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Das große Haus an der Ecke

Es war ein, eigentlich recht gemütlicher Neubau von 1998, in dem sich die Jugend des deutschsprachigen Europas recht gerne versammelte und über ausgesuchte Themen und ihren Alltag zwanglos plauderten. Jeder fühlte sich da wohl und auch das Alter spielte keine Rolle. Nun setzte aber die Hausverwaltung einige ausgesuchte Mieter ein, die sich schon ihrer Bezeichnung nach für sehr wichtig hielten. Ich zog Anfang 1999 dort ein und vergrätzte die Hausverwaltung mit rebellischen Ideen. Die waren so schlecht und revolutionär, das die Hausverwaltung eine davon aussuchte und als die ihre verkaufte. Nur die Umsetzung war entsprechend herzlos, wie mangelhaft. Diese Idee bezog sich darauf, die ausgesuchten Mieter einfach von allen übrigen wählen zu lassen. Sie scheiterte daran, das die Hausverwaltung es zuließ, das jeder Bewohner sich selbst vorschlagen konnte. Das gab es in meinem Vorschlag nicht. Das Haus bekam Risse und die Grundkonstruktion begann zu wackeln. Nur, anstatt das zu beheben, begnügte sich die Hausverwaltung damit zu beschäftigen diverse Streitereien der Bewohner am Leben zu halten und sogar zu schüren. Bei den Streitereien, die am schwarzen Brett ausgetragen wurden, mischte sie kräftig mit und da ich es gewagt hatte, einige Wahrheiten über die „wichtigen“ Mieter, die die Aufsicht innehatten, an eben jenes schwarze Brett zu nageln, wurde ich von der Hausverwaltung dann ganz offiziell zum Freiwild gemacht und via schwarzem Brett dann bezüglich meiner Herkunft, meines Alters, meines gesundheitlichen Zustands und natürlich meiner Meinung ganz herzhaft beschimpft. Drei Jahre nach meinem Einzug besann sich die Hausverwaltung auf meine Ideen von 99, schmückte sie mit einer Art Blockwart aus und verkaufte sie wieder als die ihre. Der Kern war folgender. In meiner Idee von 1999 stand auch, das die „wichtigen“ Mieter, die das Haus überwachten, eine zeitliche Begrenzung erfahren sollten. Da aber unmöglich im Haus zugegeben werden konnte, das eine Idee von mir auch gut ist, wurden eben eine Art „Blockwarte“ kreiert, um ja keine Ähnlichkeit aufkommen zu lassen. Da ich aber mit meiner Meinung über diverse Geschehen und dem, im Sinne des Wortes, untragbarem technischen Zustand des Gebäudes immer noch nicht hinter dem Berg hielt, warf man mich einfach aus dem Haus. Ich machte das, was ich bei anderen Mietern recht häufig beobachtet habe und zog unter einem anderen Namen wieder ein. Ich hatte eben keine andere Bleibe und unter den jungen Mietern auch recht gute Freunde gefunden. Es passierte das, was leider immer passiert. Die Verwaltung nahm übel. Wieder wurde ich des Hauses verwiesen und wieder zog ich unter neuem Namen ein. Nun waren aber einige, jetzt ehemalige „wichtige“ Mieter und nunmehrige „Blockwarte“ immer noch aufgebracht über meine Existenz, das sie sogar ans schwarze Brett schrieben, das der einzige, recht erbärmliche Grund ihrer Existenz in dem Haus, in der Vertreibung meiner Person besteht. Andere Mieter, die auch auf den Posten eines „wichtigen“ Mieters reflektierten und „wichtige“ Mieter, die auf das „Amt“ eines „Blockwarts“ reflektierten, schlossen sich dem Feldzug gegen meine Person meist sogar recht Grundlos und von keinerlei Kenntnis belastet, an und schrieben ihren unsinnigen Hass an das schwarze Brett. Nun wurde bei all diesem Treiben die technische Konstruktion aber nicht besser und ich mahnte das bei der Verwaltung natürlich an. Prompt wurde meine Verfolgung verstärkt und die Verwaltung, die Mittlerweile von einem ehemaligem „Blockwart“ geleitet wurde griff zu Maßnahmen. Das beliebte schwarze Brett wurde halbiert, weil der Verwalter, der eigentlich dafür bezahlt wurde, keine Lust hatte, sich darum kümmern zu müssen. Dann wurde graue Farbe geholt und das Haus in ein Depressivgraues Labyrinth verwandelt, wo einige wichtige Räume einfach mal vom Dachboden in den Keller verschwanden. Das Haus ist zwar immer noch groß, aber die Anzahl der Wohnungen und die wacklige Statik wurde nicht an die Masse der neuen Mieter angepasst, die ja immer noch durch Werbung angelockt wurden. Das Haus wackelt seinem Zusammenbruch entgegen und es ist schade um die schöne Zeit, die man dort mal hatte. Ich persönlich treffe mich mit einigen der jungen Mieter, zu denen sich so was wie eine Freundschaft entwickelt hat, demnächst wieder auf einem Mietertreff und ich freue mich darauf.?
Richtige Treffen sind immer noch besser, als der kurze und überwachte Plausch im Hausflur! Das Haus ist immer noch da, aber grau und der Aufenthalt darin ist nicht mehr so schön