About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Defizite eines Königs

The-Kings-Speech-Poster-uk-poster

Der Film The King’s Speech von Tom Hooper 2010 wurde ja bei der Oscarverleihung 2011 nur so mit Nominierungen und Preisen überhäuft und wie ich heute im Kino gesehen habe, so ziemlich mit Recht.
Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat sich offensichtlich und erfreulicherweise auf ihre Wurzeln besonnen und dem besten Film nicht nach den Effekten oder einer zweifelhaften politischen Aussage ausgesucht, sondern wirklich große Schauspielkunst geehrt.
Colin Firth als schwer stotternder Herzog von York und späterer König Georg VI. Helena Bonham Carter als seine Frau und schließlich Geoffrey Rush als überzeugender Sprachtherapeut Lionel Logue haben echte Höchstleistungen geboten und der Film war bis auf die letzte Rolle erstklassig besetzt.
Es ist nicht einfach nur eine Dokumentation über historisch belegte Fakten, sondern ein erstklassiger Film über den australischen Sprachtherapeuten Logue, wie er mit unkonventionellen Methoden dem Sprachfehler des Königs zu Leibe rückt.
Waren Colin Firth. Geoffrey Rush und Helena Bonham Carter bisher nur durch bemerkenswerte Nebenrollen bekannt. Wie ‚Carter als Marla Singer in Fight Club, als Rote Königin aus Alice im Wunderland, auch gerne gebucht als böse Hexe in den Harry Potter Filmen und schließlich Rush als Captain Barbossa in den Fluch der Karibik Filmen, hat Regisseur Tom Hooper sie und sich selbst mit seinem Geniestreich The King’s Speech sehr verdient in die Reihen der Oscargewinner katapultiert.
Zu der Sorte Gewinnern, die diesen Preis durch reine Spielfreude erworben haben und das ist in den letzten Jahren ja eher die Minderheit. Der Film lebt hauptsächlich von der Interaktion der beiden Männer, also des Königs und seines Therapeuten, hat historische Hintergründe und ist trotzdem keine Minute der gut zwei Stunden langweilig.

The King’s Speech lief in Deutschland leider erst nach der Oscarverleihung an und daher konnte ich mir nicht früher ein Bild machen. So hat er mich überrascht und beeindruckt und wird einer der wenigen Höhepunkte des sonst eher mageren Kinojahrs 2011. Er ist zwar als Drama gedacht, aber hat durchaus eine Menge heiterer Momente.
Mir hat alles an diesem Film gefallen, was ihn sofort auf 10/10 in meiner persönlichen Wertung bringt und da man sich gute Schauspieler immer wieder ansehen kann, auch auf die Liste der anzuschaffenden Filme.





Wer dazu eine Meinung hat, der bemühe den Link hier