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Das große Treffen im Gammaquadranten

Es ist üblich, das einmal im Jahr einer der Mitglieder der interstellaren Weltraumcommunity GIGA ein Treffen aller Mitglieder, die das auch wollen ein Treffen organisiert, wo sie die verschiedensten Völker des deutschsprachigen Weltraums treffen und auch persönlich kennenlernen. Diesmal nahm das der freundliche Markus vom kleinen Planeten Aschaffenburg in seine Hände. Gammaquadrant daher, weil Aschaffenburg für mich preußischen Fußgänger eine ähnliche Entfernung hat. Nun bot sich mein bester Freund und Exarbeitskollege Torsten, eine Perle, was Geduld und Toleranz gegenüber mir altem, bockigem Schrat angeht, die man selbst im östlichen Teil des Universums nicht noch einmal findet, an, mich dorthin als mein Freund und Pilot des Bluesmobils zu begleiten. Gesagt, getan. Nur war mein Raumschiff nicht die luxuriöse Voyager, sondern ein kleines zerbeultes Bluesmobil aus den neunziger Jahren des letzen Jahrhunderts. Dieses kleine Teil trug uns nun tapfer und kilometerfressend in die gewünschte Richtung. Vorbei an den Energie und Kraftstoffladestationen der Ferrengi, einem kleinem, habgierigem Volk, welches alle Bedürfnisse gegen ein Entgelt befriedigt. Nun liegt der Planet Aschaffenburg auch genau in dem Teil des deutschen Kosmos, in dem die dunkle Seite der Macht politisch das Sagen hat und sich anschickt, durch Wahlen am 22.09. den ganzen deutschen Kosmos zu übernehmen. Aber das nur am Rande. Nach acht quälenden Stunden im Bluesmobil kamen wir dann im Aschaffenburg an und wurden von Markus via Audiobefehl, in Berlin sagt man dazu Handy, zum vereinbartem Treffpunkt gelotst. Dort begann das dann das Treffen mit einem Wiedersehens, bzw. Begrüssungshallo, je nachdem, ob man den Betreffenden schon kannte, oder eben auch nicht. Die Begrüßung war entsprechend herzlich bei mir, da ich öfter auf solchen Treffen war. Aus der Rolle fiel nur der Vertreter des Volkes der Peka, der mit mehr oder weniger witzigen Sprüchen den Mittelpunkt der Veranstaltung suchte, um sich dort nach alter Manier breit zu machen.. nun waren die Vertreter der anderen jungen Völker aber so jung auch nicht mehr und verwiesen ihn dorthin, wohin er gehörte. In die Bedeutungslosigkeit. Der Vertreter der Peka hatte sich etwas unbeliebt gemacht, als er für 12 Wochen in der Weltraumcommunity GIGA so etwas, wie eine leitende Funktion inne hatte und andere dann damit verprellte, da er mit der Macht nicht umzugehen wusste und die Leute, die er seine Freunde nannte, ganz kräftig auflaufen ließ
Das ist aber eine andere Geschichte und gehört nicht hierher. Alle Schiffe begaben sich dann auf Markus Geheiß an einen anderen Ort, wo er für teures Geld von den Ferrengi eine Art begrünten Acker gemietet hatte, den diese recht mutig als Campingplatz bezeichneten. Dort wurden dann eilig die luftigen Sommerhäuser aufgebaut, die in Berlin unter dem Namen Zelte bekannt sind. Danach fingen alle Jungvölker mit dem Speiseritual an, welches alle noch von ihren Vorfahren kennen und dem Grillen recht ähnlich ist. Dann trudelten die Nachzügler ein, wie zum Beispiel der junge, freundliche Dille, ein Jedi Ritter, der sich auf seinem kleinen Planeten Münster recht tapfer der dunklen Seite der Macht entgegenstellte. Sein Navigationscomputer hatte einen Totalschaden und er ist vier Stunden Ziellos um den Planeten Aschaffenburg gekreist. Ich hatte inzwischen meine Freundschaft mit Michi, dem Vertreter des Volkes der Kwitschibo vertieft und mich auch sonst sehr gut unterhalten. Zum Beispiel mit Monika vom Volk der Malunen, die mir auch sehr nahe steht, weil sie ein lieber und warmherziger Mensch ist und das, obwohl sie älter ist. Erfahrungen mit der Borgqueen Nati sind dann wohl doch kein muss!. Genau, wie Mathias vom Volk der Twin. Torsten hatte inzwischen unser Zelt aufgebaut und es auch so eingerichtet, das es mir an nichts fehlt. Wie gesagt, er ist eine Perle und ich ein verwöhnter, alter Mann. Der Abend ging dann mit viel Unterhaltung und recht launig weiter bis 0:00 Uhr. Dann hatte Sven, der nette Vertreter vom Volk der Sinus seinen 18. Geburtstag und diese Volljährigkeit wurde gebührend gefeiert. Danach machte sich eine allgemeine Müdigkeit breit und alles ging schlafen. Zumindest versuchte man das. Nur scheiterte es daran, das einige streunende Gesellen sich lautstark darüber aufregten, das sie wegen ihres recht russischen Lärmes angezählt wurden und wir, doch eher leisen Camper nicht. Danach schlief dann doch alles ein, denn man war vom weiten Weg bis in den Gammaquadranten dann doch erschöpft. Der nächste Morgen begann nicht wesentlich anders. Eine „Dame“ in den mittleren Alters über irgendeinen Müll lautstark zeterte. Wir waren prompt wach. Dann bahnte sich die Sonne über dem Planeten Aschaffenburg ihren Weg und der Tag drohte heiß zu werden und er wurde heiß. Damit taten sich dann neue Probleme auf. Die Getränke wurden knapp. Markus gab drei Leuten Geld, auf das sie welche holten. Das erwies sich als Fehler, denn sie holten hauptsächlich leichte Narkotika, besser auch als Bier und Wein bekannt. Markus hatte nicht ahnen können, dass die Gigavölker nicht nur einfache Chatter sind, sondern in Durst und Appetit biblischen Heuschreckenplagen und marodierenden Wanderameisen gleichkommen. Der Jedi Ritter Dille musste leider wieder weg, wie umarmten einander und schworen baldiges Wiedersehen. Markus stellte dann ein Gerät zur Wiedergabe von Audio CDs auf den Platz und etwas Gruseliges begann. Ich bin durch meinen Beruf immer noch an harmonische Töne gewohnt und legte etwas Rockiges aus den siebziger Jahren ein, was sich als Riesenfehler herausstellte. Die Jungvölker von heute ergötzen sich an so Sachen, die aus dem Sternensystem Amerika kommen und wild aussehende Dunkelhäutige eine Art Sprechgesang um brennende Mülltonnen veranstalten und deren Führer oder Gott ist eine wild und grausam krächzende Figur Namens Eminem. Mich erinnert das eher an den Menschenopfergesang der Priester bei den Azteken, denn an Musik. Die Alternative war akustisch noch Grausamer und nennt sich Techno. Ich würde derartige Geräusche eher als ein Konzert für eine Kreissäge, einen Staubsauger, einer Schlagbohrmaschine und sechs Schlagzeuge nennen. Aber meine Eltern haben ja über meine Musik damals auch nicht anders geredet, lassen wir der Jugend ihre Freuden. Einige Teilnehmer, darunter auch mein Freund, der fast genauso alt ist, wie ich, begannen dann wie die blöden mit einem Ballähnlichem Leder den mir bekannten Fußball nachzuempfinden und mein Pilot holte sich bei den halb so alten, aber doppelt so fitten Jungs derbe Dellen und Blasen. Ich genoss meine Beobachterrolle und merkte gar nicht, dass ich langsam in der Sonne von Aschaffenburg briet und kochte. Ich bin eben ein alter Narr. Es wurde Abend und die gleichen heidnischen Urrituale in Sachen Nahrungszubereitung wie vom Vortag nahmen ihren Lauf. Gleichzeitig wurde das Zusiechnehmen leichter Narkotika erhöht. Markus bekam von den vermietenden Ferrengis die Order, dass der Platz am nächsten Morgen um 11:00 Uhr zu räumen sei. Er leitete das an alle noch Anwesenden weiter, in der Hoffnung, dass diese beim Aufräumen und Sauberhalten helfen würden. Der Einzige, der sofort reagierte, war mein Freund und Pilot, der sofort, wie ich Früher mit einem blauen Müllsack loszog und anfing Müll zu sammeln. Das war alles Mal anders und der Gemeinschaftsgedanke ist bei GIGA mit diesen „VIP auf Zeit Spielchen“ erfolgreich weggezüchtet worden. Jeder denkt jetzt zuerst mal an sich. Zurück zum CT. Am heutigen Sonntag wachte ich sehr früh auf, voller Tatendrang und Heimweh. Ich weckte Torsten und wir richteten uns auf Heimweg ein. Er packte in atemberaubender Geschwindigkeit das Zelt zusammen, ich machte eine Grußrunde und herzte jeden einzelnen meiner alten und neuen Freunde. Nun sind es mehr, als nur Nicknames, mit denen ich mich über alles unterhalte. Nun sind es Gesichter lebender Menschen. Ganz, wie es bei Felix war, ich wünschte, er könnte bei so etwas mal bei sein.
Ich hab mir und Torsten im Auto geschworen, das ich mit anderthalb Füßen nie wieder campen werde, aber heimlich Freue ich mich schon auf den Planeten Aschaffenburg 2003. Ich hoffe nur, dass sich der tapfere Junge da nicht vergraulen lässt, aus der interstellaren Weltraumcommunity GIGA! Es würde mir auch nichts ausmachen, wenn es in der Nähe meines Sonnensystems stattfinden würde. das Erkunden fremder Sternensysteme und den unendlichen Weiten überlass ich dann doch lieber Capitain Picard & Co.