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Der Prozess

Wenn Schauspieler in die Jahre kommen, dann ticken sie offenbar immer etwas daneben und werden größenwahnsinnig. Ronald Reagan hat es allerdings so auf zwei düstere Amtszeiten als Präsident der Vereinigten Staaten gebracht, von denen eigentlich nur solche Begriffe wie StarWars übrig geblieben sind.
Uschi Glas backt da sehr viel kleinere Brötchen, ist aber trotzdem etwas daneben. Die Frau, deren Gesicht in vielen deutschen Heimatfilmen die Leinwand schmückte und auch in etlichen Familienserien des Fernsehens zu sehen war und die dafür auch etliche deutsche Preise, wie den Goldenen Gong, die Goldene Kamera, den Bayrischen Fernsehpreis, den Bayrischen Verdienstorden und 1998 sogar das Bundesverdienstkreuz einsammelte, merkte nun, das die Rollenangebote im Alter nicht unbedingt mehr werden und die Rolle der Mutter der Nation Mutter Beimer aus der Lindenstraße fest im Griff hatte und musst sich nun eine zweite Schiene für ihr Einkommen aufbauen und schaute sich nach etwas um, was man ihr auch abkaufen würde.
So lässt Uschi Glas seit 2000 eine Hautcreme zusammenrühren, die sie selbst nur über dubiose Teleshopping Sendungen feilbietet und vertreibt, weil man ihr den Bedarf nach einem Faltenkitt und ähnlichen Tinkturen auch jederzeit und ohne große Bedenken abkauft, denn auch eine Uschi Glas wird alles, nur nicht jünger.
Diesen Faltenkitt mit dem Namen der 61jährigen Schauspielerin nahm nun die renommierte Stiftung Warentest mal unter die Lupe und befand ihn für nur „mangelhaft“ und fand sogar heraus, dass die Paste der Uschi Glas sogar etliche Nebenwirkungen hatte. Es wurden „bei acht Probandinnen Hautvergiftungen festgestellt“.
Frau Glas verstand die Welt nicht mehr, tobte und mietete eine Anwältin, um der Stiftung Warentest den Prozess wegen „Verletzung der Neutralität“ zu machen.
Nun ist aber nichts schlimmer und nichts bösartiger als der Zorn und die Rachsucht einer Frau jenseits des Klimakteriums und gegen den heiligen Zorn einer Uschi Glas ist die heilige römische Inquisition und die fundamentalistischen Gotteskrieger des Osama Bin Laden eigentlich nur ein Kindergeburtstag.
Das „Schätzchen“, das in seinen alten Filmen gerne mal zur Sache kam und auch schon mal die Mutter spielte, wurde zur Furie mit ganz und gar unmütterlicher Neigung und will die Stiftung Warentest nun mit einem Schauprozess überziehen, gegen der Prozess gegen OJ. Simpson, der Prozess gegen Michael Jackson und selbst die Nürnberger Prozesse anmuten würden, wie die Lehrerkonferenz einer Klippschule im Bayrischen Land.
Don Quichotes Kampf gegen die Windmühlen ist dann absolut nichts gegen den Feldzug der alternden Schauspielerin gegen die anerkannte Institution der Stiftung Warentest. Das sie sich und ihre Paste mit ihrer Aktion nun völlig der Lächerlichkeit preisgibt, ist Uschi Glas völlig egal.
Im Angesicht der von ihr bisher verbrochenen Filme ist das auch für jeden nachvollziehbar, denn sehr viel schlimmer kann ihr Ruf ja nicht mehr werden.