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Der Führer privat

FührerFührer in der Wanne

Da nun die Tochter meiner Freundin, die seit 20 Jahren im Herzen auch meine Tochter ist, schwer an ihrer Zukunft feilt, erst zu ihrem Freund gefahren ist, um mit ihm dann eine Art fünftes Praktikum in einem Schweiz zu machen und von dort aus sogar für den Chef der Londoner Oper, wo ihr letzte Praktikum war, zu einem Operntreffen nach Paris und das zusammen mit ihrem Freund.
So haben wir beiden Älteren, meine Freundin und ich mal wieder mehr Zeit füreinander und damit auch fürs Kino. Beginnen wollten wir den Reigen von Filmen mit Dani Levys schwarzer Komödie „Mein Führer“, mit Blödelbarden Helge Schneider, der tatsächlich Adolf Hitler dort spielte. Der Plot mal der Einfachheit halber und weil ich müde und faul bin, ganz kurz angerissen und von Prisma-Online kopiert:



Im Dezember 1944 sieht es im nationalsozialistischen Deutschland nicht gut aus: Berlin liegt in Trümmern, der Krieg scheint verloren, der Führer steckt in einer seelischen Krise. Da sieht Propagandaminister Goebbels nur eine Chance: Hitler soll eine feurige Neujahrsrede halten. Zu diesem Zwecke holt er den einst bekannten Schauspiellehrer Adolf Grünbaum aus dem KZ, damit dieser mit dem Führer eine Rede vorbereitet, wie er dies bereits vor vielen Jahren schon einmal gemacht hat. Doch der Jude stellt Bedingungen, bevor er sich ans Werk begibt, den Führer wieder moralisch aufzubauen...


Der Führer also ganz privat und so privat, dass es schmerzte und sehr an die Grenze des guten Geschmacks ging. Nach Borat der zweite politisch so richtig unkorrekte Film im Kino. Auf die Frage, ob man den Führer, der ja nebenbei der größte Verbrecher aller Zeiten war, überhaupt als Mensch sehen kann, hat Michael Mittermeier eine recht gute und einleuchtende Antwort gegeben: „Als was denn sonst? Als Zierkarpfen gibt er nicht viel her, der Bursche.“
Das dachten sich wohl auch Dani Levy und Helge Schneider und machten sich daran, den größten Dämonen der Geschichte zu entzaubern und ihm die Aura von Magie zu nehmen, die Hitler unerklärlicherweise bis heute noch umgibt.
So zeigt sich Hitler auf Geheiß seines Lehrers, des Juden Adolf Grünbaum, meisterhaft von Ullrich Mühe gegeben dann gerne mal als stinknormaler Spießer mit stinknormalem Vaterkomplex, im Bademantel, Trainingsanzug und auch in der Badewanne und als Höhepunkt beim Sex und dann auf alle Vieren kauernd und bellend, wie ein Hund.
Der Führer doch nicht so verrückt, wie die Geschichte sagt, sondern durch einen Juden gesteuert von skrupellosen Nazigrößen, die alle ihr eigenes Ding verfolgen und vorneweg Propagandaminister Goebbels. Das ist so gegen die Geschichte du so schräg und mit Helge Schneider als Hitler kann das nur lustig sein, dass es schon wieder gut ist.
Es war schräg und lustig für eine Stunde und 50 Minuten, denn so lange geht der Film. Ein großes Lob geht an Helge Schneider, der nach Bruno Ganz für mich der beste deutsche Hitlerdarsteller, aber auch Ullrich Mühe gibt den Juden Adolf Grünbaum sehr glaubhaft. Auch wenn der Film sich am Anfang etwas zäh gestaltet und hauptsächlich durch das ständige Heil Hitler etwas bescheuert ist, brachte er mir einen unterhaltenden Abend und erreichte locker die 9/10 auf meiner Wertung und die DVD ist bei mir mal in der engeren Wahl, denn das ist mal wieder einer der besseren deutschen Filme, selbst wenn Helge Schneider das nun anders sieht. Nur ich bin das Publikum und ich brauche diesen rabenschwarzen Humor auch im Umgang mit der Geschichte. Wer das zu ernst nimmt und jeden braunen Ton glaubt, ist in Gefahr, sie zu wiederholen.





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