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Das Sakrileg der lügenden Kirche

Gestern war nun der Tag, wo meine Freundin endlich zurück war und die Zeit fand, sich mit mir „The Da Vinci Code – Sakrileg“ im Kino anzusehen, um den ja in den Medien gerade ein fürchterliches Gewese und ein riesiger Hipe veranstaltet wird und vor dem sich die katholische Kirche so gefürchtet hat.
Nach wildem Geknutsche den üblichen, kurzen Streit, ob wir uns nun hinten hinsetzen oder doch den Film sehen wollen, gewann diesmal der Film.
Endlich, nach gefühlten acht Stunden Werbung für Zigaretten, Autos, Lockenwickler für Nasen und Schamhaare und ähnlich unverzichtbare Dinge für das tägliche Leben ging es dann auch ganz überraschend los und der Film fing an.
Der kommt nach einem Mord durch einen Killermönch von Opus Dei zum Warmwerden und dem Einbinden von Tom Hanks als Symbolologe Robert Langdon in die Handlung nach einer guten Stunde in die Gänge, als der Tempelritter Sir Leigh Teabing aka Gandalf aka Ian McKellen die Szene betrat.
Da zumindest hat mich Bine geweckt und ich blieb auch wach. Dann wurde es sogar recht spannend und mir wurde klar, warum die katholische Kirche weder Buch noch Film so richtig leiden mochte.
Es ging ja auch in der Hauptsache um den heiligen Gral und darum, ob dieser Jesus den es vor über 2000 Jahren gegeben haben soll, was ja an sich noch relativ unbewiesen ist, da es ja erstaunlicherweise keinen greifbaren Beleg oder Beweis dafür gibt, nun der Sohn eines Gottes war oder der eines Menschen und ob es ihnüberhaupt gab.
Das ist dann auch das große Manko dieses Films, denn man redet über Jesus wie über einen letztens verstorbenen Erbonkel und nicht über das, was er ist, einen Mythos der katholischen Kirche.
Man sollte also schon fromm und schlichten Gemütes sein, um diesen Film und dieses Thema entsprechend ernst zu nehmen. Damit kann ich nun gar nicht dienen und daher konzentrierte ich mich auf den unterhaltenden Teil. Unterhaltend war der kurze Einblick in Brauchtum, Sitten und Hobbys der verschärften Katholiken von Opus Dei allemal. Wie sie sich auf den Knien liegend selbst Schmerzen zufügen und mit Peitsche und blutigem „Schmerzband“ um die Waden selbst geißeln, als müssten sie Werbung für einen SM-Club machen, um selig zu werden.
Ansonsten geht es sehr lange zweieinhalb Stunden um Lüge zum Zweck des Machterhalts der katholische Kirche, über die Rätsel der einen Fantasy gegen die Rätsel der anderen Fantasy, denn bewiesen ist von den wilden Thesen ja nun rein gar nichts, denn es gibt ja noch immer keinen glaubwürdigen Beweis für die Existenz von Jesus Christus, denn allein die vier Evangelien würde jeder Richter, der bei Verstand ist und sein Amt ernst nimmt, als Hörensagen abschmettern.
Tom Hanks brauchte erst etwas, um schauspielerisch in die Gänge zu kommen, aber dann wirkte er glaubwürdig. Man merkt ihm an, dass er mit so flachen Filmen, wie Ladykillers und Terminal deutlich unterfordert war und sich nun echte Mühe geben musste, um dem schweren Thema gerecht zu werden. Ian McKellen, Alfred Molina und Jean Reno gelang es einfach sehr viel besser, in ihren Rollen aufzugehen und sie waren auch der Gewinn des Films. Im Grunde genommen geht es nur um die Verfechter zwei grundverschiedener Thesen, für die Tempelritter auf der einen und Opus Dei auf der anderen Seite der katholische Kirche stehen. Würde allerdings an der These der Tempelritter etwas dran sein, müsste sich die katholische Kirche warm anziehen und tatsächlich um ihre Existenz fürchten. Wer Näheres darüber wissen will, sollte sich mit Film und Buch beschäftigen. Nur soviel sei gesagt, der heiligen Gral ist nach deren These zwar ein Gefäß, aber keines, das sich ein Ritter ins Regal hätte stellen wollen, wenn er auch nur halbwegs bei Verstand ist und da wären einige sinnlose Feldzüge im Mittelalter vermieden worden. Der Film an sich war nette Unterhaltung, aber zum ganz großen Kino hat es dann doch nicht gereicht.
Dafür wird der Zuschauer ganz einfach mit zu vielen religiösen Daten gefüttert, die er am Ende des Films samt und sonders wieder vergessen hat. Das drückt dann auch meine persönliche Wertung auf 7/10, liegt aber noch immer im Bereich der guten Filme, die dann auch auf der Liste der anzuschaffenden DVDs stehen. Ich habe sehr viel bessere Filme mit Tom Hanks, aber auch sehr viel schlechtere.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!