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Der Sieg des Bösen

Der Amerikaner an sich hat in seiner Mehrzahl schon traurige Berühmtheit dadurch erlangt, das die Welt weiß, dass es ihm an jeglicher Allgemeinbildung fehlt und man für ihn Gut und Böse optisch sichtbar machen muss. Die Geschichte hat es den Amis gut gemeint und die optische Erkennung des Bösen, also von Feinden auch immer ziemlich leicht gemacht. England von 1775 bis 1783 war es insofern schon recht einfach, weil die Briten grundsätzlich rote Röcke trugen und somit auch für die Amerikaner in Spe erkennbar waren. Es sollte einfach bleiben, denn die nächsten erklärten und als solche ausgemachte Feinde der Amerikaner waren die Indianer, die Ureinwohner Amerikas, die schon deshalb Feinde waren, weil sie einfach nur ihr Land behalten wollten. Auch wenn Indianer sauer waren, konnte auch ein Amerikaner das erkennen. Sie waren erst einmal völlig andere Menschen, hatten Federn im Haar und ein gar schauriges Make Up, die Kriegsbemalung im Gesicht. Die Indianer wurden erkannt und sicherheitshalber erst einmal fast alle umgebracht. Der Rest, der übrig blieb, vergnügt sich seitdem in Reservaten, die ihnen die Sieger großzügig überließen.
Bis dahin also recht einfach, sich mit Gut und Böse, Freund und Feind zurechtzufinden. Einfach auf alles schießen was anders aussah und man war auf der richtigen Fährte. 1861 bis 1865 wurde es kurzfristig komplizierter, denn da gab es einen Bürgerkrieg und der Feind war nicht einmal an der Sprache genau zu erkennen und die Amerikaner mussten öfter mal in God trusten. Dann hatte die Geschichte ein Einsehen und im nächsten Krieg, einem ersten Weltkrieg waren die Feinde waren wieder sehr viel besser zu erkennen. Die Deutschen durch sehr modische Pickelhauben und die Österreicher durch Doppelkopfadler und witzige Bärte. Ein solch witziger Bart und einige Kreuze mit Haken gehörten dann im zweiten Weltkrieg zum Feind und auch er konnte besiegt werden. Der dann folgende kalte Krieg hatte Menschen zum Feind, die gerne Fellmützen trugen und noch lieber Wodka tranken. Schwierig, aber noch immer nachvollziehbar. Zwischendurch gab es noch kleinere Gemetzel in fernen asiatischen Ländern. Aber auch da genügte Sichtkontakt um den dortigen Feind auszumachen, denn Asiaten sehen nun einmal nicht aus wie die Bewohner von Kansas. Das große böse Reich wurde in die Knie gezwungen und die US-Regierungen verloren den Überblick. Es wurde immer komplizierter. Sie hatten in den 40 Jahren kalter Krieg so viele Terrorgruppen gegen die bösen Russen und ihre Sattelitenstaaten finanziert, die nun plötzlich Amerika ans Leder wollten, weil die Religion dies so vorsah und diese Leute machten ernst. Sogar ein Saddam Hussein wurde für den Krieg gegen den Iran mit Waffen versorgt, auf das er gehorche.
Geld und Waffen bekommt auch ein Saudi, damit er Russen und Taliban bekämpfe. Nur schickt der seine Leute dann auch mit Bomben im Koffer und Mordbefehl in Richtung USA und da sind sie auch sehr fleißig. Fortan gilt der Saudi als der Böse. Nur gefangen werden durfte er nicht, weil der zuständige Präsident Milliarden Dollar von dessen Eltern bekam. Die Zuordnung von Gut und Böse wurde fast völlig unmöglich, weil ja der eigene Präsident mit die Finger im Spiel hatte. Jedes andere Land hätte den Präsidenten sofort gefeuert oder mindestens abgewählt. Nicht so die Amerikaner. Die ließen sich noch in einen Krieg verwickeln, wo der Freund von einst, Saddam Hussein wurde plötzlich als ein Böser entlarvt und sein Land sicherheitshalber angegriffen und das Volk bombardiert. Konsequenterweise hatte man nach dem langen und blutigen Abenteuer die Wehrpflicht abgeschafft und die Amerikaner merkten also kaum, dass wieder ihre Soldaten weit weg von der Heimat ihr Leben ließen. Die anstehende Wahl machte dem Präsidenten kein großes Kopfzerbrechen, denn er wusste ja aus Erfahrung, wie man die manipuliert. Das Wahlvolk würde es wieder schlucken und der Gegenkandidat der anderen Partei wirkte sowieso eher blass und konnte nicht überzeugen. Außerdem pflegen die Amerikaner seltsame Traditionen. Eine davon ist, jedem republikanischen Präsidenten eine zweite Amtszeit zu geben, egal wie viel Mist der so baut. Das war so bei Richard Nixon, der in Vietnam aus der Polizeiaktion von John F. Kennedy erst einen richtigen Krieg zauberte. Beim alzsheimernden Ronald Reagan war es so und es ist so bei George W Bush. Damit ist dann ganz eindeutig das Böse wieder gewählt, aber das müssen dann hauptsächlich die Amerikaner ausbaden, denn es ist ihre Vernunft und ihre Logik, die sie damit zu Grabe getragen haben. In Europa will George W Bush nämlich keiner. Geifernde Militaristen mal ausgenommen.