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Der Jahrhunderthit

Ich weiß nicht, wer auf diese maßlos bescheuerte Idee gekommen ist, die Deutschen ihren Hit des Jahrhunderts selbst wählen zu lassen, gekommen ist, die Bild Zeitung oder die ARD, denn zutrauen würde ich beiden das. Die auch beteiligte GEMA war eigentlich nur mit ihrer offenen Hand beteiligt, weil sie ja für jeden Song, den die ARD, wie auch immer zu Gehör brachte, kassierte und es kam, was kommen musste, bei dieser „Wahl“ setzte sich das deutsche Altersspektrum durch und zum deutschen „Hit des Jahrhunderts“ wurde eine Melodie gekürt, La Paloma, die es seit 1860 in 102 Versionen gibt und mit einer von denen hat auch schon Hans Albers aus dem Film „Große Freiheit Nr. 7“ intoniert hat und er dann auf Schellack Platten etliche U-Boot Besatzungen in den nassen Tod begleitet hat. Das es kein wirklich deutscher Hit war, störte da keinen und so, wie es aussieht wurden wohl ganze Altenheime vom Fernsehraum zum Telefon gekarrt worden sein müssen, damit Freddy Quinn, der auch schon leicht leblos wirkte, als er das heute sang, auch ja die Stimme für seine Version von La Paloma bekam. Die anderen Hits waren meistens Genauso wenig deutsch und wurden oft schon von ihren jämmerlichen Interpreten disqualifiziert. Das „Satisfaction“ von den Stones klang von Daniel Kübelböck genauso daneben, wie das „Yesterday“ der Beatles von den Prinzen. Erstaunlich eigentlich nur, das die Prinzen das Singen mal gelernt haben sollen, während das sehr viel besser klingende Original ja damals von blutigen Laien kam. Von der missratenen Optik gar nicht erst zu reden!
Kübelböck ist kein Mick Jagger, sondern einfach nur nervig und die Prinzen nicht die Beatles, sondern einfach nur fett! Da selbst Angela Merkel zum Wohle der Allgemeinheit darauf verzichtete, als die große Marlene Dietrich aufzutreten, verlor die Sendung etwas an Schwung und auch die Zahllosen Einblendungen von Boney M und Konsorten konnten dieses Manko nicht wieder gutmachen.
Der offensichtliche Moderatorazubi Axel Bulthaupt vom MDR konnte da auch nichts mehr rausreißen, egal, was er plapperte. Die Sendung passte sich der ARD an und wurde fade. Auch als Freddy Quinn noch einmal auf die Bühne gerollt wurde und sein La Paloma ein letztes Mal heruntersang, war man eigentlich nur noch froh, das diese weitere Peinlichkeit der ARD endlich vorüber war. Ich zappte dann zu RTL und sah zum 14ten Mal „Das Schweigen der Lämmer“. Ich wusste gar nicht, wie entspannend gut gemachter Horror sein kann. Den schlecht gemachten Horror hatte ich ja vorher bei der ARD! Wenn die Deutschen wählen, geht eben immer was daneben.