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Das Ende der DDR

Dieser Staat ist nicht an Mauer, Stacheldraht und Selbstschussanlagen zugrunde gegangen. Das waren nur die Auswüchse und das offensichtliche Ergebnis der wahren Intention der Staatsführung.
Ein wucherndes und fast schon paranoides Misstrauen insbesondere gegen das eigene Volk waren Grund für Mauer, Stacheldraht und die absurdesten Gesetze.
So war es zum Beispiel Gesetz, das jeder Bürger über 14, der einen Personalausweis hatte, diesen auch mit sich herumschleppen musste, damit er sich bei der zuständigen Ordnungsmacht, der Volkspolizei, jederzeit als er selbst identifizieren konnte.
Meinung zu äußern war auch nur zugelassen, wenn diese Meinung nicht von der Meinung der Staatsführung abwich. Daraus resultierten dann auch Mauer und Stacheldraht.
Man traute den Menschen eben nicht. Die betroffenen Bürger allerdings hielten sich nicht ganz zu Unrecht für ziemlich erwachsen und wollten nun erst recht das tun können, was man ihnen von vornherein erstmal verboten hatte und einige taten es dann auch, von den wiederum etliche ihr Tun mit dem Leben bezahlten. In Berlin alleine schon 77! Warum diese Toten?
Wegen eines Jahrzehntelangen Misstrauens. Da kam es dann am Ende zu den großen Demonstrationen, wo das Volk Vertrauen und damit persönliche Freiheiten einforderte. Der Staat mochte aber nicht vertrauen und er ging so zugrunde. Nun sollte man meinen, das das diese Paranoia seit dem ein Ende hat, aber es gibt ja das Internet, wo man auch die wildesten Formen der Existenz ausleben kann. Da existiert zum Beispiel ein Internetboard junger Leute um die 14 für ihre Art Musik, werten will ich diese jetzt nicht *g*, wo die Foren ganz üble Namen aus dem DDR-Medienalltag bekommen haben.
Nicht das diese Kids auch nur etwas davon kennen, sie sind einfach zu jung, aber wenn das Forum für technische und andere Probleme da „der schwarze Kanal“ genannt wird, sträuben sich nicht nur bei mir sämtliche Haare, sondern da ist in Erziehung, Aufklärung und Geschichtswissen etwas reichlich derbe falsch gelaufen.
Ein anderes Beispiel ist ein uns allen bekanntes Forum, das eigentlich nur ein Hort des gepflegten deutschen Wortes sein sollte. Um da der Anonymität vorzubeugen, muß man sich die lästige Mühe machen und ein Personaldokument einscannen und das dann dahin schicken, um wieder Texte lesen oder gar schreiben zu können.
Ist man da anderer Meinung, kommt das, was man vor der Vereinigung auch mal gerne gesagt bekommen hat, in West, wie in Ostdeutschland, *Wenn’s Dir nicht passt, dann hau doch ab!*
Für mich ist das keine Art des Umgangs mit Menschen, die eigentlich nur schreiben, oder nur lesen wollen, also noch Interesse an deutschem Schriftgut haben. Wenn ich richtig informiert bin, ist diese spezielle Art deutscher Mensch doch eher vom Aussterben bedroht und sollte behütet und gepflegt und nicht aus Angst vor anonymen Randalieren völlig vergrault werden!