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Der Sieg des Mittelmaßes

Wenn man sich heute so umschaut, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, als hätte sich überall das Mittelmaß durchgesetzt und hätte das Ruder übernommen.
Es regiert uns, will uns regieren oder hat schon regiert und einen Scherbenhaufen hinterlassen.
In der Politik will ein blutiger Kriegstreiber wie Bush allen Ernstes wieder gewählt werden und einer Angela Merkel ist der Sessel der Opposition zu eng und sie giert nach dem Kanzlerthron.
Die Frau hat für die Diplomatie in etwa genauso viel Feingefühl, wie ein Elefant für das Rollschuhlaufen. Allerdings stört sie das nicht sonderlich.
Ähnliches gilt für Bush, der aufkommende Probleme am liebsten mit Todesstrafe und kleineren Kriegen lösen will. In der Unterhaltung sieht es ähnlich finster aus. Seit Peter Jacksons Herrn der Ringe scheint der Höhepunkt des guten Kinos erreicht und Hollywood erschöpft sich im Verfilmen antiker Schlachten oder gar Sagen und Märchen.
Im Fernsehen machen mehrere mir bekannte Beispiele den Niedergang deutlich.
Seit Sat1 Harald Schmidt aus dem Programm geekelt hat, ist dieser Sender nur noch einer zum abschalten. RTL jagt Reihenweise D und C Promis in ein Dschungelcamp, auf das der Zuschauer ihnen beim Kotzen zusehen kann.
NBC-Europe hat mit GIGA eine Sendung im Programm, deren Moderatoren mittlerweile ein solches Deutsch radebrechen, wie ihr Pisageplagte Zielgruppe es in den Internetforen desselben GIGA zusammenschreibt. Auch sonst geht es da nur Bergab, seit da Studenten das Ruder übernahmen, die zwar ganz toll irgendetwas studiert hatten, nur mit dem Begriff Arbeit nicht so recht etwas anfangen konnten. Sie richteten einen unterhaltsamen Chat zu Grunde, nur um ihre schizophrene Gier nach virtueller Macht dann in den amputierten Foren, die zusammen ein riesiges Board bilden, ausleben zu können. Nur fehlen ihnen offenbar selbst die Kenntnisse dafür, ein lausiges Internetboard am Laufen zu halten, womit sie selbst das Mittelmaß noch locker unterbieten. Da kann es auch schon einmal passieren, dass ein Politikforum komplett gelöscht wird, nur damit Games in Ruhe feiern kann. So etwas nimmt man dann schon einmal billigend in Kauf. Kann ja mal passieren und Games sind auch so wichtig. Viel wichtiger als so etwas banales wie Politik.
Die privaten Boards verkommen wegen derselben Gier ihrer Betreiber nach virtueller Verfügung über andere Menschen und gehen über kurz oder lang ein. Technisch bewegt sich die Welt auch im Kreis und ist nur bemüht, die Macken der guten Ideen von einst endlich abzuschaffen. Die Abgase der Autos und die Fehler von Betriebssystemen, die vor Jahren mal eine gute Idee waren und noch immer nicht fertig sind.
Es wird technischer Fortschritt simuliert, indem man einfach zwei völlig verschiedene existierende Systeme zusammenschraubt und als Neuheit verkauft.
Telefone mit Fotoapparaten und Videorecorder und Fernseher mit Computer. Die Medizin forscht seit Jahren wegen fehlender Mittel ins Leere und eine Allgemeinbildung gibt es nur noch sehr Lückenhaft bis gar nicht.
Auch in der Musik bewegt sich alles nur auf der Stelle. Musiker entstehen heute aus keinem Hobby mehr heraus, sondern sie werden gezüchtet. U. a. von solchen gescheiterten Gestalten wie einem „Detlef D! Sost“ und die eigene Kreativität, so es sie denn überhaupt mal gab, bleibt völlig auf der Strecke.
Da die Politik so ein völliges Mittelmaß ist, gibt es auch kaum noch bezahlte Arbeit in Deutschland und anderswo. Zumindest dann, wenn man sich noch den Luxus einer eigenen Wohnung leisten will. Wohnungen gibt es jetzt genug, aber Dank der fabelhaften Geldaufwertungsidee des Herrn Kohl hat die Masse der Menschen nun sowenig Geld, das der Tag der Mietzahlung jeden Monat einem Privatbankrott nahe kommt.
Die einstmals so „sicheren Renten“ sind seit dem Tag schon Vergangenheit, an dem ein Herr Blüm für ihre Sicherheit so vollmundig garantierte.
Einzig sicher sind und waren heute wie damals die natürlich selbstgenehmigten fetten Bezüge der Politiker von einst und jetzt. Ich darf auf die Art froh sein, meine Rente als Krüppel jetzt schon zu haben. Eine ziemliche Laune der Natur.
Den Rest meines Lebens bin ich nur noch eines, ein Konsument. Das ist zwar nicht sehr erfüllend, aber zumindest ist es sicher. Trotzdem kommt einem schon einmal der Gedanke hoch, ob es denn nun wirklich so von Vorteil war, den kalten Krieg und einen Schlaganfall zu überleben.
Ob mich das Sehen und Sammeln von Filmen nun bis an mein Lebensende ausfüllen kann, weiß ich erst, wenn es soweit ist. Aber der Tag rückt ja näher…