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Der Meister des investigativen Journalismus

Michael Moore, schon für seinen Film über Angstmache der Medien und den Waffenwahn in den USA sich 2002 einen Oscar verdiente, hat mit Fahrenheit 9/11 erneut zugeschlagen und in seinem Film hauptsächlich die Fakten für sich sprechen lassen. Schon der Vorspann zeigt das, was George Walker Bush, der noch amtierende Präsident der USA recht mutig als „seine Wahl“ bezeichnet, als das, was die ganze Welt anders gesehen hat, als ein Schmierenstück, das schon eher den Machenschaften eines altrömischen Senats als zur Führung der letzten Weltmacht passt.
Moore lässt diesmal sehr viel mehr nur andere Leute sprechen und er selbst kommt nur dann und wann mal mit einer spitzen Frage aus dem Off. Diese wird dann meist durch Fernsehausschnitte beantwortet, die seinen handelnden Figuren, der Präsident der USA und dessen noch ergebenes Fußvolk so gerne und so bereitwillig in Mikrophone und Kameras hineingehechelt hatten, um für 20 Sekunden mal wichtig zu sein.
Der Name des Films deutet es schon an, es geht um den 11.09.2001, als der fanatische Moslem Usama Bin Laden von Afghanistan aus andere fanatische Moslems auf Kamikazetournee in Richtung USA geschickt hatte und diese die fürchterlich ungläubigen Amerikaner mit tausendfachem Mord beglücken sollte.
Moore beleuchtet nicht nur die sehr dubiosen Hintergründe der noch dubioseren Zusammenarbeit der Familie des Mörders Bin Laden, sonder er ergreift auch deutlich Partei. Ungewöhnlich für einen Dokumentarfilmer, aber in diesem Fall sehr spannend und unterhaltend. Er zeigt recht deutlich, dass Bush ganz andere und sehr viel handfestere Interessen vertritt, als nur sein Land. Es geht ihm nur ums Geld und meistens in der Höhe von Milliarden. Moore macht alles, was ein Dokumentarfilmer eigentlich nicht machen sollte, er ist von vornherein parteiisch, polemisiert und hat sogar Freude daran. Das macht den Film spannend, informativ und vor allem sehr unterhaltend. Es ist lange her, dass ein Film mich so gefesselt hat. Moore ist der Stachel im Fleisch des Systems Bush und man merkt ihm an, dass er es ganz gerne ist.
Es ist nicht sein erster Film der die Zustände des Landes unter der Bush-Administration aufzeigt, aber mit Abstand der Beste. Wenn man, erst als Bürger der DDR und dann als einer des gesamten Deutschland die Regierenden für korrupt, bestechlich und abgrundtief verkommen hielt, sehe man sich diesen Film an und wähnt sich sofort, mit leichten Einschränkungen im demokratischen Paradies.
Zu dumm für Fahrenheit 9/11, das dieses Jahr ein Wahljahr ist, denn sonst könnte Michael Moore wieder einen Oscar nach hause tragen. Nur sitzen in der Academy, die darüber zu entscheiden hat, ja auch genügend Republikaner, die sich angeschifft fühlen werden.