dringend abzuraten!
Es widerspricht einfach der genetischen Disposition dieser Leute, vernünftig über und bei einem Thema argumentieren zu können.

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