About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Demokratische Linke PDS

Es muss eine Sportart bei allen linken Parteien Deutschlands sein, dass sie es vorziehen, sich vor einer Wahl in möglichst viele kleine Häufchen zu verteilen und zu zersplittern. „Demokratische Linke PDS“ nennt sich die letzte Kreatur der linken Frankensteine. Da man inhaltlich weder Rot/Grün noch der Union etwas entgegenzusetzen hat, sollen es nun die prominenten Gesichter sein, die dieses neue linke Vehikel auf Siegeskurs bei der Schlacht um die Fünfprozenthürde bringen soll.
Der Kanzler und sein Parteichef sind sauer, weil sie wissen, dass alle eventuellen Stimmen für diese linke Krücke, die sich der ehemalige Chef der SPD, Oskar Lafontaine und der Mediengott der PDS, Gregor Gysi da aus den Fingern gesogen haben, hauptsächlich die SPD und die Grünen Wählerstimmen kosten wird. Für Oskar Lafontaine ist das eine Rache, die er genießen wird und für Gregor Gysi einfach ein nur weiterer Anlauf, seine PDS im Westen aus der noch immer anhaltenden Bedeutungslosigkeit zu holen. Da es allerdings an jedem nachvollziehbaren Programmansatz fehlt, was man den nun wie besser machen wolle, wird allein die Rechnung von Oskar Lafontaine aufgehen und er wird seinem persönlichen Feind, dem Nochkanzler Schröder mit seinem linken Protestverein jede Wählerstimme abjagen, wenn denn irgendwer diese „Demokratische Linke PDS“ so ernst nimmt, dass er tatsächlich seine Wählerstimme an sie verschwendet. Die Einzigen, die das Treiben der linken Splitter mit wachsender Zufriedenheit betrachten, sind Merkels Union und Westerwelles FDP, denn ihr Wahlsieg wird umso sicherer, je mehr sich die linken Parteien und Gruppen untereinander aufreiben und gegenseitig die restlichen Wähler streitig machen.
Dabei steht es in jedem Geschichtsbuch, was passiert, wenn sich die linken Parteien untereinander aufreiben.
Genau das sollte Gregor Gysi eigentlich am Besten wissen, denn die SED, in der er ja mal war ja, hatte sich ja 1946 mit genau dieser Erkenntnis als Begründung in der sowjetisch besetzen Zone Deutschlands 1946 aus KPD und SPD zusammengetan hat. Was dabei dann am Ende rauskam, dürfte hinlänglich bekannt sein. Der Wahlsieg der NSDAP 1933 und die zersplitterte Linke damals können ja nun auch nicht ewig als Begründung dafür herhalten, wenn zwei Politiker, die sich links glauben, eine eheähnliche Gemeinschaft bilden wollen, ohne das dabei etwas für die Politik oder gar für Deutschland an Sinnvollem passiert. Nur Oskar Lafontaine, der mit seiner Aktion eigentlich auf Kanzler Schröder gezielt hatte, ist nun selbst der Getroffene und hat damit ziemlich endgültig seine politische Glaubwürdigkeit verloren, wenn er denn noch eine hatte. Ein ehemals prominenter Sozialdemokrat, der mit einem bekennendem Postkommunisten aus persönlichen Motiven gemeinsame Sache macht, der dürfte nicht nur für mich völlig unglaubwürdig und unten durch sein.
So hat sich dann auch diese Alternative in Rauch aufgelöst und übrig bleibt nur ein sehr schlechter Witz von einem ehemaligen Politiker der SPD, der nur noch Rache wollte. Nur in dieser Zeit und in diesem Deutschland ist nur recht wenigen Leuten nach Lachen zumute und die sitzen bei der Union und feixen über die neue Art der Selbstzerfleischung bei den Linken und die guten Namen von Oskar Lafontaine und Gregor Gysi sind dann auch nur noch Bestandteile der Geschichte!