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Das Juwel

Bei dem Geschmeide, von dem hier die Rede ist, sind keine Klunkern am faltigen Hals alter Frauen, sondern ein Mensch, der es in sich hat.
Es ist Carola, die als Rückgrat einer ganzen und nicht unwichtigen Abteilung mit einer Engelsgeduld und einem Lächeln zwischen zwei Chefs sitzt und vermitteln muss. Der Eine ist ein Ossi, der an sich recht gut drauf wäre, hätte man ihn nicht nach Jahren harter Arbeit böse übergangen und ihm einen Wessi als Chef vor die Nase gesetzt, für den sogar der feststehende Termin der Grünen Woche etwas Überraschendes ist.
Carola quittiert dies mit der Gelassenheit eines Hindu und dem Lächeln einer Mutter, die mit ihren Kindern spielt und macht ganz nebenbei noch der Mär vom „faulen Ossi“ ein Ende, indem sie so fast nebenbei so sinnige Aufträge, wie 3500 Briefe tippen, eintüten und verschicken erledigt und sogar mir noch bei meinen 11000 Gutscheinen hilft. Alles mit einem Lächeln, voller Zuvorkommendheit und immer freundlich zu Jedem, ob der nun am Telefon nervt oder gar mit lärmenden Fragen ins Zimmer stürzt.
Sie hält den Laden zusammen, ohne das ihre Chefs merken zu lassen und strahlt dabei noch wie ein Diamant, aber eben Mensch durch und durch. Carola verkörpert genau das am Friedrichstadtpalast, was mir solange gefehlt hat, die immer freundliche Kompetenz der Kollegen dort. Ich hab ja nun in den letzten Jahren beinahe einen völlig verfälschten Blick auf die Wertigkeiten dieser Welt bekommen, aber Carola rückte das mit ihrer Realitätsnähe in nur zwei Tagen wieder alles zurecht. Die Werte, um die es wirklich geht, sind auf gar keinen Fall virtueller Natur, sondern zwischenmenschlicher und damit ziemlich reale.
Sie ist also alles in allem eine patente junge Frau, die das Herz am rechten Fleck hat und das schätze nicht nur ich so an ihr. Für sie ist das Internet lediglich ein Arbeitsmittel und keine Krücke für ein nicht vorhandenes Ego. Ein Ego hat sie reichlich, aber ein sehr symphatisches und sie gibt auch gerne davon ab. Sie ist so erfrischend anders als so ziemlich alles, was mir in den letzten vier Jahren begegnet ist. Wenn mich auch die Art der Arbeit etwas ankotzt, ich freue mich immer wieder, diese taffe, junge Frau dabei als Kollegin zu haben. Sie ist eben ein Juwel!