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Das Mahnmal

Nun ist es also soweit. Ganz hektisch, plötzlich und voller Schuldgefühle hat Deutschland 2003, nur 58 Jahre nach Kriegsende beschlossen, dass es eines deutschen Holocaust-Mahnmal für die sechs Millionen, von den Nazis ermordeten Juden in der ehemaligen Reichshauptstadt Berlin bedarf. Dieses Mahnmal ist nun, 2005, zwei weitere Jahre später fertig und wird mit allem Pomp und jeder nur greifbaren Prominenz eingeweiht.
SECHZIG Jahre nach Ende des Krieges und genauso lange nach der Befreiung der Überlebenden aus den deutschen Vernichtungslagern und KZs fällt es einer Bundesregierung da einen Grund zum Mahnen geben könnte.
Dabei 40 Jahre wurde die DDR genau wegen dieses Gedenkens und Mahnens ausgelacht.
Nun ist Erinnern plötzlich Mode und sogar eine Art Kult, der auch so richtig teuer sein darf, 27,6 Millionen Euro, um genau zu sein und eine Zahl zu nennen.
Als ob man die Ungeheuerlichkeit der begangenen Verbrechen durch eine gesteigerte optischen Abscheulichkeit dieses Mahnmals, es sind 2.711, bis zu fünf Meter hohe Betonstelen auf einer 19.000 Quadratmeter großen Freifläche, auch nur ansatzweise zur Erinnerung zwingen würde.
Diese, künstlerisch so „wertvollen“, Stelen laden auch nur zu einem ein. Dazu, dass die ersten neuen braunen Horden dort ihre Hakenkreuze genauso hinterlassen wie auf den jüdischen Friedhöfen.
Denn die Braunen marschieren ja in Deutschland schon wieder. Am 8. Mai 2005(!) wollten sie ja sogar wieder durch das Brandenburger Tor marschieren, so wie sie es 1933 schon mal getan haben.
Es ist an sich nur eine Frage der Erziehung künftiger Generationen, wie diese mit den Verbrechen von 33 bis 45 umgehen. Die Fakten liefert die Geschichte und die meisten KZ und Vernichtungslager sind ja schon Gedenkstätten für sich.
Es macht irgendwie keinen Sinn, an die Monstrosität der industriellen Vernichtung von Menschen nun durch die Monstrosität mehrerer zubetonierter Fußballfelder in der Mitte Berlins erinnern zu wollen.
Eigentlich verkörpert dieses neue Mahnmal nur das schlechte Gewissen einer Bundesregierung, solange nichts in der Richtung getan zu haben.
Auch ist es dem so schwer davon begeisterten ostdeutschen Bundestagspräsidenten Thierse offenbar völlig entfallen, dass die DDR mit Mahn und Gedenkstätten zugepflastert war und genau dort in Sachsen schon wieder Nazis im Landtag sitzen, weil sie sich erfolgreich als Alternative zur aktuellen Politik verkaufen konnten.
Solange die Menschen so dumm sind und den Nazis wieder glauben, hat es auch keinen Zweck, wenn zum Gedenken halb Deutschland mit solchen Stelen zubetoniert wird.
Wer sich nicht erinnern will, der wird es auch trotz oder gerade wegen solcher Mahnmale nicht tun.
Davon mal abgesehen fühlen sich die älteren Deutschen, die über 50 und 60 sind und zu der Zeit noch unschuldige Kinder und damit selbst Opfer des Krieges waren, eigentlich nur noch genervt und das kann ja unmöglich der Sinn eines solchen Mahnmals sein!
Ganz heiß und wichtig sind ja die anonymen Einwände hier im GB:

"VV IP: 217.227.66.32
10.5.2005 um 15:56:35

Das Mahnmal wurde von Rosh schon seit 1988 vorrangetrieben. Von "plötzlich" kann da keine Rede sein."

Stimmt. 1988 ist auch 43 Jahre nach Kriegsende und damit auch nicht unbedingt sehr hastig!