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Der Astronaut

Er hatte sich im Pentagon ganz einfach verlaufen und die gruslige Entdeckung war purer Zufall. Er war völlig erschüttert, wie ihm sein Land, sein Präsident so etwas antun konnte! Er selbst war noch mit den letzten Apollomissionen auf dem Mond und hatte dort die Einladung an alle intelligente Spezies des Weltraums aufgestellt.
Er war dabei, als Voyager 1 mit der gleichen Einladung an Bord gestartet wurde. Der Astronaut dachte vor 30 Jahren, dass er ein neues Zeitalter der Menschheit mit eingeläutet hatte, aber die zahllosen Kriege hätten ihn eigentlich belehren sollen. Nun war er über 60 und konnte es nicht fassen, was er gesehen hatte. Sein Präsident führte jetzt wieder einen Krieg, weit weg irgendwo im fernen Afrika, hat ihn gewonnen und sogar den feindlichen Befehlshaber in einem jämmerlichen Zustand gefangen nehmen lassen. Der Astronaut selbst war Hubschrauberpilot in Vietnam, bevor er sich zur NASA meldete und er wusste, wie grausam Menschen sein können, wenn sie im Krieg sind. Nur waren die USA nicht mehr im Krieg und mit dem Volk schon gar nicht. Er war ins Pentagon bestellt worden, um über seine Missionen im Weltraum zu berichten, hatte sich dann da verlaufen und auf diese Weise dann das gesehen, was ihn so fürchterlich schockte.
Er hatte eigentlich schon eine Menge gesehen und erlebt. Er hat erlebt, wie Russland, der Feind von einst in den Bankrott gerüstet wurde und als 1989 die Mauer im fernen Berlin fiel, war er sogar recht froh, weil er dachte, das die Menschheit nun gelernt haben müsste. Die viele kleineren Gemetzel und Kriege im Namen von meist irgendetwas Sinnlosem hatten ihn eines Besseren belehrt. Der Astronaut hatte nun fünf oder sieben amerikanische Präsidenten erlebt, Demokraten und Republikaner, er wusste es nicht genau, denn er hatte nicht mitgezählt, aber sein Land, die USA, mischten sich immer irgendwie in das Weltgeschehen ein und das gefiel im persönlich schon mal nicht, denn seine Intention war einzig die Raumfahrt und wie wichtig dort Zusammenarbeit ist, hatte er in den Achtzigern erlebt, als er Gast auf der russischen Raumstation MIR gewesen ist. Von dort sah sein Planet, die Erde eigentlich nur friedlich und schön aus.
Im All gab es keine Blutgier und keine Besitzansprüche, die wirtschaftlich einen Sinn machten. Auch Religionen spielten keine Rolle, denn das Weltall war einfach nur ein friedlicher Ort. Er hatte auch den Wahnsinn erlebt, den eine Religion anrichten kann, als er 2001 das schreckliche Blutbad in New York am Fernseher erlebt und damals geglaubt, sein Land hätte nun jedes Recht der Welt. Nur als sein Präsident dann größenwahnsinnig wurde und die halbe dritte Welt zu Terroristen erklärte, gegen die er wiedermal Krieg führen wolle, sah er, das dieser Glaube falsch ist. Aber was er jetzt im Pentagon gesehen hatte, brachte ihn fast um den Verstand. Die Erde, allen voran die USA, hatten Einladungen ins Weltall verschickt, was für eine kluge und aufgeklärte Spezies die Menschheit doch ist und sie sich über Kontakt mit anderen Spezies freuen würde. Nun hat das jemand ernst genommen, nur 26 Lichtjahre weit weg, auf der Vega und sie schickten einen Botschafter. Dieser lag nun in einem Labor des Pentagon.
Der Astronaut kannte sämtliche Science Fiction Serien und Filme, aber was er da sah, war kein spitzohriger Vulcanier, kein Klingone, kein Ferrengi und auch nichts Anderes aus den Köpfen von Hollywood. Was er im Labor gesehen hatte, war ein Mensch. Ein Mensch von der Vega, der genauso aussah, wie der Astronaut selbst. Nur dieser Mensch war tot. Ausgeweidet von barbarischen Ärzten, die auf ihre finale Weise nach fremden und vielleicht bösen Krankheiten forschten. Der Astronaut war fassungslos. Wie konnte man so etwas Barbarisches tun? Ein Erstkontakt mit fremdem Leben, der Tödlich endet? Das war für ihn schlimmer, als jeder Krieg auf der Erde! Er hätte die Sprache lernen wollen und so viele Fragen gehabt. Wie man zum Beispiel 26 Lichtjahre reisen kann und diese Barbaren ermorden den ersten Botschafter einer fremden Zivilisation und weiden ihn aus wie Schlachtvieh! Der Astronaut war wütend und er wusste, dass die Menschheit noch nicht reif für das Weltall ist.
Alles, was sie anfasst, endet mit Blut. Roddenberry der Erfinder von StarTrek hatte also Recht, als er seinen Erstkontakt zu den Vulcaniern auf 200 Jahre später verschob. Die Menschheit sollte erstmal lernen, friedlich miteinander umzugehen und ist vielleicht auch dann bereit für fremdes Leben. Jetzt ist sie es eindeutig noch nicht!

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!