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Denkzettel

Es kam, wie es kommen musste. In zwei ostdeutschen Bundesländern wurde protestiert. In den Medien hießen der Vorgang „Landtagswahlen“ in Sachsen und Brandenburg. Der Ostdeutsche an sich verband offenbar damit aber weniger die Chance, die Politik seines Bundeslands für die nächsten vier Jahre mitzubestimmen, sondern er sah darin die Möglichkeit, die herrschenden, bürgerlichen Parteien für die leeren Versprechungen und die verfehlte Politik der letzten 15 Jahre abzustrafen.
Die ostdeutschen Bürger glaubten dies bei einer Landtagswahl tun zu können, weil ihnen diese absurde Möglichkeit von den fragwürdigen Parteien die sich am linken und am rechten Rand der großen Volksparteien CDU und SPD so tummeln.
Aber auch die FDP ließ in der Hinsicht nichts unversucht. Man könne dem fiesen Kanzler vors Bein treten und ganz nebenbei noch sein böses Hartz IV vom bundesdeutschen Tisch zu bekommen. Das zumindest konnte der deutsche Bürger Ost den Wahlkampfplakaten von NPD, DVU, PDS und FDP bunt auf weiß nachlesen.
Gerade in Sachsen, wo man 40 Jahre lang dem Gedruckten im „Neuen Deutschland“ und seit 14 Jahren dem Gedruckten der „BILD“ fast bedingungslos geglaubt hat empfand man das Gedruckte auf den Wahlplakaten als schriftlich gegebenes Versprechen.
Auf den Bruch von Versprechen reagieren gerade die Ostdeutschen nach 40 Jahren gebrochener SED Versprechen auch nach 14 Jahren noch besonders empfindlich und sind bereit, bei den Wahlen empfindliche Denkzettel zu verteilen. Auch im Angesicht der Worte von Politikern, wie Bundespräsident und Kanzler, die innerdeutsche Unterschiede im Lebensstandard bei gleicher Leistung noch auf Jahre festschreiben wollen, oder den Bürgern Abzocker und Mitnahmementalität vorhalten, wenn sie beim Staat mal das einfordern, was ihnen gesetzlich zusteht.
Sehr wirkungsvolle Worte von Politikern, die sich von den Steuern der Bürger jeden Urlaub und jede Unterhose bezahlen lassen. Da haben die Rechten dann ein leichtes Spiel bei den Wählern, deren politische Bildung ohnehin alles andere als gefestigt ist.
Gerade unter den jungendlichen Erstwählern gibt es ziemliche Holzköpfe mit der politischen Bildung einer Wäscheklammer, die es für schick und außerordentlich cool halten, wenn sie mit ihrer gewählten braunen Partei prahlen und dann im Internet oder sonst wo bejubeln können. Zum Glück sind solche ausgemachten Schwachköpfe eine unscheinbare, aber recht laute Minderheit. Die Demokratie geht an den braunen Vereinen ganz sicher noch nicht kaputt, aber die Chefs aller anderen Parteien wären gut beraten, sich nicht selbst auf die Schultern zu klopfen und ihre Siege so lautstark zu feiern, solange es Menschen in Deutschland gibt, die so unzufrieden sind, das sie schon wieder bereit sind, solche rechten Penner zu wählen! Gerade auch die „christlichen“ Parteien und ihre Wähler sollten es lernen, sich ganz scharf und im Namen der Demokratie von den rechten Abenteurern zu distanzieren.
Alles andere ging schon einmal daneben.
Bewirken werden diese Parteien ohnehin nichts, denn dazu sind sie zum Glück einfach zu unbedeutend und es wird bei ihren brisanten Forderungen nach Verbot von Halloweenmasken und ähnlichem Schwachsinn bleiben!