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Der Racheengel

„Rache ist ein Gericht, das man am besten kalt serviert.“ Dieses klingonische(!) Sprichwort wurde in „Mann unter Feuer“ von Tony Scott 2004 mit Oscarpreisträger Denzel Washington als ehemaligen Elitesoldaten John Creasy recht eindrucksvoll und bildgewaltig umgesetzt.
Creasy verdingt sich bei der mexikanischen Familie Ramos als Leibwächter und muss sich da hauptsächlich um die kleine Tochter Lupita Ramos (die zurzeit viel beschäftigte Dakota Fanning) kümmern.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten freundet sich Creasy mit dem Mädchen an, kann aber dennoch ihre Entführung durch korrupte Polizisten nicht verhindern. Dabei wird auch John Creasy schwer angeschossen, wird aber dennoch von einem, ebenfalls korrupten Polizeichef öffentlich der Mittäterschaft bezichtigt. Als vermutet wird, dass die Kleine getötet wurde, macht sich Creasy auf einen Rachefeldzug und er radiert jeden aus, von dem er glaubt, dass er mit der Entführung zu tun hatte.
Er überkommt die Entführer wie ein Racheengel Gottes, nur das seine Werkzeuge dafür nicht die sieben Schalen oder die sieben Trompeten aus der Offenbarung sind, sondern recht irdische Mordinstrumente, wie Schusswaffen und Messer. Da wird der Film dann sogar für eine FSK 16 ziemlich blutig, weil dann auch schon mal abgeschnittene Finger durch die Gegend fliegen oder gerne auch einen Windschutzscheibe mit Blut einsauen. Auf diese, nicht ganz allzu sanfte Art der Befragung bekommt Creasy natürlich auch Antworten.
Mehr, als er eigentlich braucht und so kann er, ganz nebenbei, auch noch ein paar andere entführte Kinder retten. Immer mit dem Teil der Behörden in Mexiko am Handy, der rein zufällig mal nicht korrupt und somit in jede Entführung verwickelt ist und das sind nicht allzu viele, denn man bekommt im Vorspann erzählt, dass in Mittel und Südamerika alle 60 Minuten ein Kind entführt und deren Eltern erpresst werden.
Nur 70 Prozent dieser Kinder überleben das und das entschuldigt dann auch die Härte, mit der John Creasy gegen die Entführer vorgeht ein wenig.
So foltert und tötet sich der, durch die Entführung ja gescheiterte Leibwächter in der mexikanischen Unterwelt weiter vor und nach oben, dass es nur so seine Art hat und bringt den Film und die Story zu einem überraschendem, aber logischen Ende.
Dieser gut gemachte Thriller von Tony Scott hat mir ganz gut gefallen und bekommt auf meiner persönlichen Wertung dafür auch die 9/10.
Gerade Denzel Washington, hat mir in der Rolle des blutigen Rächers sehr viel besser gefallen, als in seinen bisherigen Rollen als Familienvater oder Anwalt. Wer Geld für eine gute DVD ausgeben möchte, dem sei hiermit „Mann unter Feuer“ ans Herz gelegt.

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