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Der Ted von Nebenan

Ted Bundy, mit vollem Namen Theodore Robert Bundy, galt als der nette junge Mann von Nebenan, der freundliche Nachbar, der immer ein Lächeln im Gesicht und einen zünden Spruch am Lager hat.
So kommt er auch im Film von Matthew Bright rüber, den ich mir als DVD in meiner Videothek gekauft habe.
An die Qualität des, durch einen Oscar gekrönten Films „Monster“ mit Charlize Theron als Aileen Wuornos kommt „Ted Bundy“ mit Michael Reilly Burke in der Titelrolle nicht heran, aber da der Film FSK 18 ist, erfährt man einige unappetitliche Einzelheiten über das Wirken des Ted Bundy.
Ich habe diesen Namen erst 1989 gehört, als Ted Bundy im Januar hingerichtet wurde. Da ich gerade etwas Geld und eine leicht morbide Phase habe, legte ich mir den Film über diesen Serienkiller gleich mal zu. Wirklich schockiert hat mich der Film aber nicht, da mir ja bewusst ist, was es erstaunlicherweise gerade in den USA für kaputte Typen rumrennen.
Allerdings war es dann schon ziemlich widerlich, einen Mann gezeigt zu bekommen, der, um mit Frauen schlafen zu können, sie vorher erst foltern und dann töten musste.
Ganz im Gegensatz zu Aileen Wuornos, die ein Opfer ihres Lebens war, kommt Ted Bundy im Film erstaunlich unsympathisch, von Trieben und Mordlust gejagt sehr berechnend rüber.
Bundy ist auch sonst ein ziemlich gestörter Typ, der vor den Häusern der Frauen, die er begehrte auch ziemlich öffentlich Hand an sich legte. Zum Glück erspart der Film die Einzelheiten, denn so brutal ist er dann doch nicht.
Schon brutal und gestört genug, dass ein Mann in der Gegend rumrannte und Frauen abschlachtete, um mit ihnen zu schlafen, weil er es anders nicht konnte. So gesehen hat dieser Film mehr Horror zu bieten, als jeder gestellte Splatterfilm mit Untoten Zombies, denn einen Ted Bundy hat es ja tatsächlich gegeben.
Ted Bundy wurde zumindest gefasst und konnte aber zweimal entwischen und weiter morden, bevor er dann, auch im Film recht anschaulich, auf dem elektrischen Stuhl auf Medium gebraten wurde.
Die Zahl seiner Opfer steht sogar jetzt noch nicht fest und die Polizei selbst sagt, es wäre etwas zwischen 35 und 60!
Für mich haben die Abteilungen Information und Unterhaltung bei solchen Filmen mehr Wert, als der reale Horror, der dabei rüberkommt. So habe ich für meine nächste morbide Phase gleich den Film „Dahmer“ geordert.
Einen Film über den Serienkiller Jeffrey Dahmer, der in den USA zur selben Zeit junge Männer auf Einmachgläser verteilte, als man sich in Europa in den Kinos noch über Antony Hopkins als Hannibal Lecter im „Schweigen der Lämmer“ gruselte.
Die Wirklichkeit in den USA war schon viel weiter als beim netten und kultivierten Kannibalen Dr. Lecter.
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