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Das Nähgenie

entdeckte ich in einer meiner schlaflosen Nächte in einer Dauerwerbesendung auf VOX. Nur ist das nicht etwa ein altes Mütterchen, welches begeistert vor sich hin stichelt, sondern, wie sollte es anders sein, eine mit Elektronik voll gestopfte Wundermaschine, die, laut Aussage des leicht bekifft jubelnden Moderators es absolut jedem Menschen zum Bedürfnis werden lassen, seine Klamotte demnächst selbst zu nähen. Eine seiner, sich überschlagenden Ansagen war dahingehend, das jede Braut ihr Brautkleid sich jetzt selbst in Windeseile und ohne großen Zeitaufwand nun selbst nähen könne. Ich sah im Geist schon jubelnde Bräute, die demnächst eine Hochzeit planen, wie sie mit dankbaren, feuchten Augen zum Hörer greifen, um sich diese absolute Errungenschaft der Zivilisation für lächerliche 69 €, nur die Schweizer müssen 129 Franken löhnen, einfach zu bestellen, um in der gepriesenen Schnelligkeit ihr Brautkleid selbst zusammenzuflicken und den sauteuren weißen Traum von Dior, der mal für die Hochzeit vorgesehen war, dabei einfach zu vergessen! Ich selbst hab ja zum Nähen an sich ein gespaltenes Verhältnis. Knöpfe annähen ging ja noch grade so, aber für alles Weitere gibt es ja eine recht zuverlässige Institution, der ich sogar mal ne richtig gute Nähmaschine nicht ohne Hintergedanken geschenkt habe, dafür gibt’s die Mutter. Wir kennen und schätzen alle ihre Nähkünste, ob nun im Hindukusch oder hier in Westeuropa. Selten sagt sie nein, wenn uns Bein oder Ärmellängen missfallen, sondern sie nimmt sich der Klamotte an und ändert es meist wie gewünscht. Was ich damit sagen will, das wir gar kein solches Nähgenie von VOX brauchen, denn jeder von uns besitzt schon eins und das sein ganzes Leben lang